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USA: Banken-Rettungsprogramm wird profitabel

Von Karl-Heinz Goedeckemeyer | 31.März 2011

Während hierzulande noch völlig unklar ist, wann die Krisenbanken die Staatshilfe komplett zurückzahlen werden, sind in den USA inzwischen 251 Mrd. Dollar in die Staatskasse zurückgeflossen. Damit hat nach Angaben des Finanzministeriums das milliardenschwere US-Regierungsprogramm zur Bankenrettung erstmals die Gewinnzone erreicht.

Wie das amerikanische Finanzministerium ferner mitteilte, haben drei weitere Geldinstitute Rückzahlungen geleistet. Damit seien fast sechs Milliarden Dollar mehr zurückgeflossen als ursprünglich in notleidende Geldinstitute investiert worden waren. US-Finanzminister Timothy Geithner sprach von einem „wichtigen Meilenstein in unseren Bemühungen, die Dollar der Steuerzahler wieder zurückzuholen“.

Das Finanzministerium rechnet damit, dass die Investitionen in angeschlagene Geldhäuser während der Finanz- und Wirtschaftskrise am Ende durch Rückzahlungen, Dividenden oder Zinsen 20 Mrd. Dollar Profit abwerfen werden. Mit Blick auf den gesamten Reigen der Hilfen – also auch für die US-Autoindustrie oder den verstaatlichten Versicherungsgiganten AIG – werden den Berechnungen zufolge dem Steuerzahler am Ende „keine oder nur wenige Kosten entstehen“.

Das „Troubled Asset Relief Program“ war ursprünglich aufgelegt worden, um Banken von toxischen Wertpapieren zu befreien, die im Mittelpunkt der Krise standen .Als sich dieser Plan aber als wenig praktikabel herausstellte, wurden die Mittel stattdessen für direkte Geldspritzen vor allem an notleidende Finanzinstitutionen verwendet.

In Deutschland hat bisher nur die Aareal Bank einen Teil der Staatshilfe an den Rettungsfonds SoFFin zurückgezahlt. Jüngst hat die Commerzbank angekündigt, noch in diesem Jahr mit der Rückzahlung der Staatshilfe zu beginnen. Konkretisiert wurden diese Ankündigung jedoch nicht.

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