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Wer hat schon 60% FFO-Anstieg im ersten Halbjahr 2018?

Von Dr. Oliver Everling | 30.Juli 2018

Neue Zahlen von der Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA): Im ersten Halbjahr 2018 erzielte die Gesellschaft bei einem Umsatz von 4,23 (Vj. 2,45) Mio. € ein Ergeb­nis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 2,58 (1,58) Mio. €. Dabei wurde ein Ergebnis vor Steuern von 1.084 (744) T€ erwirtschaftet. Das Nettoergebnis betrug 854 (592) T€. Dies entspricht einem Gewinn von 0,24 (0,17) € je Aktie. Die Funds From Operations (FFO) erreichten 1.738 (1.089) T€ und erhöhten sich somit um 60% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

In den Zahlen enthalten waren nach Angaben der DEFAMA im ersten Halbjahr die Erträge von 23 Bestandsobjekten sowie ab Juni das Objekt in Hamm. Das Fachmarktzentrum Mylau kam erst im Juli hinzu. Durch die Erstkonsolidierung der Kolosseum Spreewald GmbH hat sich dabei ein Einmaleffekt im hohen fünfstelligen Bereich ergeben, der die Kennzahlen des zweiten Quartals positiv verzerrt. Weitere Objektkäufe könnten frühestens im Schlussquartal noch zusätzliche Erträge beisteuern.

Der Vorstand bekräftigt daher die Prognose eines Ergebnisses von Nettogewinns nach HGB von 1,75 Mio. €. Zugleich geht DEFAMA nunmehr davon aus, das Ziel eines FFO von 3,2 Mio. € zu übertreffen. Erwartet wird nun ein FFO von etwa 3,4 Mio. Euro. Die Prognose versteht sich weiterhin ohne Effekte aus dem Joint-Venture zu Radeberg. Der entsprechende Vertrag mit der HD Gruppe wurde im Juni unterzeichnet, die Abwicklung ist im Verlauf des zweiten Halbjahres vereinbart. Zum Bilanzstichtag des Halbjahresabschlusses ist das EKZ Radeberg daher noch voll konsolidiert.

Auf Basis des aktuellen Portfolios liegt der annualisierte FFO bei 3,8 Mio. €, entsprechend 1,07 € je Aktie. Da DEFAMA zum 30.6. über einen Cashbestand von rund 2 Mio. € verfügte, geht der Vorstand davon aus, den annualisierten FFO mit den vorhandenen liquiden Mitteln noch weiter steigern zu können.

Themen: Aktienrating, Immobilienrating | Kein Kommentar »

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