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Wie hoch sind FM-Kosten bei Hallenimmobilien?

Von Dr. Oliver Everling | 5.November 2018

Die dritte Auflage des Benchmark-Kostenreports aus dem Bereich Facility Management (FM) bei Hallenimmobilien in Deutschland ist erschienen. Die Analyse – eine Gemeinschaftsproduktion von IndustrialPort und der WISAG Facility Management Holding – betrachtet die Entwicklung von FM-Kosten in Deutschland.

Die Kernerkenntnisse des Reports lauten: Die FM-Kosten sind seit 2012 teils massiv gestiegen. Ohne die Digitalisierungseffekte werden die Kosten im FM-Bereich deutlich stärker steigen. Insgesamt stieg die Belastung aus FM und Mieten seit 2012 um mehr als 30% Prozent.

Der Geschäftsführer von IndustrialPort, Peter Salostowitz, fasst die Studienergebnisse zusammen: „Die Überlagerung der Mieten aus dem IWIP-Index mit den FM-Kosten ergibt eine Steigerung der Gesamtkosten von 4,30 Euro auf 6,00 Euro. Um das aktuelle Niveau der Gesamtkosten von 2017 zu halten, müssten die Mietkosten 2018 sinken“.

Ralf Pilger MRICS, Geschäftsführer der WISAG Facility Management Hessen GmbH & Co. KG, kommentiert die Analyseergebnisse: „Als maßgebliche Indikatoren für die Steigerungen der FM-Kosten sind zu nennen: jährliche Tarif-Anpassungen der Gewerkschaften im Reinigungs- und Sicherheitsgewerbe und die Einführung des Mindestlohnes. Die aktuelle Dynamik des Logistikmarktes sowie weitere Auslagerungen von Dienstleistungspaketen bedeuten große Potentiale für Facility Service-Anbieter.“

Auch Preisanpassungen für Material und Maschinen sind Gründe für den jährlichen Kostenanstieg im FM-Sektor. Gerade im Bereich Gebäude-Bewirtschaftung, stehen jährliche Preissteigerungen an. Neben klassischen Bewirtschaftungs-Kosten für infrastrukturelle und technische Dienstleistungen, verschafft der Report einen Überblick über die Kosten für typische Einbauten in Lager-, Logistik- und Produktionsimmobilien und unterscheidet auch nach deren Büroflächen.

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  • Dr. Oliver Everling

    Dr. Oliver Everling ist Geschäftsführer der RATING EVIDENCE GmbH in Frankfurt am Main.

    Als Gesellschafter, Beirat, Aufsichtsrat, Independent Non-Executive Director nach der EU-Verordnung über Ratingagenturen, Mitglied von Ratingkommissionen, Chairman des ISO-TC "Rating Services", Gastprofessor der CUEB in Peking und zum Beispiel als Herausgeber von mehr als 50 Büchern war oder ist er mit Ratingfragen befasst.

    Nach Promotion am Bankseminar der Universität zu Köln war Dr. Oliver Everling Referent des Arbeitskreises Rating der WM Gruppe und ab 1991 Geschäftsführer der Projektgesellschaft Rating mbH sowie von 1993 bis 1998 Abteilungsdirektor und Referatsleiter in der Dresdner Bank.