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Wieviel kosten politische Risiken 2018?

Von Dr. Oliver Everling | 13.Februar 2018

Laut Arif Husain, Head of International Fixed Income und Lead Portfolio Manager der Dynamic Global und Global Aggregate Bond Strategie bei T. Rowe Price, stellt sich 2018 für Fixed Income-Investoren eine entscheidende Frage: Wie sollten politische Risiken eingepreist werden?

Mexiko müsse sich nicht nur auf den Sieg des linksorientieren Präsidentschaftskandidaten Andrés Manuel López Obrador bei der Wahl im Juli gefasst machen, das Land habe zudem mit der Drohung der USA zu kämpfen, aus dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) auszutreten. Vor diesem Hintergrund seien mexikanische Assets kurzfristig anfällig für politische Risiken.

Dennoch beschränkten sich die politischen Risiken nicht nur auf die Schwellenländer. Auch in den entwickelten Ländern würden sie zu einem wichtigen Thema werden. So bleibe weiterhin die Unsicherheit bestehen, ob Trumps Regierung ihre Versprechen umsetzen werde und könne: Zwar sei die Steuerreformen durchgesetzt worden, staatliche Konjunkturmaßnahmen und die Gesundheitsreform würden aber weiter aufgeschoben. Im internationalen Kontext stehe die USA zudem vor neuen, anspruchsvollen NAFTA-Verhandlungen mit Kanada und Mexiko – eine Aussicht, die den US-Dollar zuletzt zu belasten schien.

In Europa hingegen seien die Bedenken hinsichtlich zunehmende populistischer Strömungen zurückgegangen. Risiken blieben jedoch durch die Wahl in Italien am 4. März und die Unruhen bezüglich des Brexits weiterhin bestehen. „All diese Faktoren konstituieren ein hochinteressantes politisches Umfeld, das viele Möglichkeiten bieten, jedoch auch schnelle Reaktionen erfordern wird.

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