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WM Datenservice und Bureau Van Dijk integrieren Datenlösung

Von Dr. Oliver Everling | 26.Mai 2014

Anlässlich eines Seminars von  WM Datenservice, am 7.5.2014, zum Thema  „Risikomanagement 2014, Regulierung und Standardisierung“, zeigten die Teilnehmer grosses Interesse an innovativen Lösungen, berichtet Georg Eisel: „Strukturierte Daten und Informationen, in Verbindung mit  entsprechenden Applikationen, wurden als essentiell bewertet. Dienstleistungen und Produkte der Informationsdienstleister als wichtige Hilfsmittel, um die Anforderungen effizient zu erfüllen.

Eine Flut komplexer Finanzinstrumente und Kreditfazilitäten verlangt nach innovativen Lösungen. Hoch differenzierte Informations- und Transaktionsprozesse sind in kürzester Zeit zu  entscheiden, zu steuern und zu optimieren. Die Risiken liegen nicht nur in den Finanzprodukten alleine, sondern  auch in der mangelnden realen Abbildung und Kontrolle der Risiken.

„Die Ermittlung der Close Links ist aufgrund der komplexen internationalen Beteiligungsverflechtungen einerseits und der fehlenden stringenten Verbindung zu den Eligible Assets aufwändig.“ (Artikel 1 Nr. 26 der EU-Richtlinie 2000/12/EG) „Eine gesicherte Verknüpfung zwischen den Unternehmens- und Konzernstrukturen und den Finanzprodukten wäre nach Meinung vieler Experten bereits eine entscheidende Hilfe.  Durch  eine solche eindeutige und nachhaltige  Verbindung  zum Emittenten und den Beteiligungs-Verhältnissen der Gesellschaften sowie zu  Makro- und Mikroökonomischen Kennzahlen lassen sich innovative Dienstleistungen und Produkte einer neuen Generation ableiten und bestimmen. Durch diese aktuellen Marktanforderungen sehen sich zwei qualifizierte Informationsdienstleister mit hoher operativer  Kompetenz  veranlasst, eine praktische Lösung anzubieten.“

Der Financial Instrument Link (FIL) leistet eine  gesicherte Verknüpfung der Emittenten, Unternehmen und Konzernstrukturen zum Finanzinstrument und bietet die Grundlage für weitreichende Prüf- und Überwachungs-Routinen wie z.B. für Eligible Assets,  Kollateral/Repo, Counterparty Risk, etc. Die innovativen Dienstleistungen und Produkte entstehen aus einer Arbeitsteilung und den  Kernkompetenzen von WM-Datenservice, Frankfurt, betreibt u.a. die ISIN Wertpapierzentrale a) Verknüpfung zwischen Finanzinstrument und den Gesellschafts-Strukturen, durch die BvD-ID, als Ergänzung zur ISIN, von Bureau van Dijk, Brüssel, betreibt u.a. eine Unternehmensdatenbank, und b) die Abbildung der Konzernstrukturen und – Verflechtungen mit prozentualer Gewichtung der Anteile Die Dienstleistung steht als eigenständiges Produkt oder voll integriert in die Stamm- und Referenzdaten der WM Gattungsdatei zur Verfügung. Dadurch ist sie beim Anwender einfach zu integrieren und besitzt, in Verbindung mit den bereits vorhandenen Stammdaten, über ein hohes Nutzungspotential (Financial Instruments Link (FIL) Die Verbindung von Finanzinstrumenten zu Unternehmensdaten mittels WM-Datenfeed KUNDENINFORMATION KX – 11.04.2014).

„Durch Regelwerke und Standards  hat der Gesetzgeber bereits im Vorfeld  der Finanzkrisen Handlungsbedarf auf europäischer und nationaler Ebene signalisiert und wichtige Gesetze zu mehr Transparenz und Anlagerschutz verordnet. Die Aufsichtsinstanzen erwarten nun von den Finanzdienstleistern nicht nur komplexe Reports an Risikodaten,“ macht Eisel klar, „sondern darüber hinaus auch Transparenz der Prozesse, um Reports kontinuierlich und situativ in einem  angemessen zeitlichen Rahmen zu gewährleisten.“ Drei Regelwerke sind u.a. dabei von zentraler Bedeutung EMIR (European Market Infrastruktur Regulation), MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement), und CRD IV, Basel III (Capital-Requirement-Directive-IV-Paket und Basel III).

“Die Finanzmärkte unterstützen die Globalisierung der Realwirtschaft mit innovativen Finanz-Produkten, sind aber selbst gleichzeitig zu einem tragenden Teil des Risikos geworden. Die zwingende Umsetzung der Regulierung verursacht enorme Kosten und ist ohne Optimierung der Geschäftsprozesse rationell nicht zu leisten. Hier liegen auch beachtliche Chancen zu mehr Transparenz, Effizienz und Kompetenz. In der Konsequenz kann die professionelle Umsetzung der regulatorischen Vorgaben zu einem neuen Dialog mit dem Anleger in Sachen Anlage- und Risiko-Management führen und die Position der Finanzinstitute im zunehmenden Europäischen Wettbewerb stärken”, folgert Eisel. Die Informations- und Mediendienste sind wie im konkreten Fall gefordert, den Prozess der Finanzmarktregulierung durch geeignete Dienstleistungen und Produkte zu unterstützen.

Themen: Finanzkommunikation | Kein Kommentar »

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen.