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„Tech Money“ und seine Bedeutung für das Credit Rating

Von Dr. Oliver Everling | 22.Juni 2026

Mit „Tech Money – A Guide to the New Game of Technology Investing“ legt Igor Pejic ein umfangreiches Sachbuch vor, das sich mit den Zusammenhängen zwischen technologischen Innovationen, Kapitalmärkten und langfristigen Investitionsstrategien beschäftigt. Anhand von hundert Kapiteln und zahlreichen Diagrammen untersucht der Autor, wie technologische Trends entstehen, welche Faktoren ihren wirtschaftlichen Erfolg beeinflussen und welche Schlussfolgerungen Investoren daraus ziehen können. Dabei greift Pejic auf historische Entwicklungen, Experteninterviews und quantitative Daten zurück und verbindet diese zu einer gut lesbaren und praxisorientierten Darstellung.

Das Buch überzeugt insbesondere durch seine breite Perspektive auf Technologiezyklen, Netzwerkeffekte, Innovationsprozesse und die Bedeutung von Forschung, Patenten und Kapitalströmen. Auch Fragen des Risikomanagements, der Diversifikation, regulatorischer Risiken und der Volatilität werden ausführlich behandelt. Der Autor betont wiederholt die Unsicherheit von Prognosen und plädiert für langfristiges Denken sowie für die Berücksichtigung unterschiedlicher Zukunftsszenarien.

Hinsichtlich des Credit Ratings und der Kreditrisikoanalyse ist jedoch festzustellen, dass dieser Bereich nur eine untergeordnete Rolle spielt. Zwar behandelt Pejic die Bedeutung von Unternehmensqualität, Marktposition, Wachstumsperspektiven und finanziellen Risiken, doch klassische Fragestellungen des Credit Ratings werden kaum angesprochen. Weder die Methodik von Ratingagenturen noch Bonitätskennzahlen, Ausfallwahrscheinlichkeiten oder die Bewertung von Unternehmensanleihen stehen im Mittelpunkt des Werkes. Der Fokus liegt eindeutig auf Eigenkapitalinvestitionen, Technologieunternehmen und der Erzielung von Überrenditen gegenüber dem Gesamtmarkt.

Damit eignet sich „Tech Money“ vor allem für Leser, die sich für Aktienmärkte, technologische Entwicklungen und langfristige Anlagestrategien interessieren. Für Spezialisten im Bereich Credit Research oder für Leser, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit Bonitätsanalysen und Ratingverfahren erwarten, bietet das Buch hingegen nur wenige direkte Anknüpfungspunkte. Indirekt können die Ausführungen über Wettbewerbsvorteile, Innovationsfähigkeit, Marktstellung und regulatorische Risiken zwar auch für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit von Technologieunternehmen von Bedeutung sein, eine systematische Behandlung des Credit Ratings findet jedoch nicht statt.

Insgesamt handelt es sich um ein gut recherchiertes und datenorientiertes Sachbuch, das einen breiten Überblick über die Dynamik des Technologiesektors vermittelt. Seine Stärke liegt in der Analyse technologischer und kapitalmarktbezogener Entwicklungen, während Fragen der Bonitätsbewertung und des Credit Ratings allenfalls am Rande berührt werden.

Themen: Aktienrating | Kommentare deaktiviert für „Tech Money“ und seine Bedeutung für das Credit Rating

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