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Alternatives-Strategien von Harvard und Yale

Von Dr. Oliver Everling | 12.Mai 2015

Auf der Alternative Investor Conference (AIC) des Bundesverbandes Alternative Investment e.V. stellt Walter Pfaff, Partner bei LGT Capital Partners, eine Analyse der Alternatives-Strategien der Universitäts-Stiftungen Harvard und Yale vor. Pfaff befasst sich mit dem Beitrag von alternativen Anlagen zum Erfolg des „Stiftungsmodells“, die Allokationen im Zeitverlauf (viele Höhepunkte mit wenigen kritischen Phasen) sowie mit den aktuellen Entwicklungen und Ausblick.

Pfaff erläutert, dass diese Stiftungen nicht einfach den Index kaufen, sondern sehr sorgfältig Manager auswählen. Die Portfoliostrategie sei durch eine breite Asset Allokation gekennzeichnet. Von den Anlageklassen her ist eine Aktienübergewichtung bezeichnend, neben der hohe Priorität der Managerauswahl.

Die NACUBO-Studie (National Association of College and University Business Officers) liefert eine wertvolle Informationsquelle. „Die drei genannten Pfeiler lassen sich von den großen Stiftungen besser umsetzen“, so ein Ergebnis dieser Studie. Während die Renditen bei Vermögen über 1 Mrd. US$ bei mehr als 8,3 % liegen erreichen die Kleinsten mit bis zu 25 Mio. US$ nur 6,3 % Rendite. Bei den Großen der Branche kommen offenbar Skaleneffekte zum Tragen. „Passives Management finden Sie hier ganz wenig“, so Pfaff weiter.

Größere Stiftungen haben einen höheren Anteil Alternativer Investments im Portfolio. Speziell 2008 gab es negative Schlagzeilen, viele glaubten an ein „Schönwettermodell“, das die Krise nicht überstehen würde. Harvard verzeichnete 27,3 %, Yale -24,6 % im Fiskaljahr 2009, berichtet Pfaff. In den Jahren danach holten die großen Endowments jedoch wieder kräftig auf. Die Quoten der Alternative Investments in den Portfolien nahmen in den letzten Jahren noch deutlich zu.

Bei Harvard gibt es eine stabile Quote von 12 % für Private Equity (PE), während Yale und Stanford ihre Quoten in den letzten Jahren erhöhten. Yale legt großen Wert auf CoInvestments der Maager und auf die Überwachung des Lebenszyklus einer Firma. Fonds, die von Finanzinstituten gesponsort werden, werden in Yale eher weniger beachtet. Yale investiere gerne in neue Firmen mit Mitarbeiterbeteiligung. Yale habe in praktisch allen Assetklassen die relevanten Benchmarks schlagen können, analysiert Pfaff die Statistik.

Themen: Fondsrating, Stiftungsrating | Kein Kommentar »

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