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Bankenunion vollendet

Von Dr. Oliver Everling | 7.Juni 2018

Für Sparkassen sind nicht „vermutete Trends“ maßgeblich, sondern der tatsächliche Bedarf der Kunden, sagt Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands e.V. Das Jahr 2018 sei aber das „Jahr der Innovation“ für die Sparkassen.

Während sein Vorredner, Frank Strauß, Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG, keinen Hehl daraus macht, dass sich die „Geschwister“ Postbank und Deutsche Bank zur Speerspitze in Deutschland zählen, dämpft Schleweis eher die Hoffnungen, dass sich Sparkassen auf interessante Experimente einlassen würden.

Schleweis gibt Beispiele für Innovationen, die bei den Sparkassen ausgerollt werden. Mit „YES“ kommen die Sparkassen mit einem Legitimationsdienst auf den Markt. Datensparsam, datensicher und höchst komfortabel sei dieser Dienst, bei dem einfach vorhandene Daten der Sparkassen genutzt werden. Die Sparkassen würden diese Daten alleine für sich behalten und nicht weitergeben.

„Die Filialen werden mit neuem Leben gefüllt, zum Treffpunkt für alle Bürger gemacht“, sagt Schleweis und sieht die Sparkassen durch die Finanzkrise hindurch als Stabilitätsanker: „In der Mitte der Finanzbranche ist ein steter Fluss. Dieser sind die Sparkassen.“

Durch die Regulierung der Banken sei „in Deutschland eine modellgesteuerte Planwirtschaft entstanden“, warnt Schleweis und warnt vor einem Bankenmarkt, in dem alle Banken wie Lemminge denselben Wegen folgen.

„Wir sind gegen eine Vergemeinschaftung der Einlagensicherung“, sagt Schleweis, denn die Bankenunion sei durch die einheitliche Einlagensicherung längst verwirklicht. Wer mehr wolle, dem gehe es nur um die Verschiebung von Lasten. „Wir in Deutschland haben stabile Einlagensicherungssysteme und die Kunden vertrauen darauf“, so müssten auch die anderen Länder ihre Hausaufgaben machen.

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