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Family Office – Mythos mit Zukunft

Von Dr. Oliver Everling | 26.November 2014

Der zu beobachtende Anstieg der Privatvermögen in Europa führt zu einer Steigerung der Komplexität der Vermögensstrukturen bei den Vermögensinhabern. Daher steigt der Bedarf an professsioneller Unterstützung. Dr. Felix Breuer, Geschäftsführer des Bayerischen Finanz Zentrum e.V., skizziert auf dem „Managementforum Vermögensverwaltung“ die Gründe, die zur Gründung des Zentrums führten.

Zu den Sponsoren einer neuen Studie zum Thema gehören Hauck & Aufhäuser Privatbankiers und KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Das Untersuchungssample der 75 Teilnehmer besteht zu 31 % aus Single Family Offices und zu 69 % aus Multi Family Offices, vorwiegend aus Deutschland, aber aus der Schweiz, Liechtnestein und Österreich. Der Großteil der Vermögensinhaber entstammt der Industrie, dem Handel, dem Immobilien- und Baugewerbe sowie dem Finanzbereich.

Family Offices machen vom Outsourcing praktisch nur bei der Buchhaltung, der Steuer- und Rechtsberatung Gebrauch. Hinsichtlich der Standortwahl steht die Schweiz an erster Stelle. Schutz vor regulatorischen Eingriffen, Diskretion und Rechtssicherheit spielen hier eine große Rolle.

Die meisten Family Offices erachten den Kapitalerhalt als übergreifendes Anlageziel. Die Mehrheit der Family Offices definiert die strategische Asset Allokation durch den Vermögensinhaber als zentrale Aufgabe. „Die effektive Asset Allokation der Family Offices ist sehr individuell.“ Auch alternative Anlagen – neben Anleihen und Aktien – stehen zunehmend im Fokus. Als Gründe werden Werterhalt, Inflationsschutz und Diversifikationseigenschaften genannt.

Mehrhetlich wird von den Family Offices Transparenz für die Vermögensinhaber anhand allgemein anerkannter Performance Berechnungsmethoden wie TWR/WMR und GIPS hergestellt. Zum Teil werden auch eigene Methoden verwendet, berichtet Breuer, dabei handele es sich meist um Mischformen aus bekannnten Methoden.

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