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Gefährliche Einengung zwischen B und BB

Von Dr. Oliver Everling | 6.Dezember 2017

„Die technische Stärke der europäischen Hochzinsmärkte war in den vergangenen Jahren“, sagt Thomas Hanson, Co-Manager der Euro High Yield Bond-Strategie von Janus Henderson Investors, „ein wichtiger Aspekt. Wegen der Höherstufung einiger großer Emittenten in das Investment-Grade-Spektrum und da für Refinanzierungen Kredite anstelle von Anleihen auch weiter beliebt sind, hielt sich das Angebot im High-Yield-Universum stärker in Grenzen. Bei ansonsten gleichen Bedingungen hat dies günstigere technische Rahmenbedingungen zur Folge.“

Hanson spricht aus, wo er in seiner Anlageklasse derzeit die größten Risiken und die attraktivsten Anlagechancen sieht: „Das größte Risiko sind die insgesamt hohen Bewertungen, die wenig Spielraum für Fehler lassen. Besorgniserregend ist vor allem der geschrumpfte Spread zwischen Anleihen mit Rating ‚B‘ und ‚BB‘ auf historisch niedrige Niveaus.“

Bei der Suche nach höheren Renditen schichten Anleger nach Beobachtung von Hanson mitunter wahllos in Titel mit schwächerer Kreditqualität um, was Fehlbewertungen in den unteren Ratingsegmenten zur Folge hat. „Diese Entwicklung hat sich während der Schwächephase im Herbst bereits zum Teil umgekehrt und könnte anhalten. Zu guter Letzt gilt, dass High Yields ein Markt für Stockpicker sind. Mit unserer Bottom-up-Titelauswahl anhand rigoroser Fundamentalanalysen sind wir daher gut aufgestellt. Denn mit einem Anstieg titelspezifischer Risiken eröffnen sich gute Gelegenheiten angesichts unseres aktiven Anlagestils.“

Themen: Anleiherating, Mittelstandsrating, Unternehmensrating | Kein Kommentar »

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