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Goldman Sachs produziert gute Nachricht

Von Dr. Oliver Everling | 17.Juli 2012

„Goldman Sachs schlägt (deutlich reduzierte) Markterwartungen“ – so lautet eine Schlagzeile aus einer aktuellen Researchpublikation „Flash – Banken“ aus dem DZ BANK Research. Goldman Sachs (GS) hat, berichtet das Spitzeninstitut des Genossenschaftssektor in Frankfurt am Main, im zweiten Quartal 2012 mit einem Nettogewinn von 962 Mio. USD die durchschnittlichen Markterwartungen von 630 Mio. USD deutlich übertreffen können. Gleiches gelte für den Umsatz, der sich auf 6,6 Mrd. USD belief.

„Für Euphorie besteht dennoch kein Anlass,“ warnen die Experten aus dem Sektor der Genossenschaftsbanken, „sind die durchschnittlichen Gewinnerwartungen in den letzten Wochen doch deutlich zurückgenommen worden.“ Betrachte man nämlich die letzten beiden Jahre, so sei das zweite Quartal 2012 das zweitschlechteste gewesen (in 3Q11 musste GS einen Verlust über 393 Mio. USD ausweisen).

Einmal mehr sei deutlich geworden, wie stark GS nach wie vor von der Entwicklung der Kapitalmärkte, insbesondere der Aktienmärkte abhängig ist. Zwar sei GS bemüht, diese Abhängigkeit zu verringern; nach wie vor seien die Ergebnisschwankungen der Sparte Investing & Lending und deren Bedeutung für die Konzernergebnisse hoch und kaum zu prognostizieren. Vergleiche man das erste und zweite Quartal 2012 miteinander, so sei der bereinigte Vorsteuergewinn um rund 2 Mrd. USD gefallen.

„Das Ergebnis aus Investments in öffentlich notierte Aktien hat sich um rund 1 Mrd. USD verschlechert und ist dafür für die Hälfte des Ergebnisrückgangs verantwortlich! Wir hatten bereits bei der Kommentierung der Q1-Zahlen davor gewarnt,“ schreiben die Analysten stolz über ihre eingetretenen Prognosen, „dass nach kräftigen Gewinnen im ersten Quartal in den Folgequartalen vermutlich wieder Verluste bei Eigenanlagen folgen dürften.“

Positiv sei jedoch, dass GS in einem solch schwierigen Umfeld dank der variablen Mitarbeitervergütungen dennoch profitabel operieren könne und nach Kenntnis des DZ BANK Research auch nicht in die Ermittlungen um die Manipulation der LIBOR-Zinssätze involviert sei. „Insofern lautet unser Anlageurteil für Anleihen und CDS von GS unverändert auf Marketperformer.“

Themen: Anleiherating, Bankenrating | Kein Kommentar »

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