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IAA zeigt Automobilbranche im Aufwind

Von Dr. Oliver Everling | 10.September 2013

Der Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) präsentiert einen positiven Ausblick für die Automobilindustrie anlässlich ihres „International Analyst Meeting“ auf der 65th International Motor Show (IAA) in Frankfurt am Main. Auch der deutsche Markt für Personenkraftwagen hat eine Wende vollzogen. „Wir hoffen auf eine Fortsetzung dieses Trends“, sagt Klaus Bräunig, Geschäftsführer des VDA.

Während sich die Produktion in Deutschland stabilisiert hat, ist der starke Wachstumstrend im Ausland ungebrochen. Der Export wuchs im August um 3 %, berichtet Bräunig. „Westeuropa hat die Talsohle durchschritten. USA und Großbritannien treiben hier das Wachstum.“ Elektromobilität und CO2-Reduktion sind wichtige Themen auf der IAA.

Bräunig geht auf die Frage ein, welche Rolle protektionistische Maßnahmen bezüglich der Profitabilität deutscher Autohersteller spielt. „Wir sind uns der Herausforderungen bewusst“, sagt Bräunig, „und wissen, dass wir innerhalb von zwei Jahren zehnmal so viele Zulieferer aus China in Frankfurt begrüßen.“ Das beachtliche Wachstum in Asien werde nur dann für Deutschland weiterhin Früchte tragen, wenn nicht eine Politik des Protektionismus die internationale Zusammenarbeit behindere.

Bräunig erinnert an die Erfolge in der Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften, die die gute Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie gesichert habe. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl gibt sich Bräunig optimistisch, dass Deutschland weiterhin eine stabilisierende Rolle in Europa und in der Weltwirtschaft spielen könne. Bräunig hebt insbesondere die zu erwartenden Investitionen in die Infrastruktur hervor, die zu  den positiven Elementen nach der Bundestagswahl gehören könnten.

„Nach dem ersten Medienhype machen die deutschen Automobilhersteller ihre Hausaufgaben“, meint Bräunig mit Blick auf die Elektromobilität und tritt der Vorstellung entgegen, dass hier die Entwicklung nicht wie erwartet voranginge. Es gehe darum zu zeigen, dass „wir bereit sind“. Bräunig gibt die Volkswagen-Gruppe als Beispiel.

Bräunig schließt nicht aus, dass es in der nächsten Legislaturperiode eine Diskussion über die Besteuerung von Kraftfahrzeugen geben könnte. Je nach neuer politischer Konstellation könnten diese auch Anlass zur Sorge geben. „Wir haben unseren Job in der letzten Legislaturperiode gemacht und werden diesen auch in der nächsten machen“, orakelt Bräunig.

Zulieferern und Herstellern steht das VDA-Rating-Tool zur Verfügung, um die eigene Bonität beurteilen zu können. „Mit diesem Benchmark-Werkzeug, das als Standard in der Automobilindustrie etabliert wurde,“ so heißt es im Jahresbericht 2013 des VDA, „können Unternehmen zudem gegenüber ihren Kunden einen testierten Ausweis ihrer Bonität erstellen. Außerdem lässt sich die Auswertung des Rating-Tools als Zeugnis für Gespräche mit Fremdkapitalgebern und Banken ntuzen“. Das VDA-Rating-Tool stehe in einer günstigen Basisversion allen VDA-Mitgliedern zur Verfügung (Abteilung „Zulieferindustrie und Mittelstand“ beim VDA).

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