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Nachhaltigkeitsrating – noch strenger und innovativer

Von Dr. Oliver Everling | 10.September 2013

Zum Thema „Disciplined ESG methodology applied to institutional portfolios“ sprechen beim 108. Hedgework Franca Perin und Murielle Villemin von Generali AM. Umwelt, soziale Aspekte und Governance sind die Definitionselemente für „sustainable and responsible Investment“ bei Gernerali Investments Europe. „Wir verstehen darunter nicht nur Grün.“

Das Bekenntnis der Generali Gruppe zum nachhaltigen Investieren resultiere aus den sozialen Funktionen des Versicherungsgeschäfts, aus den Risiken, die im Kern das Versicherungsgeschäft ausmachen, sowie aus der Prävenation von den hauptsächlichen systemischen Risiken, die der Erhaltung des Kapitals entgegenstehen und daher für die Schaffung finanzieller Werte elementar sind.

2008 wendet Generali einen Filter an, um Investments auszuschließen, die nicht als „nachhaltig“ eingestuft werden können. „Unser SRI Portfolio umfasst zwischen 80 bis 120 Unternehmen aus dem Universum der Stoxx Europe Gesellschaften.“

Die Methodologie ist sehr umfassend und impliziert vier Schritte. „Wir sind strenger und innovativer als unsere Wettbewerber“, sagt die Französin selbstbewusst. Identifikation von 34 ESG Kriterien, Anwendung der Methodologie zum Risikomapping zwecks Risikobeurteilung, Analyse und Rating jedes Unternehmens und Selektion der SRI Investments (Anwendung der ESG und finanziellen Filter) sind die wesentlichen Eckpunkte.

„Wir haben unsere eigene Datenbank entwickelt, darin finden sich quantitative und qualitative Daten.“ Die Kriterien können auf die Interessen und Bedürfnisse der Kunden maßgeschneidert werden.

Für GIS European S.R.I Equity werden beispielhaft die Definitionsmerkmale aufgezeigt: Der Fokus liegt auf europäische Unternehmen mit großer Kapitalisierung. Die Übereinstimmung mit allen ESG -Kriterien wird mit dem Generali Investmentprozesses überprüft. Fundamentale Analyse (z.B. Markteintrittsbarrieren, historische und Megatrends, Risikotreiber) bildet den Ausgangspunkt, darauf sattelt die Generierung von Ideen auf (internes und externes Research). In einem weiteren Schritt werden das Management besucht und die Wettbewerbsstellung, die Produkte und Geografie sowie der Track record des Managements hinterfragt. Erst nach der finanziellen Analysen erfolgt dann die Portfoliokonstruktion.

„In den nächsten Monaten wetten wir auf eine Untergewichtung von Versorgern und Telekommunikationsunternehmen. Wir werden unsere Untergewichtung von Banken sukzessive aufgeben. Bei Unternehmen im Konsumentenbereich, Gesundheit und Informationstechnologie z.B. favorisieren wir Stock Picking.“

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