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MaCM verhelfen zu professionellen Standards

Von Dr. Oliver Everling | 25.Oktober 2011

„Der Kunde soll in Nordrhein-Westfalen genauso behandelt werden wie in München“, erläutert Rudolf Keßler, Leiter Kredit der BayWa AG, die Kundenphilosophie seines Hauses. Keßler sprach auf dem „Kreditirisiko- und Forderungsmanagement Tag“ der Neue DEUTSCHE KONGRESS in München. Die Grundlage für die einheitliche Behandlung ist u.a. ein Limitsystem, das für jeden Kunden gültig ist. Das Limit wird nicht einfach per Maschine ermittelt, sondern von den Mitarbeitern individuell verantwortet.

Standards sorgen dafür, dass die Mitarbeiter der BayWa nicht allzu individuell oder gar willkürlich entscheiden. Richtlinien müssen daher die Basis eines profeissionellen Kreditmanagement sein. Keßler empfiehlt daher in jedem Fall die Schaffung von Kreditrichtlinien.

Der Gedanke, das Kreditmanagement durch Standards und Richtlinien professionell aufzustellen, sei keineswegs neu. Keßler findet bei der BayWa Richtlinien vor, die schon 1929 herausgegeben wurden und von der Einsicht zeugen, jeden Prozess klar zu strukturieren. Heute bedient sich die BayWa selbstredend der EDV dazu.

Die Standards betrefen die Informationsbeschaffung und die Kreditentscheidung: Indem Daten zu jedem Kunden gesammelt werden, wird nicht nur die Einheitlichkeit der Entscheidungsgrundlagen gesichert, sondern auch ein Fundament aus Zahlungserfahrungen gesammelt.

„Es gibt kein Konto ohne Bonitätsprüfung“, unterstreicht Keßler. Bevor überhaupt ein Konto eröffnet werde, müsse bereits eine Bonitätsprüfung stattgefunden haben. Keßler gibt die Empfehlung, sich mit den MaCM zu befassen. Bei den MaCM handelt es sich um die Mindestanforderungen an das Credit Management des Bundesverbandes Credit Management, die inzwischen auch von der TÜV Rheinland Cert auch zu einem Zertifizierungsstandard weiterentwickelt wurden.

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