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Mehr Mut nach Normalisierung

Von Dr. Oliver Everling | 5.Februar 2018

„Das Risiko-Rendite-Verhältnis ist für Anleihen wenig attraktiv“, sagt Jean Charles Meriaux, CIO, und Pascal Gilbert, Rentenfondsmanager bei DNCI, zu ihrer Investmentstrategie. „Obwohl wir nicht davon ausgehen, dass es zu einem Crash an den Rentenmärkten kommen wird, bleiben wir bei dieser Anlageklasse, die eine Untergrenze bei den Renditen nahezu erreicht zu haben scheint, weiterhin vorsichtig. Staatsanleihen werden jedoch angesichts ihrer Sicherheit und Knappheit teuer bleiben, aber ihre Entkopplung von Aktien verleiht ihnen im Hinblick auf die Portfoliodiversifikation einen verdienten Platz in jeder Asset Allocation.“ Inflationsgebundene Wertpapiere sollten nach seiner Meinung im Vorlauf einer erneuten, wenn auch moderaten Inflation begünstigt werden.

Bei Unternehmensanleihen komme es zu einem Aufbau von Liquidität, Volatilität und Ausfallrisiko: So weise beispielsweise die sicherere Investment-Grade-Kategorie bei kurzen Laufzeiten von drei bis fünf Jahren nur eine Nominalrendite von 0,2% auf. Der Schlüssel zur Wertsteigerung im Jahr 2018 liege in der Flexibilität, insbesondere bei den Emittenten von Wandelschuldverschreibungen.

„Umgekehrt dürfte die fortschreitende allmähliche Normalisierung der Geldpolitik die Anleger ermutigen,“ glaubt Meriaux, „an den Aktienmärkten weitere Risiken einzugehen. Außergewöhnliche wirtschaftliche Fundamentaldaten sind gute Nachrichten für Aktien aus dem Euroraum. Die Aktienbewertungen sehen nicht übertrieben aus, mit einem geschätzten P/E8 von 14,5x im Jahr 2018. Wir sind nach wie vor fest davon überzeugt, dass Value-Aktien, die zu einem EV/EBITDA9 unter dem historischen Durchschnitt gehandelt werden, eine gute Ausgangsposition haben.“

Themen: Aktienrating, Anleiherating | Kein Kommentar »

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