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Mehrwert mit Payment-Ökosystemen

Von Dr. Oliver Everling | 7.Juni 2018

„Bei uns geht es ums Geld“, leitet Ansgar Steden, General Manager Banking DACH von Diebold Nixdorf, seinen Vortrag auf dem 16. Internationalen Retail-Bankentag ein. Es geht um Bargeld, aber auch schon seit den 1960er Jahren bei Diebold Nixdorf um bargeldlose Transaktionen, denn schon damals wurde ein Automat zur Einreichung von Schecks angeboten.

Steden spricht auf dem Bankentag über das Thema „Mit modernen Payment-Ökosystemen Mehrwert für digitale und physische Weltern liefern“.

Früher brachten Bankkunden noch ihre Lohntüten zur Bank. „In Zukunft wird von uns erwartet, auch Kartentransaktionen mit NFC oder Barcode zu verarbeiten“, sieht Steden voraus. Der Deutsche trage heute mehr Bargeld mit sich herum als früher, aber die durchschnittliche Abhebesumme verringere sich.

Digital Natives, Millenials, Bayboomer und Generaton Golf – verschiedene Zielgruppen verlangen situatives Banking, sagt Steden. Digitalisierung alleine sei nicht genug. „Banken müssen die Breite aller Berührungspunkte und der zugrundeliegenden Geschäftsmodelle nutzen, um ein besseres, reibungsloseres Kundenerlebnis in der digitalen und physischen Welt zu ermöglichen.“

Mehrwerte in einem gesamten Ökosystem zu schaffen, um Kundenerlebnisse und -zufriedenheit, entlang der gesamten E2E Journeys zu generieren, sei mehr als Omnichanel. Dies geschehe über mehrere Kontaktpunkte und Wertschöpfungen hinweg. „Das ist connected commerce!“

Steden zeigt beispielhaft eine App, die von Diebold Nixdorf entwickelt wurde, um Banking, Shopping, Cash In/Out, Comparison, Management von Karten, Smart Services, Personal Finance Management bis hin zu Coupons zu kombinieren.

PSD2-Compliance sei auch eine Chance: Wer die Daten des Kunden richtig zu nutzen wisse, mache es für den Kunden überflüssig, sich nach anderen Anbietern umzusehen. Es gibt nicht für alles Usecases, daher müsse man den Mut zu „Trial and Error“ haben.

Steden setzt auf Kooperationen. „FinTechs können nicht ohne bestimmte Funktionalitäten, die Sie haben“, sagt Steden zu den versammelten Bankern. Kollaboration – noch ein Schritt weiter – heiße auch Automatisierung. Künstliche Intelligenz werde den Mensch nicht überholen. Das Bindeglied im Automatisierungsprozess sei immer der Mensch.

Innovation heiße, Dinge besser zu tun, die man schon in der Vergangenheit machte. Disruption heiße dagegen, neue Dinge zu tun, die alte Dinge obsolet machen. Disruptor zu sein, das sei eine Transformation unabhängig von der Branche von größter Bedeutung.

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