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Mit Osmium am Metallpreis verdienen

Von Dr. Oliver Everling | 27.März 2014

„Strategische Metalle sind unverzichtbar und steigen im Wert“, sagt Ingo Wolf, Geschäftsführer der Commodity Trade GmbH auf der BIT-Jahresauftakttagung in Frankfurt am Main. Nach theoretischer Physik, Musikgeschäft und IP-TV widmet sich Wolf dem „Commodity TV“, aus dem ein Metallhandelsunternehmen entstand. Wolf sieht strategische Metalle für Privatanleger als mögliches Direktinvestment.

Strategische Metalle sind von Industriemetallen zu unterscheiden. Rohstoff-TV.Net, Commodity-TV.net, PSE-TV.com und Science-TV.com sind die Websites, über die kritisch mit dem Ziel berichtet wird, dass sich der Anleger selbst eine Meinung bilden können.

Wolf skizziert das Problem, dass für Metalle keine Preise öffentlich ermittelt werden, sondern über private Verträge gehandelt werden. „Geld anlegen“ funktioniere nach dem Grundgesetz höhere Rendite mit höherem Risiko. Historische Chancen könne man vorbeilassen oder eben ergreifen. „Einige Metalle sind derart vom Aussterben bedroht, dass sie in einigen Jahren schlicht nicht mehr da sein werden“, glaubt Wolf.

Strategische Metalle würden weltweit gebraucht, seien unverzichtbar für die Industrie und nicht substitutierbar. „Zu den sogenannten Seltenen Erden wurde ein Hype aufgebaut, der natürlich Unsinn war“, berichtet Wolf. Dafür seien einige Bücher verantwortlich gewesen. Kritische Metalle seien auch unter den Lantanoiden, aber eben nicht alle.

„Dass Gold als Zahlungsmittel dienen kann, ist schön. Aber wichtiger ist es, der Industrie zu helfen“, sagt Wolf mit Blick auf Metalle wie Antimon, das für viele Anwendungen durch nichts ersetzt werden könne. Wolf glaubt den Nachfrageboom erst am Anfang zu sehen. Die zunehmende Verknappung führe zum vollständigen Verbrauch eines Metalls. „Was passiert mit dem Preis, wenn ein Rohstoff vollständig ausgeht?“

Mehrverbrauch sieht Wolf durch wachsende Weltbevölkerung, Mittelschicht in Schwellenländern, beispiellose Motorisierungswelle, Kommunikationswelle und beispiellosen Warenverkehr, der Metalle verbrauche, sowie nicht zuletzt durch die technologische Entwicklung.

„Die Banken bereiten sich vor, Banken sichern sich Lagerhäuser“, dokumentiert Wolf und diskutiert die Eigenschaften von Hafnium, Gallium, Indium, Neodym usw.  „Osmium ist mein Lieblingsmetall. Das gesamte Osmium der Welt passt in einen Würfel mit den Seitenmaßen 2,10 Metern“. Das US Handeslvolumen eines Jahres passe in eine Colaflasche. Das seltenste Edelmetall der Welt werde zum Star, glaubt Wolf. Sein Schmezlpunkt liege weit über Platin.

Seit der Möglichkeit der Kristallisation explodierte der Preis von knapp 13 € für ein Gramm Osmium auf über 400 €. Sinkende Fördermenge, gleichzeitg wachse die Nachfrage, und die weltweite Schmuckindustrie habe das Metall entdeckt. In diesen und weiteren Faktoren sieht Wolf postivie Signale.

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