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Mittel- und Osteuropas Insolvenzen

Von Dr. Oliver Everling | 11.September 2017

Der internationale Kreditversicherer Coface präsentiert die Insolvenzzahlen von 2016 für Mittel- und Osteuropa mit einer insgesamt positiven Entwicklung für die Region. Die Unternehmensinsolvenzen sanken nach 2015 (-14 Prozent) auch 2016 um 6 Prozent.

Insgesamt gingen im letzten Jahr sechs von tausend Unternehmen in MOE pleite. „Diese positive Entwicklung ist auf das günstige makroökonomische Umfeld zurückzuführen,“ heißt es aus dem Hause der Coface, „bedingt durch Verbesserungen am Arbeitsmarkt mit niedrigeren Arbeitslosenquoten und steigenden Löhnen.“ Dennoch liege, mit Ausnahme von Rumänien und der Slowakei, die Anzahl der Insolvenzen in den meisten Ländern weiterhin über dem Vorkrisenniveau von 2008. „Der Ausblick ist positiv. Coface prognostiziert für 2017 einen weiteren Rückgang der Insolvenzen in MOE um 3,9 Prozent und für 2018 um 2,3 Prozent.“

Die Studie zeigt in den 14 untersuchten Ländern sehr unterschiedliche Entwicklungen. Acht Länder meldeten für 2016 weniger Insolvenzen, allen voran Bulgarien mit einem Rückgang von 35,6 Prozent. Ungarn musste dagegen 56,9 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahr verzeichnen.

Der starke Anstieg sei vor allem auf eine höhere Anzahl der von Amts wegen initiierten Anträge zurückzuführen, die in den Statistiken von 2015 kaum berücksichtigt wurden. In Litauen stieg die Anzahl aufgrund der proaktiven Prüfung und Bereinigung durch die Steuerbehörde um 35,2 Prozent. In Polen wiederum ist der Anstieg von 2,6 Prozent auf Gesetzesnovellen zurückzuführen, die insolvente Unternehmen, aber auch solche mit Zahlungsschwierigkeiten betrafen.

Themen: Debitorenrating, Mittelstandsrating | Kein Kommentar »

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