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Moody’s neue Methodologie für Kommunalratings

Von Dr. Oliver Everling | 21.Januar 2013

Moody’s stellt eine aktuelle Neufassung der Ratingmethodologie für „Regionale und Lokale Gebietskörperschaften“ (RLG) vor, welche am Freitag, 18. Januar 2013, veröffentlicht wurde. Die Veröffentlichung beschreibt die aktualisierte methodische Vorgehensweise von Moody’s bei der Ratingerteilung für regionale und kommunale Gebietskörperschaften außerhalb der USA.

Die Neufassung ist detailiert in dem Artikel „Regional and Local Governments“ auf der Website von Moody’s Investors Service, www.moodys.com. Bisher ist nur die englische Version verfügbar. Eine deutsche Übersetzung der beiden Artikel, d.h. komplette Methodologie und Kurzfassung, folgt in den nächsten Wochen, kündigt Harald Sperlein, Vice President – Senior Analyst, Sub-Sovereign Group von Moody’s Investors Service an.

„Wie in unserer bisherigen Methodik,“ so Sperlein, „werden die Ratings für regionale und kommunale Gebietskörperschaften auch künftig als Funktion zweier zentraler Einflussfaktoren gesehen: der Basiskreditrisikoeinschätzung (Baseline Credit Assessment, BCA) und der Wahrscheinlichkeit außerordentlicher Unterstützung von anderer Seite im Falle eines akuten Liquiditätsengpasses.“

Die Studie beschreibt die Analyse-Tools (neue BCA-Scorecard und -Matrix sowie eine neue Support-Scorecard für den Faktor Unterstützung), die von Moody’s zur Beurteilung der Bonität regionaler und kommunaler Gebietskörperschaften sowie zur Steigerung der weltweiten Konsistenz verwendet werden. Darüber hinaus werden einige neue Analyse-Tools eingeführt, die entwickelt wurden, um die Ratingkomitees bei der Beurteilung der Kombination aus systemischen (d.h. basierend auf dem Sovereign-Rating) und idiosynkratischen Risiken für regionale und kommunale Gebietskörperschaften zu unterstützen. „Die Veröffentlichung dieser Ratingmethodik hat keine Ratingänderungen zur Folge“, beruhigt Sperlein.

Themen: Kommunalrating, Länderrating | Kein Kommentar »

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen. Seit Ende der 1980er Jahre arbeiten wir daran und deshalb gibt es seit 1998 diesen Blog. RATING EVIDENCE GmbH - Wofür wir stehen: Es ist unser Anspruch, Werte zu schaffen, indem wir den Nutzen von Ratings erschließen.