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Nachhaltige Finanzentscheidungen

Von Dr. Oliver Everling | 21.März 2014

Nachhaltige Anlageprodukte haben in Deutschland seit einigen Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen. „Immer mehr Kunden fragen bei Ihrem Finanzdienstleister“, berichtet Monika Müller von FCM Finanz Coaching aus Wiesbaden, „nach ethisch und ökologisch einwandfreien Fonds. Die Anbieter bemühen sich um Transparenz und Vielfalt.“

Doch genauso wichtig sei es, auf „Nachhaltigkeit“ bei dem Entscheidungs- und Beratungsprozess zu achten. „Das kommt häufig noch zu kurz“, stellt die Expertin aus Wiesbaden fest.

Was macht eine Anlageentscheidung nachhaltig? „Betrachten Sie jede Anlageentscheidung im Gesamtkontext Ihrer finanziellen Situation. 5000 € einmalig anlegen, wenn dies Ihr gesamtes freies Vermögen darstellt, muss anders betrachtet werden, als wenn dieser Betrag ein Teil eines großen Vermögens von vielleicht 50.000 € darstellt. In jedem Fall ist es wichtig,“ so Müller, „das Risiko sorgfältig zu verteilen.“

Das Ziel einer Anlageentscheidung sollte gut bedacht werden. Ein Ziel könnte sein, gibt Müller ein Beispiel: Ich möchte „meiner Enkelin die Zukunft schenken“. Dann bedeutet dies, so Müller, „dass Sie den Betrag über einen sehr langen Zeitraum anlegen und damit Ihrer Enkelin ein Vermögen aufbauen möchten. Das Ziel: ein sorgenfreies Leben im Alter. Bei einem so langen Anlagehorizont ist die Wahl des geeigneten Produktes von großer Bedeutung.“

Warum? Besonders bei einem langen Zeithorizont beeinflusse der Zinszinseffekt den Erfolg der Anlage. „Rechnen Sie doch mal selbst aus, was aus 5000 € bei 3% Verzinsung in 60 Jahren – oder bei 6%, in 60 Jahren werden. Überrascht? Ein Sparbuch mit 1,5% Zinsen erhöht dagegen das Risiko des Kaufkraftverlusts. Bei einem Fonds schmälern die Kosten den Gewinn“.

Die finanzielle Risikobereitschaft messen, das ist die Grundlage für nachhaltige Entscheidungen. „Doch wie sorgfältig Sie auch planen: Kontext, Ziele und Kosten können sich ändern. Deshalb müssen ganz besonders nachhaltige Finanzentscheidungen auf etwas aufbauen, das Bestand hat: Und das ist die finanzielle Risikobereitschaft eines Menschen.“

Die finanzielle Risikobereitschaft eines Menschen ist ein relativ stabiles Persönlichkeitsmerkmal. Die Erfahrung der Finanzpsychologin Monika Müller zeigt: Wer das Risiko bei seiner Anlageentscheidung so wählt, dass es gut zu ihm passt wie ein gut sitzendes Kleidungsstück, der ist mit dieser Entscheidung auch langfristig zufrieden. „Zu viel Risiko macht unruhig, zu wenig aber auch. Nur wer eine getroffene Entscheidung auch durchhalten kann, bekommt den Ertrag, den ihm sein Produkt verspricht.“

Wer seine persönliche, finanzielle Risikobereitschaft kennenlernen will, kann diesem Link zu einem kostenfreien Angebot von FinaMetrica: www.riskprofiling.com/gruenvoll folgen und eine Einschätzung vornehmen. FinaMetrica ist spezialisiert auf finanzielles Risikoprofiling und arbeitet mit FCM Finanz Coaching als Partner in Deutschland zusammen.

Monika Müller von FCM Finanz Coaching ist Referentin der Theodor-Heuss-Akademie auf dem kommenden Seminar “Nachhaltigkeitsrating”. Dazu lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ein. Die Veranstaltung findet vom 09. – 11. Mai 2014 in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach statt. Das Detailprogramm findet sich auf der Homepage der Stiftung unter folgendem Link: https://shop.freiheit.org/#!/events/id/qefmv Anmeldungen direkt an Frau Bärbel Beer, baerbel.beer@freiheit.org.

Themen: Nachhaltigkeitsrating, Risikoprofiling | Kein Kommentar »

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