€uro-FundAwards an Comgest

Von Dr. Oliver Everling | 11.Februar 2019

Die internationale Fondsgesellschaft Comgest ist bei der Finanzen-Nacht in München im Rahmen der €uro-FundAwards am vergangenen Freitag erneut mehrfach ausgezeichnet worden. Neben einem dritten Platz in der begehrten Kategorie als „Fondsboutique des Jahres“ hat vor allem die breite Produktpalette bei der Bewertung überzeugen können.

Auszeichnungen erhielten unter anderem die beiden Europa-Fonds Comgest Growth Europe Smaller Companies (IE0004766014) und Comgest Growth Europe Opportunities (IE00B4ZJ4188), der Comgest Growth World (IE0033535075) sowie der Comgest Growth China (IE0030351732). Der Comgest Growth Japan (IE0004767087) konnte in allen untersuchten Zeiträumen über ein, drei, fünf und zehn Jahre überzeugen.

Der „Oscar der Finanzbranche“ wird seit 25 Jahren verliehen, seit 2009 wird die „Fondsboutique des Jahres“ gekürt. Comgest hat in dieser Kategorie in den letzten Jahren viermal in Folge den ersten Platz belegt – so oft wie kein anderer Anbieter.

Bewertungsgrundlage für die neuesten Auszeichnungen sind die €uro-Fonds-Noten des Finanzen-Verlages, die das Rendite-Risiko-Profil der jeweiligen Fonds für die vergangenen vier Jahre messen. Auf der Notenskala von 1 bis 5 (1 = sehr gut, 5 = ungenügend) konnte Comgest die Durchschnittsnote 2,53 erzielen. Die Fonds von Comgest tragen demnach mehrheitlich gute bis sehr gute Noten.

„Wir sind mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Die mehrfachen Auszeichnungen für unsere Strategien zeugen nicht nur von der besonderen Qualität unseres Fondsmanagements. Sie sind vor allem eine Bestätigung unseres Quality-Growth-Ansatzes. Diese von uns bereits seit mehr als 30 Jahren konsequent verfolgte Anlagephilosophie setzt auf Unternehmen, die langfristig ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum erzielen“, so Thorben Pollitaras, Deutschland-Geschäftsführer von Comgest.

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Fakten zu Logistik- und Industrieimmobilien 2018

Von Dr. Oliver Everling | 11.Februar 2019

Der deutsche Markt für Logistik- und Industrieimmobilien schließt das Jahr 2018 mit einem Umsatzrückgang ab. Insgesamt wechselten hier Objekte für rund 6,7 Mrd. Euro den Eigentümer – das sind 28 % weniger als im Vorjahr. Der Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre wurde dennoch übertroffen (5,0 Mrd. Euro). „Insgesamt beobachten wir auch weiterhin, dass die Assetklasse am institutionellen Investmentmarkt an Relevanz dazugewinnt. Der Fokus der Investoren liegt dabei nach wie vor auf den Top-7-Logistikregionen der Bundesrepublik“, konstatiert Matti Schenk, Senior Consultant Research Germany bei Savills. 2018 entfiel mit rund 2,9 Mrd. Euro ein Anteil von 43% des Transaktionsvolumens auf diese sieben Regionen.

Während der wachsende Online-Handel Taktgeber und Treiber des Logistiksegments bleibt, deuten zahlreiche Frühindikatoren auf ein verschlechtertes realwirtschaftlichen Umfeldes hin, insbesondere die außenwirtschaftlich. Die Nachfrage an Industrie- und Logistikflächen kann aufgrund des langfristigen strukturellen Wachstums des Logistiksektors dennoch weiterhin ansteigen. „Allem voran der Bedarf an Flächen mit über 5.000 m² wächst, Transportunternehmen sorgen für sehr viel Dynamik, da sie am meisten Fläche absorbieren“, sagt Peter Salostowitz, Geschäftsführer beim Beratungsunternehmen IndustrialPort, das den Logistik- und Industrieinvestmentmarkt in Deutschland gemeinsam mit Savills analysiert. „Zudem steigt die Nachfrage nach Neubauprojekten immens, da sie im Vergleich zu Bestandsimmobilien aufgrund besserer Flächen- und Energieeffizienz im Unterhalt günstiger sind.“ Zuletzt gab es mit einem Anteil von über 50 % mehr spekulative Bauten als bisher.

„Auf Seiten der Investoren werden Gewerbeparks relevanter. Sie sind zwar aufgrund diversifizierter Nutzerstrukturen und laufenden Instandhaltungsmaßnahmen mit einem relativ hohen Asset Management-Aufwand verbunden, bergen dadurch aber auch reichlich Wertsteigerungspotenziale“, stellt Bertrand Ehm, Director Industrial Investment bei Savills, fest. Mit dem Visio in München, dem Kodak-Areal in Stuttgart und der Clinton-Zentrale nahe Berlin waren drei Verkäufe dieses Teilsegments unter den Top-20-Transaktionen des vergangenen Jahres, sodass insgesamt ein Volumen von 735 Mio. Euro umgesetzt wurde – ein Anteil von rund 11 % am Gesamtumsatz und ein Plus von 54 % gegenüber dem Vorjahreswert. In den Top-7-Regionen entfielen sogar etwa 22 % auf diese Objektklasse.

Die Renditen sind im vergangenen Jahr nochmals deutlich zurückgegangen. Während die Spitzenrendite gegenüber dem Vorjahr um 50 Basispunkte auf nunmehr 4,2 % fiel, ging die Durchschnittsrendite um 30 Basispunkte auf 5,3 % zurück. „Für das laufende Jahr ist allerdings damit zu rechnen, dass die Renditekompression sich spürbar abschwächt. Eine Folge der langsameren Renditekompression dürfte ein stärkeres Mietwachstum in den Kernlagen sein, da die Projektentwickler die steigenden Grundstücks- und Baukosten nicht mehr in Form von höheren Exit-Faktoren an die Endinvestoren weiterreichen können“, so die Prognose von Ehm. „Für das laufende Jahr ist absehbar, dass viele institutionelle Investoren den Logistikimmobilienanteil in ihrem Portfolio erhöhen möchten. Dies spricht dafür, dass auch im Jahr 2019 mit einem überdurchschnittlichen Transaktionsvolumen zu rechnen ist.“

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Digitalisierung ist mehr als KI, Cloud & Co

Von Dr. Oliver Everling | 7.Februar 2019

Experten aus dem Finanzsektor treffen sich am 27. März in Frankfurt am Main zur Fachkonferenz „Finanzdienstleister der nächsten Generation“. Die Veranstaltung steht dieses Frühjahr unter dem Motto „Digitalisierung: mehr als KI, Cloud & Co“. Im Mittelpunkt stehen Transformationsprozesse, neue Geschäftsmodelle, FinTech-Innovationen und Risikoaspekte, die den Finanzsektor im Zuge des digitalen Wandels mehr und mehr bestimmen.

Die Veranstaltung findet seit 2013 jährlich auf dem Campus der Frankfurt School of Finance & Management statt und zählt damit zu den traditionsreichsten Events zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum.

Das abwechslungsreiche Programm gestalten Führungskräfte aus Banken, Experten aus IT-/Beratungsunternehmen und FinTech-Startups, die ihre innovativen Strategien und Konzepte vorstellen. Neben Keynotes, Workshops und Vortragsreihen wird diesmal ein Programmelement „FinTechs on Stage“ geboten, in dem sich junge Anbieter von Finanzdienstleistungen kritischen Fragen stellen. Die „Höhle der Löwen“ lässt grüßen.

Einige Beispiele aus dem Programm: Laura Wirtz, Head of Strategy der ING, berichtet, was agiles Arbeiten für eine Bank bedeutet und wie der Weg dorthin aussieht. René W. Keller, Group Chief Data Officer & Group Head of Innovation der Deutschen Bank, beschreibt die Herausforderungen an das Bankgeschäft in der digitalen Welt. Und Michael Koßmehl und Dr. Marie-Luise Sessler, Gründer des innovationLabs der Frankfurter Sparkasse, zeigen dem Publikum, wie sich – analog zur Online-Partnervermittlung – per Matchingalgorithmus der passende Bankberater finden lässt.

Das vollständige Programm ist unter dem Link www.fs-verlag.de/fdl online einzusehen. Bis zum 28. Februar gilt ein vergünstigter Frühbucherpreis.

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Musterfeststellungsklage gegen Top-Ratings

Von Dr. Oliver Everling | 7.Februar 2019

Mit einer Musterfeststellungsklage will die Schutzgemeinschaft für Bankkunden e.V. klären, ob Verbrauchern, die im Vertrauen auf Top-Bewertungen seitens der Musterbeklagten Schuldverschreibungen erworben haben, Schadensersatzansprüche gegen die Musterbeklagte zustehen. Die Musterklägerin nimmt die Bisnode Deutschland GmbH als Musterbeklagte in Anspruch.

Die Musterbeklagte und ihre Rechtsvorgängerin, die Hoppenstedt Kreditinformationen GmbH, bewerten bzw. bewerteten u.a. Unternehmen, schreibt das Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Az. 24 MK 1/18. In den Jahren 2011-2013 vergaben sie an die Unternehmen Future Business KGaA, Provasus AG sowie ecoConsort AG sog. „Top-Ratings“ mit einer Ratingnote „1“ und bestätigten schriftlich, dass alle drei Unternehmen „zu den bestbewerteten Unternehmen Deutschlands“ gehören. Zur Begründung verwiesen sie unter anderem darauf, dass diese Unternehmen über eine erstklassige Bonität, eine exzellente Darstellung des Finanzwesens und über strukturierte Geschäftsabläufe verfügten.

Die drei Unternehmen fungierten als Immissionshäuser. Sie refinanzierten sich über die Ausgabe von Orderschuldverschreibungen und Genussrechten sowie die Aufnahme von Nachrangdarlehen. Zum Vertrieb ihrer Anlageprodukte nutzten sie die Bewertungen der Musterbeklagten bzw. der Rechtsvorgängerin. Über alle drei Unternehmen wurde im April 2014 das Insolvenzverfahren eröffnet.

In dem Musterfeststellungsverfahren soll geklärt werden, ob Verbrauchern, die Orderschuldverschreibungen, Genussrechte sowie Nachrangdarlehen der drei Unternehmen erworben haben, Schadensersatzansprüche wegen unzutreffender Bewertungen in den „Top-Ratings“ zustehen. Es werden drei Hauptfeststellungsziele und 189 Unterfeststellungsziele verfolgt.
Das OLG wird zunächst darüber entscheiden, ob eine öffentliche Bekanntmachung in dem beim Bundesamt für Justiz geführten Register für Musterfeststellungsklagen erfolgen wird (§ 607 ZPO).

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Die Scheinkrise

Von Dr. Oliver Everling | 25.Januar 2019

„Die Scheinkrise“ ist der Titel des neuen Buches von Kay Bourcarde und Karsten Herzmann im Wochen Schau Verlag. Der kluge Kerngedanke des Buches dreht sich um einen „exponentiellen Irrtum“ von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Dieser Irrtum präge unser Handeln umfassend, schreiben die Autoren, „so umfassend, sei es auf der übergeordneten politischen Ebene, sei es auf der individuellen Ebene der einzelnen ökonomischen Akteure. Wollte man versuchen, dies in einer Quintessenz zusammenzufassen, ließe sich sagen: Unsere Erwartungen sind exponentiell, doch wir sind gefangen in einer linearen Welt – und weder das eine noch das andere ist uns richtig bewusst“.

Entsprechend diskutieren die Autoren in ihren einleitenden Kapiteln ausführlich die „alternativlosen“ Wachstumsziele, die sich Regierung um Regierung praktisch seit vierzig Jahren setzt und sich zugleich fast stets im Krisenmodus sieht, denn kaum eines der offiziellen Wachstumsziele wurde in den letzten Jahrzehnten erreicht. Die Verfehlung der Wachstumsziele wird mit „Krise“ gleichgesetzt. Hier setzt die Kritik der Autoren an, daher der Titel des Buches, „Die Scheinkrise – Warum es uns besser geht als je zuvor und wir dennoch das Gefühl haben zu scheitern“.

Korrekt zeigen die Autoren den Zusammenhang zwischen Wachstumszielen und staatlicher Verschuldung auf. Indem der Staat seine Sozialtransfers usw. auf Pump finanziert, addiert er nicht nur die Schuldenlast für die nächste Generation, sondern treibt auch durch den Zinseszinseffekt die Last mit Turbo nach oben.

Leider erwähnen die Autoren nicht den „Josephspfennig“, durch den eine schon im 18. Jahrhundert erfolgte, einfache Berechnung mit der Konsequenz bezeichnet wird, dass ein Staat eigentlich keine Schulden machen kann – ohne dass die Staatsverschuldung in Hyperinflation, Währungsreform, Enteignung, finanzieller Repression oder gar Revolution mündet.

Da die meisten Menschen ihre Altersvorsorge mit der Abgabe ihrer Wählerstimmen erledigt sehen und sich nicht mit eigenem Vermögensaufbau befassen wollen, spreizt sich die Gesellschaft zunehmend in solche Menschen, die durch Konsumverzicht sparen und von bescheidenen Renditen leben, und solchen, die ihren Lebensstandard dadurch hebeln, dass sie zur Miete wohnen, Autos leihen, Fernseher leasen und auf Kredit in Urlaub fahren – also kein Vermögen aufbauen.

Die politisch gewünschten Impulse von Riester-Rente usw. blieben aus, da mit sinkenden Renditen auch die mit Vorsorgeprodukten verbundenen Versprechen gebrochen wurden. Bourcarde und Herzmann zeigen auf, dass bei volkswirtschaftlichen Wachstumsraten unterhalb der Zinsberechnungen nicht auf Dauer damit gerechnet werden kann, dass die Renditeversprechen gehalten werden können.

Der Druck der Staatsverschuldung veranlasst jede Regierung zu einer Art Aktionismus, wie ihn Bourcarde und Herzmann beschreiben. Dieser besteht in einer ständigen Reformpolitik, eine Reform löst die andere ab, stets in der (vergeblichen) Hoffnung, nun – ergänzt um Subventionen, Sonderbedingungen, Zuschüsse, Steuerprivilegien, fiskalische Anreize usw. – die entscheidenden Wachstumsimpulse zu geben.

Bourcarde und Herzmann erkennen eine „zunehmende Gleichheit der Parteien“. „Die Logik des exponentiellen Irrtums führt zu einer tendenziellen Vereinheitlichung der politischen Zielsetzungen. Denn der Druck, die Wachstumsbedingungen zu verbessern und oder zumindest alles zu vermeiden, was sie noch weiter verschlechtern könnte, ist enorm und keine Partei in Regierungsverantwortung konnte sich ihm bislang entziehen.“

Dem Wähler dränge sich der Eindruck auf, „dass Parteien, gleich welcher Couleur, offensichtlich nicht über die nötigen Kompetenzen verfügen, um ein Ziel zu erreichen, das von ihnen selbst als herausragend wichtig für den Erfolg unserer Volkswirtschaft sowie der Gesellschaft als Ganzes bezeichnet wird.“ Bereits in den 1970er Jahren habe der Soziologe Jürgen Habermas postuliert, dass Legitimitätskrisen entstehen, sobald der Staat die Erwartungen seiner Bürger infolge einer Wachstumskrise nicht befriedigen könne. So komme es bei den Bürgern zu „fehlendem ökonomischen Urvertrauen“, formulieren Bourcarde und Herzmann.

Die Macht des Wachstumsparadigmas analysieren die Autoren auch aus wissenschaftstheoretischer Sicht, wie sie vom Wissenschaftsphilosophen Thomas Kuhn in seinem Buch „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ geschaffen wurde. Hier wie auch an vielen anderen Stellen beweisen die Autoren den Tiefgang bzw. die Gründlichkeit ihrer Überlegungen, ohne den Leser jedoch in seiner Lektüre mit wissenschaftlichen Formalismen zu belasten.

Bourcarde und Herzmann legen quasi nebenbei eine überzeugende Analyse für den fortschreitenden Niedergang der SPD vor. „Die Verzagtheit, mit der die Politik agiert, zieht sich quer durch die Parteienlandschaft, am deutlichsten zeigt sie sich aber am Beispiel der SPD. Für sie gingen, mehr noch als für alle anderen Parteien, Fortschritt und sozialer Ausgleich traditonellerweise Hand in Hand“. Wer eine überzeugende Begründung sucht für die „merkwürdige Erstarrtheit, mit der die Partei agiert“, wird im Buch von Bourcarde und Herzmann fündig.

Der wissenschaftlichen Ausrichtung der Autoren (Politologie, Psychologie, Jura, …) dürfte es geschuldet sein, dass die finanzwirtschaftliche Analyse der „Scheinkrise“ zu kurz kommt. So sollte es doch stärker ins Auge springen, dass die Staatsverschuldung nicht nur in Deutschland, sondern in fast allen Industriestaaten irreale Größenordnungen erreicht hat.

Allein in Deutschland ist vom deutschen Steuerzahler eine Last von mehr als 2 Billionen Euro zu tragen. Hierin sind latente Verpflichtungen, wie beispielsweise die Renten für Millionen Beamte, die Verschuldung von staatsnahen Betrieben, anderen öffentlichen Körperschaften usw. nicht eingerechnet. Eine Verzinsung mit 5 % würde die Last schon nach einem Jahr um weitere 100 Milliarden Euro steigen lassen. Selbst wenn beispielsweise alle Aktionäre der Deutschen Bank enteignet würden, um Zinsen in solcher Höhe auch nur für ein einziges Jahr aufzubringen, würde der Erlös nicht ausreichen. Enteignet man zusätzlich auch noch die Aktionäre der Commerzbank usw., wäre man auch noch nicht einmal in einem einzigen Jahr glatt. Die endlose Kumulation von Staatsverschulden ist so nicht zu bremsen.

Würden die Autoren die allokativen Effekte der Nullzinspolitik, die durch die überbordende Staatsverschuldung erzwungen wird, und die Ressourcenvergeudung durch Zombie-Unternehmen diskutieren, würde ihnen die Wahl des Titels „Die Scheinkrise“ für ihr Buch wohl nicht so einfach über die Lippen gehen und sie würden für ihr Buch eher einen Titel wie „Der Draghi-Crash“ wählen, wenn dieser nicht schon vergeben wäre.

Der gutgemeinte Vorsatz, sich psychologisch an „lineares Wachstum“ zu gewöhnen und sich wieder zu erlauben, „in Visionen zu denken“, wird nicht reichen, um die politischen Probleme zu lösen: Solange schuldenfinanzierte Versprechen die Wahlen entscheiden, lässt sich das Dilemma aus Wachstums- und Renditeerwartungen nicht lösen. Bleiben die Zinssätze Gegenstand planwirtschaftlicher Manipulation, verfehlen die wichtigsten Preise und Maßstäbe jeder Volkswirtschaft, nämlich Zinsen und Renditen, jede Wirkung für eine effiziente Allokation aller volkswirtschaftlichen Ressourcen.

 

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Bewusst gute Finanzentscheidungen

Von Dr. Oliver Everling | 15.Januar 2019

Finanzberater spüren: Hinter dem Beratungswunsch ihrer Kunden steckt oft viel mehr als die Suche nach dem passenden Finanzprodukt. Coaches merken: Berufliche und private Herausforderungen ihrer Klienten haben häufig mit Geld zu tun. Die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® verbindet beides: sie ist eine fundierte Coachingausbildung und vermittelt darüber hinaus ein vertieftes Verständnis für Geld und Risiko. Joachim König, Sinsheim, hat am 01. Januar 2019 die Zertifizierung zum FCM Finanz Coach® erlangt.

Unabhängige Berater, Vermögensverwalter und Führungskräfte von Banken und Finanzdienstleistern, die die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® anstreben, haben Interesse an Menschen und sind begeistert von Finanzen. Sie möchten, dass Ihre Klienten und Mitarbeiter das gesamte Potential, das sie in sich tragen, zum Erreichen einer Lösung nutzen. Dazu sind sie bereit, Finanzcoaching von der Pike auf zu lernen.

Die Coachingausbildung wird von Monika Müller, selbst Master Certified Coach (ICF) und seit fast 20 Jahren Geschäftsleiterin von FCM Finanz Coaching, angeboten. In 8 Seminaren über 18 Monate verteilt erlernen die Teilnehmer Fragen und Interventionen, um Geld, Finanzen und Finanzentscheidungen als zentrale Themen im Coaching zu adressieren.

Joachim König aus Sinsheim hat als einer der ersten Teilnehmer der Ausbildung das Zertifikat erhalten. Dafür war ein umfangreicher Prozess nötig, der neben der Reflexion der eigenen Entwicklung als Finanzentscheider und Finanzcoach auch die Evaluation von eigenen Coachings gemäß der Standards der 11 Kernkompetenzen der ICF (International Coach Federation) beinhaltet.

„Im Coaching zu erleben, wie der Coachee durch wirkungsvolle Fragen zu seiner Finanzentscheidung findet, ist wunderbar. Die Begegnung auf Augenhöhe von Finanzcoach und Coachee macht beide zu Gewinnern. Die Ausbildung hat mir bewusst gemacht, dass die Menschen für sich selbst die besten Finanzexperten sind. Finanzcoaching schafft Klarheit und wirkt befreiend für den Coachee“ sagt Joachim König.

Sicherheit bedeutet, bewusst gute Finanzentscheidungen zu treffen. Zu dieser Veränderung tragen FCM Finanz Coaches® wie Joachim König mit seiner neuen Dienstleistung bei.

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Für die Kunst eines Ratings von Kunst

Von Dr. Oliver Everling | 14.Januar 2019

Die Universität von Luxenburg und ihr Kompetenzzentrum bieten in Zusammenarbeit mit Christie’s Education ein neues, zweiwöchiges Executive Education Programme an „Owning and Investing in Art: Opportunities, Challenges, and Risks.“

Für ausgewiesene Experten ist gesorgt, sowohl von der Fakultät als auch aus der Praxis. „The programme is unique in its approach to art, law and finance. It includes field visits to The European Art Fair (TEFAF) and to the Masterpiece London Art Fair, Christie’s auction house and art galleries“, heißt es aus der renommierten Hochschule dazu.

Contact info: Kerstin Fuhrmeister, Project Manager University of Luxembourg Competence Centre, +352 26 15 92 37, mailto:art-finance@uni.lu

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Zinsanstieg drückt Ratings

Von Dr. Oliver Everling | 8.Januar 2019

Die Fondsmanager für Staats-, Unternehmens- und Schwellenländeranleihen bei Aviva Investors werfen einen Blick auf potenzielle Treiber der Anleihemärkte 2019.

„Ewird wichtiger denn je sein,“ schreiben die Fondsmanager, „die Finanzlage einzelner Unternehmen ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Dies liegt vor allem daran, dass Unternehmen außerhalb der Finanzbranche in den vergangenen Jahren Anleihen in Rekordhöhe emittiert haben.“ Mit steigenden Zinsen würden viele dieser Unternehmen Schwierigkeiten bekommen, die Schulden unter Kontrolle zu halten.

Seit Jahren schon warnt Dr. Markus Krall von Goetz Partners vor den Konsequenzen einer steigenden Zahl von „Zombie-Unternehmen“, die unter marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht überlebensfähig wären, da sie derzeit von der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank profitieren.

„Die Bonität vieler mit A und BBB bewerteten Unternehmen hat sich bereits verschlechtert“, beobachten die Fondsmanager für Staats-, Unternehmens- und Schwellenländeranleihen bei Aviva Investors. „Bis vor kurzem haben sich Ratingagenturen nachsichtig gezeigt, aber das ändert sich gerade. Während Investoren in der von QE geprägten Welt gerne bei Anleihen zugegriffen haben, könnten mit steigenden Leitzinsen Herabstufungen und Kursverluste für die am stärksten gefährdeten Unternehmen drohen.“

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AR und Vorstand bei DEFAMA einig

Von Dr. Oliver Everling | 19.Dezember 2018

Der Aufsichtsrat der Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) stimmt dem Umbauplanung des Vorstands für das EKZ Radeberg mit einer Investitionssumme von 8,5 Mio. € zu. Geplanter Baubeginn ist im Juli 2019. Durch den Umbau soll sich die annualisierte Jahresnettomiete des Objekts von derzeit 760 T€ auf mehr als 1,3 Mio. € fast verdoppeln. Erste Mietverträge wurden hierfür bereits unterzeichnet. Der Bauantrag wurde Anfang Oktober gestellt.

Der Vorstand geht davon aus, die Immobilie nach Vorliegen der Baugenehmigung und Abschluss aller wesentlichen Mietverträge im Wege eines Forward-Deals veräußern zu können. Erste potenzielle Käufer haben bereits ihr Interesse bekundet. Die Gesellschaft erwartet auf Basis eines marktüblichen Mietpreis-Faktors aus dem Verkauf einen außerordentlichen Ertrag im hohen einstelligen Millionenbereich.

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den im Oktober des kommenden Jahres auslaufenden Vorstandsvertrag von Matthias Schrade vorzeitig um fünf Jahre bis zum 31. Oktober 2024 verlängert. In die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde zudem eine Altersgrenze von 72 Jahren für Wahlvorschläge zum Aufsichtsrat aufgenommen. Die Amtszeit des amtierenden Aufsichtsrats dauert bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das das Geschäftsjahr 2019 beschließt.

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Professionalisierung durch Finanz Coaching

Von Dr. Oliver Everling | 17.Dezember 2018

Hinter einem Beratungswunsch steckt oft viel mehr als die Suche nach dem passenden Finanzprodukt. Berufliche und private Herausforderungen haben häufig mit Geld zu tun. Die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® ist eine fundierte Coachingausbildung und vermittelt darüber hinaus ein vertieftes Verständnis für Geld und Risiko.

Berater und Führungskräfte von Banken und Finanzdienstleistern, die die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® anstreben, haben Interesse an Menschen und sind begeistert von Finanzen. Jürgen Herter zum Beispiel, Leiter Private Banking bei der Walser Privatbank in Riezlern, hat am 01. Dezember 2018 die Zertifizierung zum FCM Finanz Coach® erlangt. Er möchte, dass seine Klienten und Mitarbeiter das gesamte Potential, das sie in sich tragen, zum Erreichen einer Lösung nutzen. Dazu ist er wie andere Profis bereit, Finanzcoaching von der Pike auf zu lernen.

Die Coachingausbildung wird von Monika Müller – selbst Master Certified Coach und seit fast 20 Jahren Geschäftsleiterin von FCM Finanz Coaching – angeboten. In 8 Seminaren über 18 Monate verteilt erlernen die Teilnehmer Fragen und Interventionen, um Geld, Finanzen und Finanzentscheidungen als zentrale Themen im Coaching zu adressieren.

Jürgen Herter, Walser Privatbank, hat als einer der ersten Teilnehmer der Ausbildung das Zertifikat erhalten. Dafür war ein umfangreicher Prozess nötig, der neben der Reflexion der eigenen Entwicklung als Finanzentscheider und Finanzcoach auch die Evaluation von eigenen Coachings gemäß der Standards der 11 Kernkompetenzen der ICF (International Coach Federation) beinhaltet.

„Gerade bei Generationen übergreifenden Vermögensfragen können sich unsere Kunden gut vorstellen, Finanzcoaching – ergänzend zu unserer Beratung – in Anspruch zu nehmen. Dies ist das Ergebnis unserer gerade durchgeführten Kundenkonferenz. Mir persönlich hat die Ausbildung geholfen, meine Kunden noch besser in ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen“, sagt Jürgen Herter.

Sicherheit bedeutet bewusst gute Entscheidungen zu treffen. Dazu tragen FCM Finanz Coaches® wie Jürgen Herter mit dieser neuen Dienstleistung bei.

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen. Seit Ende der 1980er Jahre arbeiten wir daran und deshalb gibt es seit 1998 diesen Blog. RATING EVIDENCE GmbH - Wofür wir stehen: Es ist unser Anspruch, Werte zu schaffen, indem wir den Nutzen von Ratings erschließen.