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Planung und Betrieb von Logistiknetzwerken

Von Dr. Oliver Everling | 20.August 2013

Der Entschluss eines Verlages, ein Buch in eine zweite Auflage zu bringen, ist oft ein Indiz für nachhaltiges Leserinteresse. So auch für diese neu bearbeitete und erweiterte Auflage des Buches im Springer Verlag von Knut Alicke zum Thema „Planung und Betrieb von Logistikunternehmen – Unternehmensübergreifendes Supply Chain Management“ (ISBN 3-540-22998-1, www.springer.de).

Das Buch von Alicke ist inzwischen ein Zwitter aus Herausgeber- und Autorenwerk, da Alicke Beiträge von Oliver Eitelwein, Andreas Muschik und Jan Schuppener sowie Felix Lindemann aufnahm. Teil I widmet sich dem unternehmensübergreifenden Supply Chain Management (SCM), Teil II den Implikationen des SCMs auf strategische Unternehmensentscheidungen, Teil III den „loosely coupled value nets“ in der High-Tech Industrie sowie Teil IV der Frage nach den Zukunftsperspektiven, „Quo vadis Supply Chain Management“.

Das Buch wurzelt in der Lehrtätigkeit von Priv.-Doz. Dr.-Ing. Knut Alicke, der einem Lehrauftrag an der Universität Karlsruhe (TH) für SCM nachgeht. Wie für Berater von McKinsey & Company wohl nicht untypisch, erzählt des Buch nicht bloß aus der Praxis, sondern stellt auch innovativere Lösungsansätze vor. Der Leser wird nicht mit überbordenden Fußnotenapparaten belastet, dennoch hält das Buch wissenschaftlichen Ansprüchen stand.

Die finanzwirtschaftliche Dimension des Supply Chain Managements, in der sich auch Ratingaspekte, insbesondere das Lieferantenrating, wiederfinden würden, bleiben in diesem Titel ausgeklammert. So wird zwar der Finanzfluss der Supply Chain und die Wertverteilung, also die Umsätze und Gewinne, die von den Unternehmen entlang der Supply Chain – abhängig von den vorherrschenden Austauschbeziehungen – erwirtschaftet werden, angesprochen, aber nicht durch Scoring und Rating von Zulieferern oder Outsourcingnehmern elaboriert.

„Eine zentrale Motivation von Outsourcing-Projekten liegt in der Bemühung, die Kernkompetenzen von Unternehmen nutzbar zu machen und möglicht für jede Teilaufgabe der Wertschöpfungskette den entsprechenden Spezialisten einzusetzen“, schreiben Muschik und Schuppener zum Hintergrund der „loosely coupled value nets“. Die Vision bestehe in der flexiblen Rekonfiguration der Kompetenzen unterschiedlicher Unternehmen je nach Marktanforderungen. Das Buch zeigt u.a. auf, unter welchen Voraussetzungen und Einflussfaktoren und mit welchen Instrumenten diese Vision in die Praxis umzusetzen ist.

Themen: Lieferantenrating | Kein Kommentar »

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