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Qualitätsbeurteilung in der Vermögensverwaltung

Von Dr. Oliver Everling | 26.November 2014

Der Spracher der Geschäftsführung der BHF TRUST Management Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH, Dr. Manfred Schlumberger, gibt auf dem Managementforum Vermögensverwaltung des Frankfurt School Verlags einen Überblick über die führenden Ansätze zur Beurteilung und Klassifizierung von Vermögensverwaltungen in Deutschland.

An erster Stelle nennt er den etablierten Depotleistungsvergleich, der von der spezialisierten firstfive AG angeboten wird. Die Vorteile dieses Ansatzes sieht Schlumberger in der kennzahlenbasierten Analyse der Verwaltungsleistung.

Schlumberger kommt auf das MMD-Ranking zu sprechen, einem Ranking für vermögensverwaltende Fonds auf der Grundlage einer Fondsdatenbank mit mehr als 1.500 vermögensverwaltenden Fonds. Rankings werden hier über 1, 3 und 5 Jahre gebildet. Die Beschränkung auf VV-Fonds mindere aber die Repräsentativität des Rankings.

Ein Vermögensmanager-Ranking liefert der FuchsBriefe Report. Beratungsgespräch, Vermögensstrategie, Transparenz und Portfolioqualität sind Dimensionen dieses Ratings nach Punktzahl im Verhältnis zur Bestleistung.

Einen weiteren Versuch der umfassenden Beurteilung der Vermögensverwaltung sieht Schlumberger im „Elite Report“, der ebenfalls ein Punktesystem liefere. 45 gewichtete Kriterien summieren sich hier zu maximal 600 Punkten. Schlumberger skizziert die Probleme, die mit 740 Testbesuchen, Praxis-Erfahrungsberichten, Analysen von Beschwerden und der Auswertung von Anlagekonzepten einhergehen.

Schlumberger spricht auch die Transparenzberichte von Rödl & Partner an, in der es um Zuverlässigkeit in der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben nach z.B. SGB IV, MündelsicherheitInformationen über eingesetzte ProdukteInformationen über Anlagestruktur des Fonds / Anlageklassen / Emittentenbonität / Laufzeiten, Informationen über Kosten und Gebühren, Informationen über Fondspreis und Wertentwicklung zum Stichtag, Einhaltung von WertuntergrenzenInformationen über anlegerorientierte Rendite- und Risikokennzahlen geht.

„FuchsBriefe und Elite Report liefern primär Hinweise auf die Beratungsqualität im Privatew  Banking bzw. bei freien Vermögensverwaltern.  Wer Informationen über die konkrete Performancequalität einer Vermögensverwaltung sucht,“ rät Schlumberger, „kommt um firstfive (VV-Depots) und MMD (VV-Fonds) nicht herum. Rödl & Partner bietet Transparenzberichte an,“ fügt Schlumberger hinzu, „die für spezielle Zielgruppen (Stiftungen,w  öffentliche Einrichtungen) von Interesse sein können.“

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen. Seit Ende der 1980er Jahre arbeiten wir daran und deshalb gibt es seit 1998 diesen Blog. RATING EVIDENCE GmbH - Wofür wir stehen: Es ist unser Anspruch, Werte zu schaffen, indem wir den Nutzen von Ratings erschließen.