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Sorgen um überbordende Staatsverschuldung

Von Dr. Oliver Everling | 18.November 2010

Die Idee ist nicht neu und auch nicht originell, hinterlässt dennoch einen alarmierendem Eindruck: Neil Dwane, CIO Europe, RCM Allianz Global Investors, führt auf der „2010 Morningstar Investment Konferenz“ in Frankfurt am Main plastisch anhand von Stapeln von US-Dollars vor Augen, welche Dimensionen die Staatsverschuldung angenommen hat. War der Stapel der täglich „neu gedruckten“ Geldscheine einst einmal kleiner als der Mensch, verschwindet heute der Mensch in Relation zur Geldmenge zu einer winzigen Randfigur.

Dwane zeigt auf, dass die Korrelation der Aktienkursentwicklungen enorm zugenommen hat. „Wie heißt diese Korrelation?“, fragt Dwane rhetorisch und antwortet: „Die Korrelation heißt China.“ In China, dem wichtigsten Kfz-Markt der Welt, werden die Autos verkauft, von China wird auch der weitere Ressourcenverbrauch bestimmt. Daher sei es kaum erstaunlich, dass praktisch alle Branchen und Aktien heute von den Entwicklungen in China beeinflusst werden.

„Wir sehen US-amerikanische Aktien nicht als einen großartigen Ort, um dort zu sein“, berichtet Dwane. Im Moment könne man europäische Aktien unter ihren historischen Durchschnittswerten kaufen. Dwane zeigt sich besorgt über den krassen Preisanstieg bei Lebensmitteln. „Regierungen neigen dazu, zuerst ihre eigene Bevölkerung zu füttern“, warnt Dwane und weist auf die Risiken hin, die bei den Lebensmittelpreisen bedenklicher seien als bei den Rohstoffen.

Angebots- und Nachfrageanalysen seien unterschiedlich, je nachdem, von welchem Platz der Welt aus man diese analysiere. So müssen die divergierenden Alterspyramiden der Bevölkerungen in den verschiedenen Ländern berücksichtigt werden. Dwane erinnert an die Nachfrageeffekte der Generation der Baby-Boomers.

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