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Spekulation ums Rating der Travel24.com AG

Von Dr. Oliver Everling | 27.August 2012

Armin Schauer, CEO der Travel24.com AG, kündigt die Entwicklung von 25 Hotels in Touristenstädten an, so dass sich die Travel24.com AG zu einer eigenen Hotelkette entwickeln werde. Zu etwa der Hälfte der Hotels habe man bereits heute einen direkt Zugriff. „Budget Design Hotels profitieren von unserer extrem starken Vertriebskraft“, macht Schauer klar.

Bereits mit 43 % Auslastung werde der Breakeven erreicht, zu rechnen sei aber mit einer viel höheren Auslastung von rund 75 %, so dass dsich die neuen Häuser schon im ersten Jahr rentieren würden. Preisbewusstsein und Qualität seien nachhaltige Konsumententrends. Budget Design Hotels seien nach wie vor in einem fragmentierten und unterversorgten Marktsegment.

„Sie gehören zu den ersten, die unser neues Hotelzimmer sehen“, sagt Schauer mit Blick auf die Präsentation der neuen Hotelzimmer auf der DVFA Small Cap Conference in Frankfurt am Main. Im Durchschnitt werden mehr als 200 Zimmer gebaut. Die Gesellschaft hat im Rahmen des laufenden Investitionsprogrammes unmittelbar oder mittelbar bilanzwirksam 11,5 Mio. € investiert in die weitere Internationalisierung des Reisegeschäftes und den Erwerb der Hotelprojekte in Köln und Leipzig.

Mit einer Anleihe würden nur zusätzliche Möglichkeiten erschlossen, angewiesen sei man auf diese Mittel nicht, um erfolgreich den weiteren Entwicklungspfad des Unternehmens beschreiten zu können, sagt Thomas Gudel, CFO der Travel24.com AG. 2010 setzte die Gesellschaft 8,9 Mio. €, 2011 19 Mio. € und schon im ersten Halbjahr 2012 14 Mio. € um, erläutert Gudel. Allein aus dem operativen Bereich könne der Zins locker bedient werden, sagt Gudel.

Gudel setzt auf Outsourcing, denn nur das Kernteam, das das Portal betreibe, binde Personalaufwand. Ansonsten würden Callcenter-Aufgaben usw. an Externe vergeben. „In den letzten Monaten hat sich die Aktie der Gesellschaft im Vergleich zum DAX recht ordentlich“, kommentiert der CFO den Kurschart.

„Wir haben uns bewusst gegen ein Rating entschieden“, bekennt Gudel und setzt auf die Transparenz, die seine Gesellschaft den Anlegern gebe. Wie das Risiko einer Anlage in der Anleihe dieser Gesellschaft einzuschätzen ist, bleibt mithin der Spekulation überlassen. „Die Emittentin ist im Prime Standard börsennotiert“, das bringe eine erhöhte Transparenz. Da viele, insbesondere private Anleiheinvestoren nicht über ausreichende eigene analytische Ressourcen verfügen, um eine laufende Auswertung aller Veröffentlichungen der Gesellschaft im Kontext von Branchenkennzahlen und im Vergleich zu Wettbewerbern sicherzustellen, vermag eine höhere Transparenz allenfalls partiell das Rating durch eine anerkannte Agentur zu substitutieren.

Die Anleihe der Travel24.com biete eine Investition in den wachsenden Online-Reisemarkt mit einer Rendite von 7,5 %. Die Besicherung erfolge durch Verpfändung der Inhaberaktien der Travel24 Hotel AG. Die Risiken seien ausreichend gestreut und diversifiziert, beteuert der Vorstand.

Themen: Anleiherating, Hotelrating, Mittelstandsrating, Unternehmensrating | Kein Kommentar »

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