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Swiss Bond Congress stellt Bankanleihen in Frage

Von Dr. Oliver Everling | 26.September 2016

Eines der grössten Experimente der Finanzgeschichte – die Quantitative Easing-Programme – führt zu anhaltenden aussergewöhnlichen Zeiten. Auch Strafzinsen für Anleger sind ein Novum in der Historie. Der Brexit ist ein weiteres Ereignis, welches für Investoren bedeutsam bleibt. „Die Reihe liesse sich weiter fortsetzen. Es sind zahlreiche Entwicklungen, die es für künftige Anlageentscheidungen zu berücksichtigen gilt. Mit dem Swiss Bond Congress gaben wir den professionellen Anlegern und Risikomanagern Hinweise, um die Herausforderungen im Anleihensegment bestmöglich zu meistern. Dies geschah nicht einseitig durch Experten aus den Häusern Fisch und ICV, sondern auch durch Fachpräsentationen aus anderen Unternehmen, um deren Sichtweisen einfliessen zu lassen. Denn gerade Anleiheninvestoren benötigen Alternativen und Ideen, um im Tiefzinsumfeld erfolgreich Rendite zu erwirtschaften“, so Daniel Pfister, CEO von dem Kreditresearch-Unternehmen Independent Credit View I-CV.

Beim Swiss Bond Congress kamen Vertreter der UBS AG, der Zurich Insurance Group Ltd., der Sulzer AG und der BKW AG zu Wort und erläuterten in den Vorträgen ihre Credit Story und Unternehmensstrategien. Mehr als eine passende Ergänzung dazu waren die Ausführungen von Daniel Stelter, unabhängiger und Ökonom sowie Bestsellerautor aus Deutschland.

Stelter sorgte mit seinen pointierten Aussagen für Unterhaltung und interessante Sichtweisen. Er äusserte sich eindeutig: „Es gibt aktuell keinen Grund, um in Anleihen von Banken zu investieren.“ Zudem prangerte er offen die globale Schuldenproblematik an, deren Auswirkungen noch sehr schmerzhaft werden können. Zehn Jahre Krise oder zehn Jahre vor der Krise Neben der Vortragsreihe fanden erstmals parallel Workshops statt.

Swiss FinTech behandelte das Thema „Anlegen im Geld & Kapitalmarkt 3.0″ und I-CV-Experten widmeten sich thematisch der Erfüllung von Aufsichtsregeln sowie Schweizer Spitälern als Anlagewert und zeigten die Kreditanalyse im Praxistest. „Die Workshops kamen sehr gut an und wurden rege genutzt. Wir freuen uns generell sehr über die grosse Resonanz bei der achten Ausgabe unseres Kongresses seit dem Jahr 2003.“

Mit über 120 Gästen wurde eine Rekordteilnehmerzahl erreicht, so der Bericht aus Zürich. „Es zeigte sich, dass ein enormer Informationsbedarf bei den Bondinvestoren besteht und es klarer Analysen und Empfehlungen von unabhängiger Seite bedarf, um sinnvolle Anlageentscheidungen treffen zu können. Denn trotz aller vorgetragenen Bedenken bezüglich der (geld-)politischen Entwicklungen gibt es auch im momentanen Umfeld Opportunitäten“, so Pfister.

Themen: Anleiherating, Bankenrating | Kein Kommentar »

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