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Understanding German Real Estate Markets

Von Dr. Oliver Everling | 2.September 2012

Welches Buch kann man ausländischen Investoren empfehlen, die sich im deutsche Immobilienmarkt engagieren wollen? Deutschsprachige Titel scheiden als Empfehlung aus dem einfachen Grund oft aus, da die notwendigen Sprachkenntnisse nicht unterstellt werden können.

Manche Titel sind zwar „aktuell“, da oberfächlich, andere dagegen tiefgehend, aber schon veraltet. Die Lücke wird durch die Herausgeber Tobias Just vom DB Research der Deutsche Bank AG und Wolfgang Maennig von der Universtität Hamburg geschlossen: „Understanding German Real Estate Markets“ lautet der Titel aus dem Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2012 (ISBN 978-3-642-23611-2).

Das Buch liefert in englischer Sprache also alles, was ein Profi zum Einstieg braucht: Makroökonomisches Umfeld, rechtliche Rahmenbedingungen, Steuern und Subventionen, Finanzierung, einen umfassenden Überblick über die Assetklassen wie Wohnen, Büro, Einzelhandel, Hotel usw. bis hin zu Immobilien der Infrastruktur. 31 Experten sorgen für fachkundige Einblicke, von der Feri EuroRating Services, von Consultants, Banken, Immobilieninvestoren bis hin zu Wissenschaft. So werden neben Direktinvestments in Immobilien auch die verschiedenen Vehikel angesprochen, mit denen indirekt Immobilieninvestitionen in Deutschland ermöglicht werden.

Geschlossene Immobilienfonds werden beispielsweise von Dr. Helmut Knepel von der Feri EuroRating Services vorgestellt: Hier zeigt sich deutlich, wie viel spezielles Knowhow notwendig ist, um im deutschen Immobilienmarkt erfolgreich agieren zu können.

Das Buch erreicht eine breite Zielgruppe, da nicht nur Beiträge präsentiert werden, die bereits ein umfassendes Vorwissen voraussetzen, sondern auch solche, die an den deutschen Immobilienmarkt systematisch heranführen, Informationsquellen und Strukturen benennen und Besonderheiten aufzeigen, die zwar deutschen Lesern bekannt sein mögen, bei Lesern aus dem Ausland jedoch weniger bekannt sein dürften.

Obwohl von den Herausgebern nicht explizit angesprochen, eignet sich das Buch insbesondere auch für Studierende der Immobilienwirtschaft, beispielsweise im Rahmen von Post-Graduate-Programmen oder Zertifikatskursen für Praktiker: Für Lernende hat das Buch den Vorteil, sowohl einen umfassenden Überblick zu liefern, als auch mit dem speziellen immobilienwirtschaftlichen Vokabular im Englischen vertraut zu machen. Wer dieses Buch durchgearbeitet hat, wird kaum noch nach Übersetzungen der für die deutsche Immobilienpraxis eigenen Begriffe suchen müssen.

Themen: Fondsrating, Hotelrating, Immobilienrating, Pfandbriefrating | Kein Kommentar »

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen. Seit Ende der 1980er Jahre arbeiten wir daran und deshalb gibt es seit 1998 diesen Blog. RATING EVIDENCE GmbH - Wofür wir stehen: Es ist unser Anspruch, Werte zu schaffen, indem wir den Nutzen von Ratings erschließen.