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Transparenz als Wettbewerbsvorteil von Immobilien-Aktiengesellschaften

Von Robert Klusch | 23.September 2011

Frank Schaich, Vorstand der Fair Value REIT-AG (www.fvreit.de), beschäftigt sich in seinem Beitrag zu dem Buch „Transparenzrating – Wege zur effizienten Analyse und Bewertung der Rechnungslegung von Unternehmen“ (herausgegeben von Dr. Oliver Everling, Peter Schaub und Rolf Stephan, Gabler Verlag – Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, www.gabler.de, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-8349-3365-2) mit der Frage nach dem Stellenwert von Transparenz für Immobilien-Aktiengesellschaften.

Laut Schaich ist „das Schlagwort Transparenz in der Öffentlichkeit vor allem im Zusammenhang mit dem Thema Anlegerschutz präsent. Dies gilt umso mehr, wenn es sich um Unternehmen oder Anlageprodukte mit Bezug zum Immobilienmarkt handelt, denn der Immobilienbranche in Deutschland ist in unterschiedlichen Zusammenhängen immer wieder ein Mangel an Transparenz attestiert worden.“

„Die Transparenz deutscher Immobilien-Aktiengesellschaften ist in den vergangenen Jahren mehrfach Gegenstand von Untersuchungen gewesen.“ Der Autor stellt in seinem Buchbeitrag drei davon näher vor, „um damit einen Überblick zur Transparenz deutscher Immobilien-AGs zu vermitteln und zugleich auch typische Schwachstellen zu identifizieren.“ Erstens geht Schaich näher auf das Transparenzrating für Immobilien-AGs von der Feri Rating & Research AG ein. Anschließend setzt er sich mit dem Transparenzindex für Immobilien-AGs von der Expertengruppe Immobilien der DVFA auseinander. Zu guter Letzt präsentiert er eine Studie der cometis AG, die sich mit der Wahrnehmung deutscher Immobilien AGs durch Analysten und Investoren beschäftigt.

„Die Ergebnisse der in den vergangenen Jahren durchgeführten Untersuchungen zur Transparenz von Immobilien-AGs in Deutschland stimmen insofern überein, als sie unabhängig vom Zeitpunkt und von der gewählten Untersuchungsmethode stets zu dem Ergebnis kommen, dass in diesem Bereich noch erheblicher Nachholbedarf besteht“, so Schaich. „Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang vor allem die cometis-Studie, die die Diskrepanzen zwischen den Erwartungen von Investoren und der Berichtsqualität der Unternehmen besonders deutlich herausgearbeitet hat.“

Transparenz hilft einem Unternehmen dabei nicht nur um von Investoren am Kapitalmarkt besser bewertet zu werden und somit die Kapitalbeschaffungskosten zu reduzieren. Nach Schaich erweist sich „ein Maß an Transparenz, das die von außen an das Unternehmen gestellten Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern idealerweise noch weit mehr bietet, als nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil.“

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