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AIF kommen in Fahrt

Von Dr. Oliver Everling | 27.April 2015

Mit dem Ziel, auch im regulierten Markt den Gesamtmarkt der Beteiligungen für Privatanleger abzubilden, hat FERI EuroRating Services AG die Platzierungszahlen für 2014 und kumuliert Januar bis Februar 2015 der im Jahr 2014 vertriebszugelassenen Publikums-AIF gemäß KAGB und der genehmigten Vermögensanlagen nach Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) erfasst. Hierfür wurden die entsprechenden Kapitalverwaltungsgesellschaften / Initiatoren vom 04.03. bis zum 23.03.2015 befragt. Zu den gemeldeten Platzierungszahlen wurden auch eigene Schätzungen hinzugezogen.

„Die Ergebnisse sind auf den ersten Blick ermutigend, jedoch sind von Emissionshaus zu Emissionshaus deutliche Unterschiede in den Platzierungsvolumina zu erkennen. Auffällig ist, dass ein einziger AIF rund 46 Prozent des gesamten Platzierungsvolumens der ersten beiden Monate des Jahres 2015 stellt“, erklärt Christian Michel, Direktor und Teamleiter Fonds bei der FERI EuroRating Services. So wurde im Januar und Februar 2015 rund 232,4 Millionen Euro Eigenkapital bei privaten Anlegern eingeworben. Insgesamt haben Initiatoren bzw. Kapitalverwaltungsgesellschaften für 21 Publikums-AIF und acht Vermögensanlagen Platzierungszahlen gemeldet. Damit erreicht das Platzierungsvolumen bereits in den ersten beiden Monaten 2015 schon fast das gesamte Platzierungsvolumen des Vorjahrs von rund 268,3 Millionen Euro. 2014 wurden für 30 Fonds, davon 18 Publikums-AIF und zwölf Vermögensanlagen, Platzierungszahlen gemeldet.

Auf die nach wie vor dominierende Assetklasse Immobilien entfielen 2014 153,6 Millionen Euro bzw. 57 Prozent und von Januar bis Februar 2015 201,5 Millionen Euro bzw. 87 Prozent des platzierten Eigenkapitals. 2014 investierten die Anleger 31 Prozent davon in Wohnimmobilien, 24 Prozent in Büroimmobilien und 22 Prozent in Sozialimmobilien. Von Januar bis Februar 2015 investierten Anleger 35 Prozent dieses platzierten Eigenkapitals in Büroimmobilien, nur noch 24 Prozent in Wohn- und acht Prozent in Sozialimmobilien.

Auf die Assetklasse Spezialitäten entfielen 2014 als zweitstärkste Assetklasse rund 69,7 Millionen Euro bzw. 26 Prozent und von Januar bis Februar 2015 nur noch 6,7 Millionen Euro bzw. rund drei Prozent. Die Assetklasse Flugzeuge verzeichnete 2014 rund 21 Millionen Euro bzw. acht Prozent und von Januar bis Februar 2015 14,5 Millionen Euro bzw. sechs Prozent. Auf die Assetklasse New Energy kamen 2014 unterdessen rund 20,3 Millionen Euro bzw. acht Prozent und von Januar bis Februar 2015 rund 5,4 Millionen Euro bzw. zwei Prozent. Die Assetklasse Private Equity verzeichnete 2014 einen Anteil von 3,7 Millionen Euro bzw. ein Prozent und von Januar bis Februar 2015 einen Anteil von 4,2 Millionen Euro bzw. zwei Prozent.

Allein zwei US-Immobilienfonds (Publikums-AIF „JAMESTOWN 29″ und Vermögensanlage „TSO-DNL Active Property“) stellten 2014 rund 23 Prozent des gesamten platzierten Eigenkapitals bzw. 39 Prozent des platzierten Eigenkapitals aus der Assetklasse Immobilien. Von Januar bis Februar 2015 vereinigte alleine der Publikums-AIF „JAMESTOWN 29″ 46 Prozent des gesamten platzierten Eigenkapitals bzw. 53 Prozent des platzierten Eigenkapitals aus der Assetklasse Immobilien auf sich. Demzufolge entfielen 2014 auch 41 Prozent des platzierten Eigenkapitals aus der Assetklasse Immobilien auf USA-Immobilien. Deutsche Immobilien kamen zusammen auf 54 Prozent. Von Januar bis Februar 2015 entfielen sogar 66 Prozent des platzierten Eigenkapitals aus der Assetklasse Immobilien auf amerikanische Immobilien und nur noch 28 Prozent auf deutsche Immobilien.

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