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Chancen der „Silver Economy“

Von Dr. Oliver Everling | 9.März 2016

 „Die langfristige demografische Entwicklung ist unvermeidlich und wird große Veränderungen für unsere Gesellschaften und die ökonomischen Modelle mit sich bringen“, sagt Franca Perin, die bei Generali Investments den Bereich für sozialverantwortliches Investieren (SRI) verantwortet. So wächst die Zahl der über 60-Jährigen schneller als die Weltbevölkerung insgesamt und wird sich bis 2040 gegenüber heute verdoppeln. Der Anteil der über 60-Jährigen an der Weltbevölkerung wird in diesem Zeitraum voraussichtlich von heute 11 Prozent auf 17 Prozent ansteigen, was rund 1,7 Milliarden Menschen entspricht (Quelle: Population Division of the Department of Economic and Social Affairs of the United Nations Secretariat, World Population Prospectus, The 2012 Revision).

Zwei Faktoren sind nach ihrer Ansicht für diesen demografischen Trend ursächlich: eine steigende Lebenserwartung und Geburtenraten, die unterhalb der Reproduktionsrate liegen. „Die Folge ist, dass die Menschen nicht nur länger leben, sie wollen auch länger gesund sein und sich vergnügen, gleichzeitig haben sie andere Konsumgewohnheiten und vor allem die finanziellen Mittel, sich diese leisten zu können“, betont Perin. Die sogenannte „Grey Power“ verfügt über eine hohe Kaufkraft und einen wachsenden Anteil am Gesamteinkommen der Bevölkerung, was sich Unternehmen mit entsprechenden Produkten und Dienstleistungen gerne erschließen möchten. „Für Unternehmen, die sich an den speziellen Bedürfnissen einer alternden Bevölkerung ausrichten, sind höhere Wachstumsraten zu erwarten“, führt Perin weiter aus.

Generali Investments rät, die Chancen der „Silver Economy“ zu nutzen und hat dazu die neue SRI Ageing Population Investment Strategy entwickelt. Solide Unternehmen, die auf diese Chancen fokussieren und die ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufweisen, werden für das Portfolio ausgewählt, wenn sie die SRI-Kriterien erfüllen und überdurchschnittliche Erträge generieren. „Unser SRI-Ansatz zielt darauf ab, Unternehmen zu unterstützen, diesen wachsenden Markt zu bedienen, und sie gleichzeitig dazu zu bewegen, sich und ihr Management nachhaltig auszurichten“, erklärt die SRI-Expertin.

Generali Investments hat drei Grundpfeiler ausgemacht, die dafür geeignet sind, das Thema „alternde Gesellschaft“ aufzunehmen: Gesundheitswesen, Konsum sowie Versicherungen und Altersversorgung. Rund 450 Unternehmen werden daraufhin analysiert, ob sie zu diesen Grundpfeilern passen und gleichzeitig den SRI-Standards von Generali Investments entsprechen. Am Ende wird in rund 60 Aktien investiert. Derzeit verwaltet Generali Investments 28,6 Milliarden Euro unter Beachtung von SRI-Kriterien (Quelle: Generali Investments Europe S.p.A. Società di gestione del risparmio, Stand Ende 2015).

Themen: Fondsrating, Nachhaltigkeitsrating | Kein Kommentar »

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