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Gute Ergebnisse dank gutem Rating

Von Dr. Oliver Everling | 4.Februar 2015

Die Hannover Rück zeigt sich mit den Ergebnissen der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2015 angesichts des herausfordernden Umfelds weitgehend zufrieden, auch wenn die Ratenqualität des erneuerten Portefeuilles unter der des Vorjahres liegt. „Der Preisverfall war in vielen Märkten im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Gleichwohl konnten wir dank unseres guten Ratings und langjähriger Kundenbeziehungen recht gute Ergebnisse erzielen. Trotz unserer konsequenten selektiven Zeichnungspolitik haben wir unser Portefeuille stabil halten können“, erklärte Ulrich Wallin, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. Als besonders beständig erwiesen sich in dieser Erneuerung das deutsche und US-amerikanische Geschäft.

Die Vertragserneuerungsrunde war insbesondere durch einen deutlichen Trend hin zu höheren Selbstbehalten bei den Kunden gekennzeichnet. Dies lag daran, dass marktverändernde Großschäden auch 2014 nicht eingetreten sind und sich somit die Kapitalausstattung der Erstversicherer noch einmal verbessert hat. Ein zusätzlicher Druck auf die Preise, insbesondere im Naturkatastrophengeschäft, entstand unverändert durch den Zufluss von Kapital aus alternativen Märkten (ILS). „Dies führte in vielen Bereichen zu Ratenreduzierungen und teilweise zu Konditionsverschlechterungen. In Programmen, die 2014 von Schäden belastet waren,“ berichtet der Rückversicherer, „konnten jedoch auch Ratenerhöhungen erzielt werden. Dies galt insbesondere für Deutschland. Wenig preissteigernd ausgewirkt haben sich dagegen die signifikanten Schäden in der Luftfahrtsparte.“

Vom gesamten Vorjahresprämienvolumen in der Schaden-Rückversicherung (ohne fakultatives Geschäft und strukturierte Rückversicherung) in Höhe von 6.179 Mio. EUR standen zum 1. Januar 2015 knapp zwei Drittel der Verträge mit einem Volumen von insgesamt 3.988 Mio. EUR zur Erneuerung an, berichtet die Gesellschaft. Hiervon wurden Verträge im Umfang von 3.617 Mio. EUR verlängert, Verträge in Höhe von 371 Mio. EUR hingegen gekündigt bzw. in veränderter Form erneuert. Inklusive der Zuwächse von 350 Mio. EUR aus neuen Verträgen sowie in geringerem Umfang aus veränderten Preisen und Anteilen ergibt sich damit ein erneuertes Prämienvolumen von 4.023 Mio. EUR; dies entspricht einem Wachstum von 1 % bei unveränderten Wechselkursen.

Trotz der insgesamt weicheren Marktbedingungen in der Schaden-Rückversicherung geht die Hannover Rück von einem versicherungstechnischen Ergebnis aus, das im Bereich von 2014 bleiben sollte, sofern die Großschäden innerhalb der Erwartungen liegen. Angesichts ihrer sehr guten Positionierung im Rückversicherungsmarkt und ihrer hohen Qualität der Schadenreserven sollte die Gesellschaft, abhängig von der Großschadenlast in der Schaden-Rückversicherung, auch 2015 gute versicherungstechnische Ergebnisse erzielen können, obwohl sich die Ratenqualität im Rückversicherungsmarkt deutlich verschlechtert hat. Aufgrund der erwarteten Steigerung der Gewinne aus der Personen-Rückversicherung und eines erwarteten stabilen absoluten Ertrags aus den selbstverwalteten Kapitalanlagen ist die Hannover Rück zuversichtlich, die avisierten Gewinnziele zu erreichen.

Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet die Hannover Rück währungskursbereinigt mit einer stabilen bis leicht steigenden Bruttoprämie. Die Kapitalanlagerendite wird bei 3,0 % und der Nettokonzerngewinn in der Größenordnung von 875 Mio. EUR erwartet. Alle Aussagen stehen wie üblich unter dem Vorbehalt einer Großschadenbelastung im Rahmen des Erwartungswerts von 690 Mio. EUR sowie keiner unvorhergesehenen negativen Kapitalmarktentwicklungen.

Themen: Versicherungsrating | Kein Kommentar »

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