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Mit LIQID zu Renditen von Private Equity

Von Dr. Oliver Everling | 18.Oktober 2016

Der Start-up „LIQID“ bietet ab 100.000 Euro eine unabhängige, digitale Vermögensverwaltung an. „Nutzen Sie unsere intuitive Online-Plattform und die Erfahrung von HQ Trust, dem Multi Family Office der Familie Harald Quandt. Sie erhalten Zugang zu exklusiven Anlagestrategien und Finanzprodukten, die bislang einem ausgewählten Kreis hochvermögender Anleger vorbehalten waren.“

Christian Schneider-Sickert, LIQID-Mitgründer und Managing Director, erläutert in Frankfurt am Main das Konzept seiner neuen Gesellschafft, die bisher kaum Marketing betrieb und dennoch bereits eine größere Anzahl von Kunden gewinnen konnte. „Das macht doch nie jemand alleine online“, so hieß die Kritik, auf die seine neue Firma anfänglich stieß. Schon in der Pilotphase habe sich aber gezeigt, dass Kunden bereit sind, dem neuen Online-Dienst sogar siebenstellige Beträge anzuvertrauen.

„Für den Kunden scheint es wichtiger zu verstehen, wem er sein Geld anvertraut, als mit den letzten Details der Anlagestrategie vertraut zu sein.“ Die größte Gruppe seien die 45 bis 55jährigen, leider seien rund 80 % der Kunden männlich. In der Diskussion um „aktiv“ oder „passiv“ will LIQID keinen „religiösen“ Standpunkt einnehmen, also einseitig auf eine Sichtweise festgelegt sein. Ab 250.000 Euro könne auch in Top-Tier Private Equity Fonds investiert werden. Schneider-Sickert macht mit Einzelheiten der Produkte vertraut, die dazu in Frage kommen.

Laut Reinhard Panse, HQ Trust Chief Investment Officer, führt vor allem unternehmerisches Engagement zu großen Vermögen. Die Transformation zu einem digitalen Prozess mache es nun möglich, hier zusätzliche Angebote zu schaffen.

Rekordhohe Schuldenberge in allen Industrieländern könnten den Anlegern keine attraktiven Anlagen mehr bieten, macht Panse klar. In zahlreichen Perioden mit Anleihenportfolien mussten negative Renditen hingenommen werden.

Bei Aktien komme es darauf an, ob diese „normal“ bewertet seien. Angesichts der politischen Wirren, die der Anleger heute erleben müsse, werde es immer schwieriger, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wenn eine ganzw Assetklasse wie Anleihen wegfalle, komme es auf die richtige Wahl von Alternativen an. „Private Equity stellt eine wichtige Komponente für uns dar“, sagt Panse. Für alle großen Vermögen würde diese Assetklasse eine große Rolle spielen.

Dr. Eckhard Cordes, ehemailiger Metro-Chef und heute u.a. Aufsichtsratsvorsitzender des Baukonzerns Bilfinger, bekennt sich als Senior Advisor von LIQID zu dem Konzept. Er sei nicht nur Advisor, sondern auch Kunde. Er räumt ein, zunächst nur mit einem Testbetrag eingestiegen zu sein.

„Sie haben hier die unglaubliche Möglichkeit, auch unter 2 oder 3 Millionen digital zu investieren und dennoch von professionellen Anlagestrategien zu profitieren, die sonst nur Vermögenden ab 10 Millionen zur Verfügung stehen“, sagt Cordes. „und zwar inklusive persönlicher Beratung“. Cordes sieht im Konzept von LIQID große Chancen. „Ich bin voll überzeugt von diesem Konzept.“ Hier wisse der Anleger, was vor sich gehe. Man müsse kein „IT-Crack“ sein, um als Anleger mit LIQID zu arbeiten. Man könne von absolut professionellen Anlagestrategien profitieren, die sehr kosteneffizient umgesetzt werden.

Panse nennt drei „Familien“: reines ETF-Portfolio (Kosten: 15 Basispunkte), globales ETF-Portfolio mit Gewichtungen (Kosten: bis zu 50 Basispunkte) und schließlich ein Portfolio, das praktisch alle Assetklassen umfasst (Kosten: bis zu 90 Basispunkte). Das letztere Portfolio würde schließlich die größte Ähnlichkeit zu einem Milliardärsportfolio aufweisen – mit strategischer und taktischer Allokation. Die Kosten würden komplett transparent auf der Website ausgewiesen.

Schneider-Sickert will die Performance der Vermögensverwaltung gegen investierbare ETFs beurteilt sehen. LIQID setze nicht auf rein theoretische Maßstäbe, sondern auf den Vergleich mit Anlagen, die von Sparern auch tatsächlich gewählt werden können. Außerdem sehe er Transparenz auch durch das Rating von Vermögensverwaltungen gegeben, wie es von firstfive angeboten werde

Themen: ETF-Rating, VV-Rating | Kein Kommentar »

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