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Positionszuordnung bei Kredit- und Debitkarten verbessert Ratings

Von Dr. Oliver Everling | 3.Dezember 2013

FICO, ein führender Anbieter von prädiktiver Analytik und Softwarelösungen für Entscheidungsmanagement, startet einen neuen Dienst für die Positionszuordnung bei Kredit- und Debitkarten. Das Angebot ist Teil der Lösung FICO Fraud Resolution Manager. es soll FICO um Möglichkeiten der Betrugsbekämpfung bei Kartenzahlungen erweitern.

Mit dem Proximity Location Service kann die geographische Position des Mobiltelefons eines Karteninhabers mit dem Standort eines Geldautomaten oder Zahlungsterminals, an dem die Karte benutzt wird, abgeglichen werden. Mithilfe dieser zusätzlichen Information lassen sich unnötige Kundenkontakte oder abgelehnte Transaktionen vermeiden (falsch positiv) und die Betrugserkennung optimieren.

„Ein Test des neuen Dienstes hat gezeigt,“ berichtet FICO, „dass die Nutzung der Positionsdaten den Anteil von False Positives – legitimen Transaktionen, die aber aufgrund eines Betrugsverdachts genauer untersucht werden – bei internationalen Transaktionen um bis zu 70 Prozent verringern kann.“

Mehrere britische Banken erarbeiten derzeit Pläne für die Einführung dieses neuen Dienstes von FICO, den das Unternehmen gemeinsam mit ValidSoft, einer Tochterfirma der Elephant Talk Communications Corp, entwickelt hat. „Kundenzufriedenheit bei gleichzeitig hoher Sicherheit ist heute eine der treibenden Kräfte bei der Verbesserung der Betrugsbekämpfung“, sagt Phillip Sertel, Senior Director Central & Eastern Europe and the Middle East bei FICO, über das neue Angebot, das auch für den deutschen Markt adaptiert werden kann.

„Die Banken versuchen hierbei, einen ohnehin schwierigen Balanceakt weiter zu perfektionieren: Sie möchten einerseits ihre Kunden schützen, sie aber andererseits auch nicht verärgern, wenn sie auf Reisen sind oder ihre Karten an neuen Punkten verwenden. Die Positionszuordnung gibt den Banken ein leistungsfähiges Werkzeug dafür an die Hand.“ Besonderes Augenmerk sollten die Banken auf den Dialog mit ihren Kunden richten: „Grundsätzlich können Banken oder Kartenherausgeber auch auf externe Datenquellen zugreifen, um Betrug zu bekämpfen. Dennoch müssen sie ihre Kunden natürlich vorab informieren und sich das Einverständnis für die Nutzung der Positionsdaten als zusätzliches Sicherheitsfeature holen.“

Der FICO Fraud Resolution Manager ist ein automatisierter Zwei-Wege-Kommunikationsdienst, der für die Bearbeitung von Betrugsverdachtsfällen auf eine Kombination von intelligenter Datenanalyse, modernem Entscheidungsmanagement und Interaktion mit dem Kunden setzt. Die Skalierbarkeit ermöglicht es Unternehmen, große Fallzahlen parallel zu bearbeiten, die Strategien für die Kundenansprache zu verfeinern – und Fälle in wenigen Sekunden zu lösen. Der FICO Fraud Resolution Manager lässt sich nahtlos in den FICO Fraud Manager einfügen, der weltweit führenden Plattform für die Bekämpfung von Kartenbetrug, die rund 2,5 Milliarden Transaktionen pro Jahr schützt.

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