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Risikoquellen analysieren statt nur Risiken streuen

Von Dr. Oliver Everling | 3.September 2014

„Diversifikation ist wichtig, aber oft wird darunter einfach nur Streuung verstanden“, sagt Thomas Merz, Head UBS ETF Europe, und geht der Frage nach, ob währungsgesicherte ETFs Sinn machen. Merz spricht auf dem ETF Forum der Deutschen Börse in Frankfurt am Main.

Merz lenkt den Blick statt auf bloße Risikostreuung auf Risikoquellen. Die Schwankungen der Fremdwährungen gegenüber dem Euro zeigen sich seit der Finanzkrise als sehr unstetig. „Gerade in den letzten Jahren war es sehr schwierig zu beurteilen, was war eine gute Währungswette und welche nicht.“

Das Währungsrisiko trägt hauptsächlich zur Volatilität bei, warnt Merz. Wenn man in Zyklen auf der falschen Seite sei, könne die Wette zu lange offen bleiben. Positionierungsvarianten mit oder ohne Währungssicherung zeigen über einen langen Zeitraum, so Merz, dass seit 1980 sich eine Währungsabsicherung in genau der Hälfte der Fälle mit einem „good hedge“ oder einem „bad hedge“ gelohnt hätte.

Das Absichern kann insbesondere zur Risikoreduktion einen Beitrag leisten. Dies lässt sich durch das Positionierungsmodell von Markowitz in den Dimensionen Risiko und Rendite zeigen. „Investoren suchen nach globalen Opportunitäten, um die Diversifikation aufrecht zu erhalten. Währungesgesicherte Positionen in ausländischen Wertschriften beinhalten zusätzliche RIiskoquellen“, fasst Merz zusammen. Mit ETFs könne sich Investoren entscheiden, welche Position sie einnehmen wollen.

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