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Sicherheit geht weiter vor Rendite

Von Dr. Oliver Everling | 17.Februar 2014

Fast zwei Drittel (63,6 Prozent) der Bundesbürger sind angesichts der niedrigen Zinsen unzufrieden damit, wie sie ihr Geld angelegt haben: Nur 34 Prozent der Befragten gaben an, mit ihrer aktuellen Geldanlage zufrieden zu sein. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, die die Gothaer Asset Management AG (GoAM) bereits zum vierten Mal von der Nürnberger GfK Marktforschung GmbH durchführen ließ. „Die niedrigen Zinsen machen es den Bundesbürgern schwer, ihr Geld gewinnbringend anzulegen“, kommentiert Christof Kessler, Vorstandssprecher der GoAM, das Ergebnis. „Aber es gibt immer noch Möglichkeiten, sein Geld in einem solch schwierigen Umfeld aussichtsreich anzulegen. Die Aufgabe der Finanzbranche muss es deshalb sein, den Menschen sinnvolle Anlagemöglichkeiten aufzuzeigen.“

Auf die Frage, welches Ziel bei der Geldanlage am wichtigsten sei, nannten 57,8 Prozent der Bundesbürger möglichst hohe Sicherheit. Eine hohe Rendite spielt dagegen nur noch für 9,5 Prozent der Befragten eine wichtige Rolle. Diese Zahlen entsprechen in etwa dem Ergebnis vom Vorjahr: 2013 legten 60,3 Prozent Wert auf eine möglichst hohe Sicherheit, 11,4 Prozent auf eine möglichst hohe Rendite.

Die Risikobereitschaft der Deutschen bleibt äußerst gering: Auf die Frage, ob sie bereit seien, aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre bei der Geldanlage ein höheres Risiko einzugehen als früher, antworteten 91,6 Prozent der Befragten mit Nein. Im Vorjahr waren es 93,4 Prozent.

Trotz geringer Renditen bleibt das Sparbuch das beliebteste Anlagevehikel der Deutschen: 39,7 Prozent der Befragten gaben an, dort ihr Geld anzulegen, 18,4 Prozent investieren in Festgeld. Im letzten Jahr hatten 42,4 Prozent das Sparbuch angegeben und 24,7 Prozent ihre Präferenz für Festgeld bekundet. Erstaunlich ist dagegen, dass das vorzügliche Aktienjahr 2013 den Deutschen die Attraktivität von Aktien keine Spur nähergebracht hat: Lediglich 4,4 Prozent der Befragten (im Vorjahr 4,8 Prozent) gaben an, ihr Geld in Dividendenpapiere zu investieren. Ähnlich schwach schneiden Investmentfonds ab: 7,9 Prozent der Deutschen (im Vorjahr 8,8 Prozent) legen ihr Geld in Fonds an. Während 2013 mehr als 25 Prozent auf nur einen Fonds setzten, sind es 2014 lediglich 20 Prozent. Dafür gaben knapp zwei Drittel an, zwei bis fünf verschiedene Fonds im Portfolio zu haben. „Die Deutschen haben erkannt, dass es sich lohnt, Chancen und Risiken zu streuen. Das bestärkt uns in unserem konservativen Ansatz, der Renditechancen am Markt nutzt und die Volatilität gleichzeitig gering hält“, so Christof Kessler. „Anleger können davon insbesondere über unsere drei Comfort Fonds profitieren, die sich im letzten Jahr sehr gut entwickelt haben.“

Etwas zurückgegangen ist die Angst der Bundesbürger vor einer steigenden Inflation. Nach 47,3 Prozent im Vorjahr haben inzwischen nur noch 43,9 Prozent der Befragten Angst vor einer Geldentwertung. Auch die Angst vor einem Auseinanderbrechen der Währungsunion ist deutlich zurückgegangen: Nur noch 10 Prozent der Befragten fürchten ein Auseinanderbrechen der Währungsunion, im Vorjahr lag der Anteil noch bei 18 Prozent. Deutlich gestiegen ist dagegen die Angst vor einem sinkenden Lebensstandard: Für 40,5 Prozent der Befragten ist dies ihre größte Befürchtung hinsichtlich ihrer Geldanlage. 2013 waren es noch 34,5 Prozent. Immer mehr Bundesbürger sind zudem der Meinung, dass es durch die Schuldenkrise schwieriger geworden ist, die Ziele bei der Altersvorsorge zu erreichen: 43,2 Prozent der Befragten glauben, dass es durch die Finanzkrise schwieriger geworden ist, die gesteckten Anlageziele zu erreichen. Im Vorjahr hatten dies lediglich 34 Prozent der Befragten angegeben.

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