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Vorbereitungen für Solvency II

Von Dr. Oliver Everling | 26.November 2013

Sandra Desson, Coordinator of Colleges of Supervisors team, EIOPA, und ihr Kollege Timothy Walters, Expert on Solvency II, EIOPA sprechen auf dem 8. Versicherungssymposium von Standard & Poor’s Ratings Services in Frankfurt am Main. „EIOPA wurde gegründet, um eine bessere Integration der Aufsichtsfunktionen zu erreichen“, führt Walters in das Thema ein und zeigt auf, wie sich die Arbeit der Behörde neben EBA und ESMA einordnet.

Die Implementierung von Solvency II ist – lang erwartet – nun für 2016 vorgesehen. „Eine Schlüsselfrage ist, ob die geseztlichen Voraussetzungen per Januar 2016 geschaffen sein werden. Noch sind weitere Schritte notwendig“, zeigt Walters auf. 2014 bis 2016 werde es darum gehen, einen konsistenten Weg der Konvergenz zu Solvency II zu gehen. Alle nationalen Aufsichtsbehörden sind verpflichtet aufzuzeigen, ihren Fortschritt und Compliance an EIOPA zu melden. Technische Spezifikationen sind von EIOPA zu veröffentlichen.

Walters berichtet über die vielen Details, die einer Regelung bedürfen, wie etwa die quantitativen Berichtstemplates oder die vorläufige Anwendung interner Modelle. Desson fügt weitere Aspekte hinzu und gibt Einblick in die Arbeit und Planung der Colleges. So zeigt sie den Aktionsplan von 2010 bis 2015.

Desson kommt auf die besondere Problematik des gegenwärtigen Niedrigzinsumfelds zu sprechen. Seit 1986 wurde in Deutschland der Garantizins von 3,5 % über 4 % (ab Juli 1994) bis auf 1,75 % ab Januar 2012 abgesenkt. Seit 2011 dürfen auch Staatsanleihen von insolventen Staaten von Versicherungen herangezogen werden, um ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherten zu erfüllen.

Auf die Frage, ob die Niedrigzinsphase ein systemisches Risiko darstelle, verweist Desson auf Analysten, die kurz- bis langfristig kein Risiko sehen würden.

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