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Keine sichere Verbindung zur ESMA

Von Dr. Oliver Everling | 15.Dezember 2015

Für manche Ratingagentur oder manches Finanzinstitut ist die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA keine sichere Verbindung. Seit dem Relaunch der Website, die für die ersten Jahre der Arbeit dieser Behörde weitgehend unverändert geblieben war, gilt dies nun auch in einem technischen Sinne: Wer Mitte Dezember 2015 die offizielle Website www.esma.europa.eu aufrief, wurde mit dem Browsertext „Dies ist keine sichere Verbindung“ begrüßt.

Wer sich dennoch weiterklickt und das Risiko akzeptiert, mag es schnell bereuen: So werden zuächst zwar Inhalte angezeigt. Schließt man den Browser, mag man aber auf seinem Tablet davon überrascht werden, dass die auf einer externen (Mikro-) SD-Karte installierten Inhalte zwischenzeitlich verschwunden sind. Aus unbekannter Ursache wird nach dem Besuch der Website der ESMA der Zugriff auf eine ins Tablet eingeschobene SD-Karte verweigert.

Die Meldung der Fehler bei der ESMA führte zunächst zu keiner Besserung. Statt „Dies ist keine sichere Verbindung“ heißt es nun „Diese Website ist nicht verfügbar“. Offenbar wurde der Zugang zur European Securities and Markets Authority gesperrt, um den Fehlern nachzugehen.

Betroffen sind offenbar nicht Microsoft Windows Geräte mit veraltetem Internet Explorer. Wer aber mit den neuesten Versionen der Betriebssysteme Android oder Linux arbeitet, hat das Nachsehen. Gleich, ob Google Chrome oder Firefox benutzt wird, die Website der ESMA birgt nicht nur Risiken, sondern wird mit diesen Browsern auch unvollständig angezeigt. Dies kann insbesondere für solche der Aufsicht durch die ESMA unterstellte Agenturen und Institute verhängnisvoll sein, die sich auf die Vollständigkeit der abgerufenen Informationen verlassen wollen. Tatsächlich werden Inhalte oft nur partiell angezeigt.

Auch wer aufgrund einschlägiger Vorkenntnisse weiß, welche Dokumente und Inhalte auf der Website der ESMA zu finden sein sollten, wird nicht unbedingt fündig: Manche Frames sind so platziert, dass sie bei gleich welcher Benutzung nicht die Anzeige der hinterlegten Inhalte ermöglichen.

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