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Korrelation von US-Parteibüchern und Aktienkursen

Von Dr. Oliver Everling | 23.Mai 2016

Amerikanische Aktienwerte haben sich zu Zeiten demokratischer Präsidentschaften tendenziell deutlich besser entwickelt als unter republikanischen. Seit 1945 stiegen die Aktienwerte, gemessen am S&P 500 Index, zu Zeiten demokratischer Präsidenten annualisiert um 11 Prozent an, während unter republikanischer Regentschaft nur 4,8 Prozent Gewinn verzeichnet wurde. Weitet man den untersuchten Zeitraum auf die Zeit ab 1928 aus, so wird der Unterschied noch größer: Unter Demokraten stiegen die Aktienwerte annualisiert um 9,7 Prozent, unter Republikanern um 1,8 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Studie der FERI EuroRating Services AG. 

„Die Behauptung, dass republikanische Präsidenten für eine erfolgreichere wirtschaftliche Entwicklung stehen würden, wird von den Daten also nicht bestätigt“, sagt Christian Michel, Direktor und Leiter Funds bei der FERI EuroRating Services AG. Aber auch vor dem Umkehrschluss sei zu warnen. „Die Aktienmarktperformance über längere Zeiträume wird in hohem Maße durch übergeordnete Trends mitbestimmt, die nur mittelbar im Einflussbereich politischer Entscheidungsträger liegen. Vielmehr handelt es sich um Korrelationen, die keine Kausalitäten bedingen“, so Michel weiter.

Auch während der zweiten Amtszeit von US-Präsident Obama haben sich amerikanische Aktienwerte sehr positiv entwickelt. Seit Beginn der zweiten Amtszeit am 6.11.2012 legten nordamerikanischen Aktien (S&P 500 Index) um 16,2 Prozent p.a. zu. Aktienfonds, die in nordamerikanische Aktien investieren, haben davon profitiert. Sie konnten in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt um 13,5 Prozent pro Jahr zulegen. Im laufenden Jahr verloren diese Fonds bis zum Stichpunkt am 30.04.2016 durchschnittlich 4,2 Prozent.

„Dieser Rückgang mag zwar zeitlich mit der Entwicklung der US-amerikanischen Vorwahlen übereinstimmen und die Vorwahlen können als Quelle politischer Unsicherheit aufgefasst werden. Allerdings ist dieser Rückgang verstärkt im globalen Kontext zu sehen. Wie auch in anderen Industrieländern ist die Ursache eher auf wirtschaftliche Entwicklungen, insbesondere in China und den Schwellenländern zurückzuführen“, sagt Michel. Die folgende Tabelle aus dem FERI Asset Management Dashboard, einer webbasierten Analyse- und Informationsanwendung, gibt einen Überblick über eine Auswahl aktiver Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt auf nordamerikanischen Aktien.

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