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Krieg garantiert keinen Kursgewinn

Von Dr. Oliver Everling | 16.August 2017

MARS Research von MARS Asset Management befasst sich angesichts der verbalen Attacken aus den USA und Nordkorea mit den möglichen Implikationen eines Kriegsausbruchs auf die Aktienmärkte. „Die Wertentwicklung war vor und nach Beginn einer militärischen Auseinandersetzung in der Vergangenheit im Durchschnitt positiv. In dieser historisch langfristigen Auswertung sind selbstverständlich Ereignisse mit sehr negativen Aktienrenditen bei Kriegsausbruch (z.B. Korea 1950) sowie Ereignisse mit sehr positiven Aktienmarktbewegungen (z.B. Libyen 1986) enthalten. Im Mittel ziehen Militäraktionen außerhalb des eigenen Territoriums die Aktienmärkte nicht nach unten – weder in den Monaten davor noch danach“, schreiben die Experten aus Bad Homburg.
Eine sehr ausgiebige Kriegshistorie hat auch Frankreich. Einen heftigen Schock versetzte nach Recherchen der Analysten die Revolution von 1848 den Aktienmärkten. „Den Ersten Weltkrieg überstanden Aktien ebenfalls nur mit einer Halbierung und den Zweiten Weltkrieg mit einem Absturz von 60%. Dennoch stiegen französische Aktien seit 1800 während Kriegszeiten häufiger als sie fielen.“
Das Fazit der Experten von MARS: „Aktien haben sich in den Monaten vor und nach Kriegsbeginn im Durchschnitt gut behauptet. Die Auswirkungen während der Kriegszeiten sind dagegen nicht ganz klar und hängen von zahlreichen Einflussfaktoren (z.B. regionaler Begrenzung, eigenes/fremdes Territorium, Inflation, Währungsreform) ab. Werterhalt durch Aktien in Kriegszeiten ist deshalb eher ein Münzwurf als eine Strategie.“

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