Moody�??s falsche Aaa-Ratings

Von Dr. Oliver Everling | 22.Mai 2008

Der Ratingagentur Moody’s sind bei der Bewertung von Kreditderivaten schwere Fehler unterlaufen, weshalb sie Produkten mit einem Volumen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar fälschlicherweise Ratings mit der Höchstnote «Aaa» erteilt hat. Gemäss der „Financial Times“ haben Mitarbeiter der Agentur Anfang 2007 festgestellt, dass sogenannte „Constant Proportion Debt Obligations“ – dies sind vereinfacht gesagt Anleihen auf Indizes für Kreditderivate – vier Stufen tiefer als mit der Bonitätsbestnote hätten bewertet werden sollen. Moody’s bestätigte am 21. Mai 2008, dass der europäische CPDO Ratingprozess einer eingehenden Untersuchung unterzogen würde. Außerdem sei die Anwaltssozietät Sullivan & Cromwell eingeschaltet worden.

„Vertuschung eines Computerfehlers?“ Fragt Michael Ferber, Redakteur der Neuen Zürcher Zeitung, der in der Ausgabe 117 vom Donnerstag, den 22. Mai 2008 auf Seite 31 den Berichten nachgeht. „In ihrer Berichterstattung beruft sich die Zeitung auf interne Dokumente von Moody’s. Der Fehlbewertung sei ein Computerfehler vorausgegangen. Nach der Korrektur desselben im Frühjahr 2007 habe die Agentur die Bewertungsmethodik geändert, um die Titel nicht sofort um mehrere Stufen deklassieren zu müssen.“ Die Produkte hätten in der Folge ihr „Aaa“-Rating bis zum Januar 2008 behalten. Im schwierigen Marktumfeld nach dem Jahreswechsel habe Moody’s die Bewertung dann um mehrere Stufen herabgesetzt.

„Gemäss einem Moody’s-Sprecher ändert die Ratingagentur ihre Analysemodelle regelmässig aus einer Vielzahl an Gründen. Dies zu tun, um Fehler zu vertuschen, vertrage sich nicht mit der Firmenpolitik von Moody’s.“ Die Agentur habe eine gründliche Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet, gibt Ferber den Moody’s-Sprecher wieder. „Die Ratingagenturen sind seit Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2007 bereits stark in der Kritik. Ihnen wurde wiederholt vorgeworfen, zu spät auf die Krise am Markt für zweitklassige Hypotheken – Subprime Mortgages – reagiert und auch Papiere zu gut bewertet zu haben.“

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Schnelltilger-Darlehen vertilgt Schulden

Von Dr. Oliver Everling | 22.Mai 2008

Der Wunsch, Schulden schnell zurückzuzahlen, ist bei vielen Darlehensnehmern groß. Wer als Immobilienbesitzer seine Kreditsumme in kurzer Zeit zurückzahlen will, hat die Möglichkeit, ein Schnelltilger-Darlehen abzuschließen – darauf weisen die Analysten des Dr. Klein Allfinanz-Service hin. Bei dieser Finanzierungsform (auch Volltilger-Darlehen genannt) liegt der Tilgungssatz höher als bei herkömmlichen Annuitätendarlehen. Während die Laufzeit des Annuitätendarlehens aufgrund des Tilgungssatzes berechnet wird und so schnell bei über 30 Jahren liegt, ist es beim Schnelltilger genau umgekehrt: Der Tilgungssatz wird nach der gewünschten Laufzeit errechnet. „Je nach Wunsch ist der Volltilger dann nach 10, 15 oder 20 Jahren schuldenfrei. Besonders geeignet ist dieses Darlehen für Kunden, die sich aufgrund ihres Einkommens einen höheren monatlichen Rückzahlungsbetrag leisten können“, sagt Klaus Kannen, Vorstand des Lübecker Finanzvermittlers Dr. Klein.

Die größten Vorteile des Schnelltilger-Darlehens sind Sicherheit (dauerhaft gleichbleibende Raten geben Planungssicherheit bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens; keine Überraschungen durch höhere Zinsen, da keine neue Zinsfestschreibung notwendig ist), Kondition (der Zinsvorteil kann bis zu 0,1 % betragen; die Gesamtsumme, die ein Schnelltilger zahlen muss, ist bedeutend geringer, da weniger Zinsen über einen kürzeren Zeitraum anfallen) und Flexibilität (wenn nach 10 Jahren Laufzeit noch bessere Konditionen am Markt zu erzielen sind, kann der Darlehensnehmer laut gesetzlicher Bestimmungen jederzeit wechseln; zudem sind zusätzliche Optionen möglich, wie beispielsweise der Schutz vor einer Vorfälligkeitsentschädigung oder Sondertilgungsmöglichkeiten).

Den Vorteil des Schnelltilger-Darlehens verdeutlicht ein Beispiel der Hypoport AG: Ein Annuitätendarlehen in Höhe von 150.000 Euro mit 15 Jahren Zinsfestschreibung, 100 Prozent Auszahlung und einprozentiger Tilgung kostet nominal 4,88 Prozent Zinsen (Stand 21. Mai 2008). Die monatliche Belastung beträgt 735 Euro. Das Schnelltilger-Darlehen, das nach 15 Jahren komplett getilgt sein soll, schlägt dagegen nur mit 4,7 Prozent nominal zu Buche und bei einem Tilgungssatz von 4,55 Prozent bedeutet das eine monatliche Rate von 1.156,25 Euro. Diese um rund 430 Euro höhere Tilgung pro Monat sind gut angelegt, wenn man die Gesamtbeträge betrachtet. Bei einem Prozent Tilgung ist der erste Kunde nach 37 Jahren schuldenfrei (vorausgesetzt er erhält während der gesamten Zeit weiterhin den niedrigen Zinssatz in Höhe von 4,88 Prozent) und hat rund 322.000 Euro gezahlt; der Schnelltilger muss mit etwa 209.000 Euro rund 113.000 Euro weniger aufwenden. Kunden, denen 1.156 Euro monatliche Rate zu hoch ist, die aber trotzdem die Schnelltilger-Vorteile nutzen wollen, können auch 20 Jahre als Laufzeit wählen – derzeit mit einem Zinssatz von 4,88 Prozent. Dort liegt in diesem Beispiel die monatliche Rate bei rund 980 Euro und die Gesamtsumme beläuft sich auf etwa 235.000 Euro – damit ist das Darlehen immer noch rund 87.000 Euro günstiger als das einprozentige Annuitätendarlehen – soweit der Bericht der Hypoport AG.

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Symbolträchtiger Airrail Center

Von Dr. Oliver Everling | 21.Mai 2008

„Das Airrail Center soll zum Symbol der Airport City Frankfurt werden“, schreibt Finanzanalyst Karl-Heinz Goedeckemeyer, Betriebswirt und Certified Real Estate Investment Analyst (CREA), zum neuen Projekt des Frankfurter Flughafens. Die Frankfurt Airport City soll mit einem Areal von rund 20 Millionen m² und einem Investitionsvolumen von bis zu vier Milliarden Euro zum Business-Standort der Superlative werden. Schon jetzt bietet die Fraport AG als Betreiber des Flughafens ihren Kunden unterschiedlichste maßgeschneiderte Geschäftsmodelle an: von der Büro- oder Frachtflächenanmietung bis hin zum Betreiben modernster Shops oder Restaurants. Künftig jedoch sollen Airport Cities wie Frankfurt sich vermehrt als Anziehungspunkt für Industrieansiedlungen, interkulturelle Drehscheiben und als positiver Imageträger für Städte und Regionen erweisen.

Der Frankfurt Airport gehört bereits jetzt zu den bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuzen der Welt und rangiert passagier- und frachtseitig unter den Top Ten, analysiert Goedeckemeyer die Statistiken. Jährlich reisen über 52 Millionen internationaler Passagiere durch diese Stadt, hinzu kommen 15 Millionen Besucher und Abholer. An der größten Arbeitsstätte Deutschlands haben sich mittlerweile über 500 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen angesiedelt mit insgesamt über 70.000 Mitarbeitern. Die gute Erreichbarkeit der Airport City mit Flugzeug, Auto und Zug garantiert größtmögliche Mobilität und Flexibilität für die Bewohner dieser Stadt und ihre Kunden.

Für die neue [Ä]ra des Flughafens Frankfurt steht vor allem das Airrail Center über dem ICE-Bahnhof. Laut Dr. Wilhelm Bender, Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, soll das Airrail Center auf der „Platte“ über dem Fernbahnhof „die innovativste Immobilie Deutschlands“ werden. Bei der Grundsteinlegung im vergangenen Jahr erklärte Bender, dass das Airrail Center so nur an einem einzigen Standort Europas gebaut werden könne, nämlich am Flughafen Frankfurt. Das Airrail Center werde zum Symbol der Airport City Frankfurt, sagte der Fraport-Chef bei der Grundsteinlegung im vergangenen Jahr. An zukünftige Mieter wie der Hilton Hotelgruppe und der KPMG gewandt meinte Bender, so etwas wie den nun über dem Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens entstehenden Gebäudekomplex habe es bisher nirgendwo gegeben.

Schon heute erwirtschaftet die Fraport mehr als die Hälfte des operativen Gewinns im Geschäftssegment Einzelhandel, Gastronomie und Immobilienvermarktung, entnimmt Goedeckemeyer den Geschäftsberichten. Ausgehend von einem EBIT von 335 Mio. Euro steuerte das Segment Retail & Properties knapp 245 Mio. Euro zum Gewinn im vergangenen Jahr zum Gewinn bei. Dieser Beitrag soll mit der Weiterentwicklung des größten deutschen Flughafens zur Airport City noch ausgebaut werden. Das Airrail Center sei ein Symbol für diesen Strategiewechsel im Airportgeschäft.

Der Ausbau der Business City, zu deren Bestandteil auch die Terminals 1 und 2 im Norden des Flughafens mit dem neuen Terminal 3 im Süden sowie das Airrail Center und Gateway Gardens gehört, gehen auf Empfehlungen von A.T. Kearney zurück, heißt es bei Goedeckemeyer. Für die Umsetzung der Empfehlungen in erfolgreiche Geschäftstrategie ist Karl-Heinz Dietrich verantwortlich. Dietrich ist bei der Fraport für den Strategischen Geschäftsbereich Handels- und Vermietungsmanagement zuständig. Goedeckemeyer: „Derzeit ist der Manager damit beschäftigt einen Masterplan für den Weg der Entwicklung zur Airport City aufzustellen.“ Dieser Plan werde auch das Geschäftsmodell des Immobilienmanagement beinhalten, für das sich Fraport entscheidet. Laut Dietrich seien Immobilien derzeit das spannendste Thema, das es heute an deutschen Flughäfen gäbe.

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Anlegerlieblinge Offene Immobilienfonds

Von Dr. Oliver Everling | 20.Mai 2008

Offene Immobilienfonds waren Anlegerlieblinge des Jahres 2007, schreibt die Ratingagentur Scope aus Berlin. Den Fonds flossen im vergangenen Jahr insgesamt 6,7 Mrd. Euro zu. Im ersten Quartal 2008 nahm der Zustrom mit weiteren 3,1 Mrd. Euro sogar noch an Dynamik zu. „Nach umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen scheint die Assetklasse bei den Investoren wieder vollkommen rehabilitiert und konnte im vergangenen Jahr mit stattlichen Renditen glänzen. So weit, so gut. Oder nicht?“ Die Analysten von Scope hinterfragen die aktuelle Situation.

In ihrer neuen Studie befassen sich die Analysten mit einer Reihe von Fragen: „Fallen die Fondsmanager jetzt wieder in alte Verhaltensmuster zurück, um die hohe Liquidität möglichst schnell unterzubringen? Oder werden die Zuflüsse inzwischen wirklich effizient gesteuert – und welche Fonds machen das am besten? Birgt die Rendite-Wunderwaffe Asien nicht doch zu hohe Risiken für die Assetklasse „Offene Immobilienfonds“ und ihre Anleger? Und welche Fonds haben die nötige Expertise für neue Zielmärkte in Fernost, Pazifik und Lateinamerika? Wie schneiden die Produkte beim aktuellen Rating von Scope Analysis ab?“

Die Antworten gibt Scope Analysis (www.scope.de) in der neuen, umfassenden Jahresstudie zu Offenen Immobilien-Publikumsfonds. Die Studie versteht sich als Nachschlagewerk und als Unterstützung bei der Produktselektion und in der Kundenberatung. Enthalten sind zum einen Ratings und Rankings von 30 Fonds – d. h. von allen Produkten mit einer Historie von über einem Jahr – sowie die einzelnen Investmentanalysen in Kurzform. Darüber hinaus greift die Studie auf rund 100 Seiten die wichtigsten Portfoliotrends, die neuesten Zielmärkte, die aktuellen Rendite-Risikoprofile und Kostenstrukturen der Fonds auf und gibt einen Ausblick auf das Jahr 2008 dieser Assetklasse.

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Handbuch Liquiditätsrisiko

Von Dr. Oliver Everling | 18.Mai 2008

Das „Handbuch Liquiditätsrisiko“ erscheint im Schäffer Poeschel Verlag Stuttgart zum richtigen Zeitpunkt: Die Identifikation, Messung und Steuerung des Liquiditätsrisikos ist heute aktueller als je zuvor (www.schaeffer-poeschel.de, ISBN 978-3-7910-2747-0). Mit Inkrafttreten der neuen Liquiditätsverordnung am 1. Januar 2007 und vor dem Hintergrund der jüngsten Erfahrungen aus der Subprime-Krise, so heißt es auf dem Bucheinband zurecht, rücken Messung und Management des Liquiditätsrisikos an zentrale Stelle innerhalb der Risikosteuerung.

Das Herausgeberwerk ist Ergebnis von Teamarbeit: Die Herausgeber, Dr. Peter Barteztky, Geschäftsführer der TriSolutions GmbH, Dr. Walter Gruber, geschäftsführender Partner der 1 PLUS i GmbH, und Dr. Carsten S. Wehn, Marktrisikospezialist und Projektmanager bei der DekaBank in Frankfurt am Main, haben ein ansehnliches Autorenteam zusammengebracht, von A wie Dr. Alexander Aulibauer, der in dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) für die Bereiche Liquiditätsmanagement und Refinanzierung zuständig ist, bis W wie Dr. Bernhard Wondrak, der in der Dresdner Bank Gruppe für die Methodik der Marktrisikoanalysen aller Bankbäucher sowie das Reporting an die Geschäftsleitung zuständig ist, oder Z wie Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler, Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, der den Herausgebern ein Gleitwort schrieb.

Wohl größte Herausforderung für die Herausgeber eines eng fokussierten Titels wie des „Handbuchs Liquiditätsrisiko“ ist es, den Leser in den vielen Beiträgen der Experten nicht mit Redundanzen zu ermüden. Wer das Buch allein anhand des Inhaltsverzeichnisses einschätzen will, wird leicht fehlgeleitet: Hier findet der Leser zwar zunächst ähnlich klingende Überschriften vor, bei der eingehenden Lektüre wird aber klar, dass jeder Autor durch seine spezifische Herangehensweise und Perspektive echten Mehrwert bietet. Der eine bezieht sich mehr auf rechtliche Aspekte, der andere mehr auf Statistiken zur Entwicklung, und wieder ein anderer stellt die Thematik in mathematisch-statistischer Ausdrucksweise dar.

Wer sich mit Ratingfragen befasst, für den ist der Beitrag von Dr. Alexander Aulibauer und Dr. Ralf Goebel vom DSGV besonders lesenwert, denn hier zeigen sie die Relevanz des Liquiditätsrisikos aus Sicht eines Finanzverbundes auf und skizzieren das Liquiditätsmanagement als integrierten Bestandteil des Gesamtbanktreasurys. Gerade für Sparkassen ist es besonders wichtig, feiner zwischen den verschiedenen Erscheinungsformen des Liquiditätsrisikos zu unterscheiden, wie es die Autoren tun.

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Vermögensmanagement und Nachlassplanung

Von Dr. Oliver Everling | 17.Mai 2008

Im vierten Band der Handelsblatt-Buchreihe „Financial Planning“ wollen die Autoren Johannes Schütz, Rolf Beike und Michael Ketzler die fünf Schritte der optimalen Vermögensaufteilung aufzeigen. Der Titel „Vermögensmanagement und Nachlassplanung“ erschien im Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart (www.schaeffer-poeschel.de, ISBN 978-3-7910-2784-5).

Dabei legen Sie folgendes Schema zugrunde: Vermögensaufteilung auf Asset-Ebene (Asset-Allocation), Aufteilung der Assets in Subkategorien (Sub-Asset-Allocation), Festlegung der Quote zwischen aktiven und passiven Anlageformen, Auswahl des Umsetzungsweges (Asset-Location) und Auswahl der einzelnen Anlageinstrumente.

Die 166 Seiten des Buches reichen nicht aus, um tiefer in die theoretischen Grundlagen der modernen Portfoliotheorie einzusteigen. Der Leser wird aber eine laienverständliche Idee der wichtigsten Begriffe geliefert, so dass Ausdrücke wie „Effizienzlinie“, „Portfoliolinie“ oder „Betafaktor“ ihren Schrecken verlieren.

Bei allen fünf Schritten des von Schütz, Beike und Ketzler gewählten Vorgehensschemas bieten inzwischen Ratingagenturen – über das Internet sogar meist kostenlos – unabhängige Hilfestellungen an. Obwohl Ratings in den Darstellungen der Autoren nicht ganz außen vor bleiben, treten sie doch zu kurz, da mit Hilfe von Ratings der Anleger doch nahezu jede Empfehlung seines Beraters mit einem einfachen Mittel zu hinterfragen und damit mehr Vertrauen in die Anlageentscheidung bringen könnte.

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Anlageinstrumente im Financial Planning

Von Dr. Oliver Everling | 17.Mai 2008

Im dritten Band der Handelsblatt-Buchreihe „Financial Planning“ geht es um Anlageinstrumente. Johannes Schütz, Christian Springer und Alexander Seipel befassen sich in diesem Buch aus dem Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart (www.schaeffer-poeschel.de, ISBN 978-3-7910-2783-8) mit verschiedenen Finanzanlagen, Immobilieninvestments, Beteiligungen und Versicherungen.

Johannes Schlütz war für Union Investment unter anderem im Portfoliomanagement für Kommunikationsaufgaben sowie die Ideenfindung und Produktkonzeption von Aktien- und Rentenfonds verantwortlich. Seit Februar 2007 leitet er die Abteilung Produktmanagement, Steuerung und Marketing im Bereich Privatkunden der Deutschen Finanzagentur GmbH. Christian Springer betreut im Bereich Private Banking der RV Bank Miltenberg eG vermögende Privatkunden. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft hat er an der Frankfurt Business School of Finance and Management das Masterprogramm Financial Planner (HfB) absolviert. Im Sommer 2008 wird er zur DZ Bank International nach Luxemburg (Bereich Private Banking) wechseln. CFP Alexander Seipel ist Geschäftsführer der Barta-Krämer-Seipel GmbH, die in den Geschäftsfeldern Finanzdienstleistungen und Versicherungen tätig ist.

Das Buch gibt einen Überblick über Anlageformen, Definitionen, Kaufmotive, Kosten usw. für verschiedene Vermögensklassen. Obwohl Ratings als Credit Ratings natürlich im Kontext von Anleihen genannt und sogar die Bonitätsratings für Charterer der Dynamar erwähnt werden, kommen die gerade auch dem Privatanleger zur Verfügung stehenden Ratingangebote und Hilfen zur Produktbeurteilung zu kurz.

Immobilieninvestments, die Selektion von Investmentfonds, die Auswahl geschlossener Fonds bzw. von Beteiligungen bis hin zu Versicherungsprodukten – für die meisten Produkte stehen heute Ratings zum Teil sogar schon von mehreren Ratingagenturen zur Verfügung, die in diesem Buch nicht weiter erwähnt werden. Da die Produktanbieter und Vermittler immer massiver mit ihren guten Noten werben, wäre es passend gewesen, in einem solchen einführenden Buch auf die grundsätzliche Bedeutung der Ratings einzugehen.

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Ökonomisches Basiswissen

Von Dr. Oliver Everling | 17.Mai 2008

Im zweiten Band der Handelsblatt-Buchreise zum Financial Planning geht es um „Ökonomisches Basiswissen“, vorgestellt von Dr. Oliver Letzgus (Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart, www.schaeffer-poeschel.de, ISBN 978-3-7910-2782-1). Er ist verantwortlich für die Fundamentalanalyse und das Marktresearch im Rentenfondsmanagement bei Union Investment, Frankfurt am Main. In diesem Band geht es um Wirtschaftszyklen, Geldpolitik, Konjunkturindikatoren und Begriffe der Zahlungsbilanz.

Volkswirtschaftliche Megatrends wie die Globalisierung, die demografischen Veränderungen, der Klimawandle und die langfristige Energieversorgung werden von ihm ebenso treffend skizziert wie die Grundlagen der monetären Ökonomie, angefangen beim Wesen des Geldes, dem Verständnis der Inflation als Kaufkraftentzug durch Geldentwertung und der Geldpolitik der EZB.

Für Leser ohne wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund ist das Buch eine klare Empfehlung, da es oft gehörte Begriffe erläutert, Zusammenhänge herstellt, die in der Tagesberichterstattung zu kurz kommen, und verdeutlicht, wie in den Medien oft zitierte Wirtschaftsdaten zu interpretieren sind.

Es ist das Verdienst von Letzgus, in einer allgemein verständlichen Form auch schwierige Themen aufzuräumen, zum Beispiel die „immer wieder aufflammende Diskussion über die Einführung einer Steuer auf Devisentransaktionen, einer so genannten Tobin-Steuer.“ Nach Letzgus ist sie „ein Sinnbild dafür, wei im Zeitalter der Globalisierung versucht wird, staatlichen Handlungsspielraum zurückzugewinnen.“

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Grundlagen der Finanzplanung

Von Dr. Oliver Everling | 17.Mai 2008

Der erste Band der Handelsblatt-Buchreihe zum Financial Planning, „Grundlagen der Finanzplanung“ von Johannes Schütz und Rolf Beike befasst sich mit der aktuellen Ausgangslage, den Zielen und Methoden sowie insbesondere auch mit der Frage der Altersvorsorge (Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart, www.schaeffer-poeschel.de, ISBN 978-3-7910-2781-4). Das handliche Buch mit 167 Seiten führt in die Materie ein.

Die Aussagen zur demografischen Entwicklung, zu mehr Eigenverantwortung und Selbsthilfe am Anfang des Buches legen die Grundlage für die späteren Kapitel, die schließlich in Argumenten für die Schließung der zu erwartenden Versorgungslücke im Alter münden. Die private Altersvorsorge wird als zentrales Ziel der Finanzplanung vorgestellt. Vollständigkeit, Vernetzung, Individualität, Richtigkeit, Verständlichkeit, Dokumentationspflicht, Einhaltung der Berufsgrundsätze werden als Grundsätze der Finanzplanung aufgelistet.

Obwohl das Buch sehr zur Freude von Banken und Finanzberatern dem Leser alle Argumente liefert, um diese aufzusuchen, sich ausführlicher beraten zu lassen und für die Erreichung seiner individuellen Ziele geeignetere Finanzprodukte nachzufragen, darf das Buch nicht mit einem Werbeträger von Finanzdienstleistern verwechselt werden. Es enthält vielmehr auch alle Bemerkungen, die den Leser für eine kritische Reflexion von Anlageempfehlungen sensibilisieren.

So unterstreicht das Buch auch die Interessenkonflikte, in denen sich die Beratung von Anbietern und Vermittlern vollzieht. Jedem Neuling auf dem Gebiet der Finanzplanung ist dringend zu empfehlen, die im Buch gegebenen Ratschläge im Umgang mit Finanzdienstleistern zu beherzigen, z. B. bei Beratungsgesprächen stets eine zweite Person mitzunehmen oder die Angebote von Banken und Versicherungen durch einen Finanzplaner beurteilen zu lassen, dessen Honorar nicht an Umsatz oder Produktverkauf gekoppelt ist.

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AAA für First Private Aktien Global

Von Dr. Oliver Everling | 15.Mai 2008

TELOS hat den Fonds First Private Aktien Global geratet. Der Fonds erfüllt höchste Qualitätsstandards und erhält die Bewertung „AAA“ auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards).  

Der First Private Aktien Global wird im Kommentar der TELOS als ein global anlegender, aktiv gemanagter Aktienfonds beschrieben, der durch seinen quantitativen Ansatz geprägt ist. „Hierbei geht es vor allem um das Ausnutzen von Marktineffizienzen, die global häufiger auftreten als in Europa. Damit erklärt sich auch das ambitionierte Ziel:“, fügt Dr. Frank Wehlmann, Geschäftsführer der TELOS GmbH, hinzu, „Outperformance von 500 Basispunkten nach Kosten gegenüber der Benchmark – betrachtet über den gesamten Businesszyklus.“ Durch Kombination von mehreren fundamental- quantitativen Aktienselektionsstrategien wird darüber hinaus eine niedrige Volatilität dieser Outperformance angestrebt.

Der Fonds investiert weltweit breit gestreut in 150 bis 200 Aktientitel, die alle gleich gewichtet werden. Die Aktien werden in einem mehrstufigen computergestützten Verfahren aus einem Universum von ca. 8000 Titeln ausgewählt. Der erste Teil des Investmentprozesses ist ein quantitativer Filterprozess, der ohne jeden subjektiven Einfluss durchgeführt wird, berichtet TELOS. Dabei werden Werte aussortiert, die nicht ausreichend liquide sind. Danach werden die noch verbleibenden 5000 Titel anhand von rein fundamentaler Faktoren (Bilanz-, Wachstums- und Bewertungskennzahlen) durch streng systematische Selektion ausgewählt.

Die Risikokontrolle als ein anschließender qualitativer Bewertungsteil des Investmentprozesses rundet das Selektionsverfahren ab. Ein weiteres Ziel ist es, größere Klumpenrisiken bezüglich der Branchenallokation zu vermeiden, heißt es im Bericht von TELOS. Die Berücksichtigung der Transaktionskosten sei auch ein integraler Bestandteil des Investmentprozesses.

Die Benchmark ist nicht Grundlage der Portfoliokonstruktion. Der Fonds investiert sowohl in reine Value-als auch in Growth-Titel. Darüber hinaus wird auch in GARP-Titel (Aktien mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial und geringer Bewertung) angelegt. Mit dem ausgewogenen Style-Profil wird angestrebt, die Performance gegenüber einer reinen Value-Strategie zu glätten.

Der Fonds hat sich in der Vergangenheit bei einer höheren Volatilität als die des Vergleichsindexes besser entwickelt als die Benchmark, stellt die Ratingagentur TELOS fest. Sofern der Fonds seinen Vergleichsindex outperformed, fällt neben der Managementfee auch eine Performancefee in Höhe von 20% der Differenz der Wertentwicklung von Fonds und Benchmark an. Beim First Private Aktien Global kommt dabei das High-Water-Mark Prinzip nicht zum Tragen.

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