Bonität europäischer Banken
Von Dr. Oliver Everling | 4.Dezember 2009
„Bei Sparkassen und Volksbanken, auch aufgrund des hohen Anteils wohnwirtschaftlicher Finanzierungen, erwarten wir eher niedrigeren Risikovorsorgebedarf“, sagt Stefan Best, Director und Team Leader Financial Institutions Ratings, Standard & Poor’s Frankfurt. Große deutsche Banken unterscheiden sich aber nicht so stark, abgesehen von der Hypo Real Estate und der HSH Nordbank. Viele Banken vermeiden die Verwertung von Sicherheiten, da diese im gegenwärtigen Marktumfeld nicht günstig wäre.
Ertragslage und Kapitalausstattung der europäischen Banken sei dadurch gekennzeichnet, dass jetzt wieder ein leichter Gewinn zu verzeichnen sei. Handelsgewinne hätten dazu beigetragen. Das alles habe geholfen, die Risikovorsorge zu absorbieren. Die guten Ratings werden aber nach wie vor in erster Linie von der staatlichen Unterstützung getragen.
„Wir haben gewisse Zweifel, was die Nachhaltigkeit der Erträge betrifft angesichts der unerwartet kurzfristigen Erholung der Märkte“, sagt Best und schildert die verfügbaren Ertragsquellen der Banken.
„Wir glauben, dass Basel II die Risiken tendenziell unterschätzt“, begründet Best die Vorgehensweise seiner Ratingagentur, die Eigenkapitalberechnung selbst vorzunehmen. Die regulatorisch akzeptierten Hybridinstrumente hätten gezeigt, dass sie in der Krise eben doch bedient werden müssten. Daraus resultiert ihre Behandlung als Fremdkapital. „Nachrangige Verbindlichkeiten haben wir noch nie als Eigenkapital akzeptiert, da diese auf Going-Concern-Basis keinen Wert haben“, zeigt Best auf.
Der Ausblick 2010 ist für die 50 größten Banken bei der Hälfte negativ aufgrund der schwachen Ertragsperspektiven und der hohen Kreditverluste. Die Unterstützung der Regierungen habe natürlich den Abwärtstrend gebremst oder gestoppt. „Diese Situation habe aber nur eine begrenzte Lebensdauer“, sagt Best. Die Herausforderung für die Banken sei, sich von der staatlichen Unterstützung unabhängig zu machen.
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S&P’s sieht Aktien als Gewinner voraus
Von Dr. Oliver Everling | 4.Dezember 2009
Viele lernten Standard & Poor’s (S&P’s) als Kreditratingagentur kennen. Tatsächlich begann S&P’s aber mit der Analyse von Eigenkapital, erinnert Robert Quinn, CFA, Chief European Equity Strategist von Standard & Poor’s auf dem S&P Forum Frankfurt „Perspektiven für die Finanzmärkte 2010″. In den 1930er Jahren wäre ein Stabilisierung des Finanzsystems nicht so schnell gelungen wie heute. Stabile Inflationserwartungen sind ein Ergebnis davon.
Die Evidenz für Deflation sei nicht stark genug. Umgekehrt gebe es aber wenige Hinweise auf eine problematische Inflation. Die globale Erholung würde an Momentum gewinnen, zeigt Quinn anhand verschiedener Statistiken. Schon für das nächste Jahr erwartet S&P’s wieder Wachstum, auch in Deutschland. Europäische Unternehmen haben heute eine bessere geografische Streuung ihrer Umsatzquellen als früher, zeigt Quinn.
„Das Schlimmste ist vorüber“, ist sich Quinn sicher. Die Krise sei eine Finanzkrise, daher dürfen die guten realwirtschaftlichen Faktoren nicht übersehen werden. „Arbeitslosigkeit werde ihren Höhepunkt eher früher als später erreicht haben“, sieht Quinn voraus.
„Meine Präferenz sind ganz klar Aktien“, sagt Quinn. Bis Ende 2010 müsse damit gerechnet werden, dass Aktienkurse im Durchschnitt etwa um 15 % steigen würden. Der Immobilienmarkt habe immer noch seine eigenen Probleme, verzinsliche Finanztitel liefern zurzeit nur eine niedrige Rendite. Energie und Informationstechnologie werde weiterhin zu den Gewinnern gehören. Komplizierter stelle sich die Analyse nur beim Finanzsektor dar. Aber auch hier verbreitet Quinn positive Nachrichten, denn immerhin hätten die Banken im Retail-Geschäft in den stark wachsenden Volkswirtschaften der Welt recht gute Aussichten.
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Rückkehr zur Verbriefung schafft Wachstum
Von Dr. Oliver Everling | 4.Dezember 2009
Die Verhältnisse von Kapitalmarktfinanzierung und Bankenfinanzierung haben sich nahezu umgekehrt, berichtet Torsten Hinrichs, Niederlassungsleiter von Standard & Poor’s, angesichts eines Bondemissionsvolumens von 1,3 Billionen US$ (global) in 9 Monaten, das seien über 20 % mehr als das Kreditvolumen an Nichtbanken. Bankkredite seien ein Drittel unter dem Niveau von 2006, Bonds dagegen 40 % über dem Volumen von 2007. „Keine Form der Verbriefung hat ähnliche Probleme aufgewiesen wie in den USA“, sagt Hinrichs, daher dürfe man die Idee der Verbriefung nicht mystifizieren. Hinrichs glaubt an die Zukunft der Kapitalmärkte.
Stichworte Originator, Arranger, Ratingagentur, Investor und Regulator/Legislator: Datenqualität und moralisches Risiko stehen am Anfang beim Originator. Es dürfe kein „originate to distribute“ geben; risikogerechtes Pricing sei wichtig. Arranger haben für die Transparenz der Strukturen zu sorgen und sich an dem realwirtschaftlichem Nutzen zu messen. Transparenz, Governance und analytische Qualität sind die Eckpunkte der Maßnahmen, die bei der Ratingagentur ergriffen würden. „Wir haben eine Art Modell-TÜV eingeführt“, sagt Hinrichs.
„Wir wollen what-if-Szenarien zur Verfügung stellen, so dass Sie kontrollieren können, welche Auswirkungen abweichende Annahmen haben würden“, sagt Hinrichs zu den mehr als 200 Gästen des S&P Forums. Hinrichs unterstreicht die eigenverantwortliche Analyse aller Risiken durch Investoren. Die Verantwortung, nicht nur Bonitätsrisiken, sondern auch alle anderen Risiken bei jeder Anlageentscheidung zu berücksichtigen, die nicht durch Ratings erfasst werden, liegt beim Investor.
„Wir haben unsere Lehren aus der Krise gezogen“, sagt Hinrichs und ist zuversichtlich, dass durch die Rückkehr zu den Methoden der Verbriefung es möglich sein wird, für funktionierende Kapitalmärkte und Wachstum zu sorgen.
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Feri trumpft mit Unabhängigkeit
Von Dr. Oliver Everling | 2.Dezember 2009
„Wie kommt man als unabhängiger Berater durch so eine Krise?“ Michael Stammler, CEO der Feri Finance AG, nimmt zur Beantwortung dieser Frage vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise den Rückblick auf die Gründung 1987 zum Ausgangspunkt, heute werden 220 Familienmandate und ca. 1.000 institutionelle Kunden betreut, mit 12,5 Mrd. verwalteter Assets im Konzern. Ausbau und Internationalisierung mit einer klaren Wachstumsstrategie sind die Eckpunkte der strategischen Zielsetzungen. Ergebnisrückgänge in der Vermögensverwaltung aufgrund der hohen Abhängigkeit der Vergütung von den verwalteten Vermögen (geschätzter Rückgang der Marktvolumina 25 – 35 %) waren die Konsequenz der Krise.
Überraschend sei festzustellen, dass gegen Ende 2008 die Abgeltungssteuer nicht die erwarteten Effekte brachte, wie auch wenig Impulse für das Vermögensverwaltungsgeschäft aus der Frustration von Kunden über die Krise ausgingen. Anleger verabschiedeten sich aus dem Markt, viele brauchten ihr Geld „zu Hause“ in ihren Firmen, berichtet Stammler. Mit Ausnahme z.B. der Feri gibt es von unabhängigen Vermögensverwalter wenig öffentliche Ergebnisse und Zahlen. Die Feri konnte der Krise nicht ausweichen, „hat sie aber gemeistert“, so Stammler: AuM heute seinen größer als Ende 2007, und trotz unterjähriger Verluste konnte das Gesamtjahr positiv abschließen.
Unabhängigkeit bedeutet für Stammler eigenständiges und unabhängiges Research, langfristige Denkmodelle („out-of-the-box“) und frühes Erkennen globaler Veränderungen, objektive Beratung ohne eigene Produkte und Honorarmodelle ohne versteckte Gebühren und Provisionen (Retrozessoinen gehen an den Mandanten). Die Feri sei in einem wieder wachsenden Markt gut positioniert.
„Alle Assetklassen sind Richtung Süden gegangen“, erläutert Dr. Matthias Klöpper von der Feri die Marktbewegungen. Aus dem Jahr 2008 bleibe die Erfahrung, dass Marktbewegungen alle negativen Erfahrungen und Erwartungen übersteigen können. Die simple, grobe Assetaufteilung hat nicht vor Verlusten bewahrt, zeigt Klöpper auf. „Es braucht ein Risikomanagement, das über die Assetklassen gelegt wird“, so die Quintessenz von Klöpper. Die großen Privatvermögen seien ganz wesentlich von der Erfahrung geprägt worden, dass auch die Streuung des Vermögens nicht vor Verlusten bewahrt hat.
Institutionelles Gedankengut greift zunehmend auch bei privaten Investoren: Einhalten vorgegebener Verlustgrenzen, Kontrolle und aktive Steuerung von Risikobudgets, Analyse von Investmentrisiken, Einbeziehn von Feri-Langfristprognosen in Asset-Optimierungsüberlegungen sowie strategische Präferenz für Sachwertanlagen müssen sich mit der Auswahl der besten Manager je Anlageklasse verbinden.
„Unsere Empfehlungen und Maßnahmen in der Feri Family Trust daher: Betonung des Risikotragfähigkeitsansatzes, Etabilierung des Risiko-Overlay-Managements bei sehr großen und komplexen Mandaten, Ausbau des Leistungsangebots mit Studien zur Optimierung Strategischer Asset Allokation (ALM-Studien), robustere Portfolios und Ausrichtung auf Sachwerte sowie“, macht Klöpper klar, „Unsetzung des Multi-Asset und Multi-ManagerAnsatzes.“
Dr. Helmut Knepel, CEO der Feri EuroRating Services AG, geht der Frage nach, ob man nach der Finanzkrise überhaupt noch Ratings braucht. „Ja, öffentlich-rechtlich: Der Standardansatz nach Basel II beruht auf externen Ratings, die Aufsicht über Versicherer usw. bedient sich der Ratings in zahlreichen Rechtsnormen weltweit. Ja, privatrechtlich: Anleiheverzinsungen und Kündigungsrechte sind an Ratings gekoppelt, Sicherungsklauseln in Kreditverträgen nehmen auf Ratings Bezug oder Anlagestatuten sehen Ratings vor.“
Knepel will das Erfordernis von Ratings für Europa jedoch nicht alleine mit rechtlichen Zwängen begründen. Auch politisch müsse man sich klar machen, dass Ratings in mehr als 100 Ländern etabliert seien. Ohne europäischem Ansatz würde das Feld dem Einfluss anderer überlassen.
„Die Lücken im Rating sind zu schließen, indem jeder Anbieter von Finanzprodukten verpflichtet wird,“ zitiert Knepel ein Mitglied des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages, Frank Schäffler, „mindestens zwei Ratings unabhängiger Agenturen einzuholen und jedem Anleger mitzuteilen. Ebenso müssen Berater haften, die ohne Aufklärung über erteilte Ratings Anleger zu Käufen von zwielichtigen Finanzprodukten bewegen. Wie die Finanzkrise zeigt, kann hier nicht auf US-Agenturen gewartet werden,“ so dass Zitat von Schäffler weiter, „sondern ist Europa gefordert, eigene Ratingansätze zu entwickeln und zu fördern.“
Entscheidend sind die volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Vorteile von Ratings: Erhöhung der Informationseffizienz und Transparenz von Finanzmärkten, Unterstützung der Transformationsfunktionen der Märkte nach Risiken, Fristen, Losgrößen sowie Transaktionskosten- und Komplexitätsreduktion sind Beispiele. Aus der Praxis der Ratingagentur illustriert Knepel zudem die Spezialisierungsvorteile der Ratingagenturen und Ausnutzung ökonomischer Skaleneffekte, Bündelungseffekte Management und Knowhow. Schnellere Erfahrungskurveneffekte durch Lernen aus verschiedenen Segmenten sowie Synergieeffekte aus der Kenntnis von Emittenten und Emissionen, Märkten und Produkten kombinieren sich in der Tätigkeit der Ratingagentur mit der Mehrfachverwertung von Wissen (Länder, Branchen, Unternehmen). Ratings bieten die entscheidende Unterstützung bei der Kapitalaufnahme und –anlage.
Für institutionelle Anleger ist Rating ein Instrument zur Bewertung von Produkten, es bietet Markttransparenz, Überblick und Vergleich und ist ein Werkzeug zur Portofolioanalyse, Selektion, Strukturierung und Steuerung. Knepel spricht von den Singal-, Indikator- und Warnfunktionen des Ratings, die Rolle des Ratings als zweite Meinung („second opinion“) sowie die Unterstützung von Reporting und Dokumentation für Entscheidungen. Rating bedeute Rationalisierung und Beschleunigung von Investmentprozessen, Professionalisierung des Researchs und Kosteneffizienz und –reduktion.
Privaten Anlegern bietet Rating ein beraterunabhängiges Anlageurteil. Wer einen raschen Überblick über vergleichbare Anlageofferten, einen Informationsfilter und eine Prüffunktion sucht, greift zu Ratings. Leicht verständliche Ratingskalen statt Fachjargon und Informationsüberflutung, ein einheitliches Bewertungsprinzip durch Symbole für alle Vermögensklassen (Assets) zeichnen Ratings als kostenloses Informationsinstrument durch aktuelle Verfügbarkeit über das Internet aus. Beratern helfen Ratings, anlagegerechten Rat (vgl. WpHG, MiFID) zu geben. Privaten Anlagen bieten Ratings einen einzigartigen Zugang zu professionellem Research („Investieren wie Profis“).
Hinsichtlich der Positionierung der Feri EuroRating Services sieht Knepel mit Blick auf die Frage, welche Produkte überhaupt die Finanzkrise „überleben“ würden, beste Chancen für Produkte, bei denen Feri traditionell im Rating stark ist. Fragliche Aussichten für Produkte, die das Wachstum der US-Agenturen trugen.
Knepel kommt auf die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen für Ratingagenturen zu sprechen. „Zielsetzungen der Verordnung sind die Sicherstellung der Unabhängigkeit und Vermeidung von Interessenkonflikten, die Verbesserung der Qualität der Ratings durch Schaffung von mehr Wettbewerb der Agenturen, die Einführung von Angabe und Transparenzpflichten und die Schaffung eines Registrierungs- und Aufsichtsrahmens.“
„Rating“ ist nach der EU Verordnung ein Bonitätsurteil in Bezug auf ein Unternehmen, eine Kreditzusage, einen Schuldtitel oder schuldtitelähnliches Instrument oder den Emittenten derartiger Verpflichtungen, das anhand eines etablierten, genau festgelegten Einstufungsverfahrens für Ratingkategorien abgegeben wird. Knepel kritisiert die Verordnung deshalb, weil sie nur diese Ratings reguliert, nicht aber auch alle anderen Ratings, die für Finanzprodukte verantwortet werden müssen.
Knepel begründet, warum eine europäische Alternative im Rating bei globalen Finanzmärkten notwendig ist: Berücksichtigung spezifischer Produkte (beispielsweise geschlossene Fonds, offene Immobilienfonds), Berücksichtigung kultureller, gesellschaftlicher und institutioneller Unterschiede, Stärkung des Wettbewerbs der Ratingagenturen, Unabhängigkeit von politischer Einflussnahme auf Ratingagenturen und auch politischer Rückenwind.
Übertragung der im deutschsprachigen Raum erfolgreichen Aktivitäten zur Bewertung von Anlagemärkten und Anlageprodukten auf weitere europäische Länder, Ausweitung der Ratingaktivitäten im Bereich der Bewertung von Emittenten von Fonds, Zertifikaten und Immobilienprodukten sowie Aufbaue eines Bereichs Kredit- und Unternehmensrating durch strategische Partnerschaften in einzelnen europäischen Ländern – diese Punkte machen die Positionierung der Feri EuroRating Services als europäische Ratingagentur aus. Eine europäische Alternative zu den angelsächsischen Ratingagenturen durch Erweiterung, um neue Themen und Ausbau der internationalen Reputation.
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Expertenforum „Risikoprofiling von Anlegern“
Von Dr. Oliver Everling | 1.Dezember 2009
Die Finanzkrise ist ein Härtetest für die Risikobereitschaft von Anlegern. Risikoeinstellung und Risikotragfähigkeit werden auf die Probe gestellt. Das erste Expertenforum „Risikoprofiling von Anlegern“ brachte mit bisher einmaligem Anspruch Experten u.a. aus der Augsburger Aktienbank AG, BCA AG, B | M | S Rechtsanwälte, Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, EVERS & JUNG GbR, FutureValue Group AG, MLP Finanzdienstleistungen AG, Union Asset Management Holding AG, Wegelin & Co. Privatbankiers und der WIZARD Financial Consulting GmbH zusammen, um zukunftsweisende Fragen zum Risikoprofiling von Anlegern zu diskutieren.
Die Experten sind sich einig, dass sich Risikoprofiling nicht in der Erfüllung gesetzlicher Vorschriften erschöpfen darf. MiFID (Markets in Financial Instruments Directive, deutsch: Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente) setzt Mindeststandards. Die bloße Einhaltung von Mindestanforderungen bietet Finanzdienstleistern jedoch keine Differenzierungsmerkmale, die sie im Wettbewerb um die Gunst des Kunden nutzen könnten. Daher können sich die Anbieter nur dadurch unterscheiden, dass sie über die gesetzlichen Minimalnormen hinaus Verfahren und Prozesse implementieren, mit denen sie ein Risikoprofiling ihrer Kunden unterstützen.
Das unabhängige Expertenforum wird künftig bankengruppenübergreifend aktuelle Entwicklungen zum Risikoprofiling von Anlegern aufgreifen und unter Beteiligung namhafter Kapazitäten vertiefen. Die in der deutschen Beratungspraxis zum Einsatz kommenden Tools werden ebenso hinterfragt wie die Instrumente, die international gebräuchlich sind, oder wissenschaftlich erarbeitet wurden. Mit den Ansätzen werden Standards identifiziert, die für jede Vermögensberatung und Anlagevermittlung maßgeblich sein können.
Die Experten des Forums sind Autoren im Buch von Oliver Everling und Monika Müller (Herausgeber): „Risikoprofiling von Anlegern – Kundenprofile treffend analysieren und in der Beratung nutzen“ (Bank-Verlag Medien GmbH, Köln, http://www.bank-verlag.de/, 1. Auflage 2009, 534 Seiten, Art.-Nr. 22.443-0900, ISBN 978-3-86556-222-7). Das Expertenforum „Risikoprofiling von Anlegern“ wurde neutral unter der Leitung von Monika Müller von FCM Finanz Coaching organisiert (http://www.monika-mueller.de/).
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Asset Management organisiert sich neu
Von Dr. Oliver Everling | 1.Dezember 2009
Der Markt für institutionelles Asset Management ist derzeit im Begriff, sich neu zu sortieren. Dieser Wandel bringt für einzelne Anbieter große Wachstumschancen mit sich, birgt für andere dagegen die Gefahr, Kunden zu verlieren. Dies geht aus einer breit angelegten Marktstudie der Feri EuroRating Services AG zum Thema Wertpapiermanagement hervor, die die Feri alle zwei Jahre durchführt. „Einzelnen Gesellschaften ist ein erfolgreicher Einstieg in den deutschen Markt gelungen“, sagt Dr. Tobias Schmidt, Vorstand bei der Feri EuroRating Services AG. „Einige etablierte Gesellschaften müssen dagegen ihr Leistungsangebot aufbessern, wenn sie unter den veränderten Rahmenbedingungen ihre Marktstellung halten wollen.“ Der Grund: Zahlreiche institutionellen Investoren sähen aktuell die kleinen, spezialisierten Gesellschaften im Vorteil, da diese zum Beispiel eher auf die individuellen Bedürfnisse der Investoren eingingen. Insgesamt dürften sie den großen Gesellschaften daher Marktanteile streitig machen.
Viele Asset Manager haben in den Augen ihrer institutionellen Investoren in der Krise versagt: Als die am häufigsten angekündigten Konsequenzen aus der Finanzkrise nennen Institutionelle deshalb – neben der Überarbeitung des hausinternen Risikomanagements (57%) und der Erhöhung der Rentenquote (45%) – klar den Austausch der Asset Manager (28%). So wird für neu zu vergebende Mandate nach Spezialisten Ausschau gehalten. Inländische „Investmentboutiquen“ erhalten daher insgesamt gute Einschätzungen von institutionellen Anlegern hinsichtlich des künftigen Marktpotenzials. Die in dieser Kategorie gut positionierten Asset Manager haben somit sehr gute Marktaussichten im aktuellen Wettbewerbsumfeld.
Doch auch unter den großen, etablierten Kapitalanlagegesellschaften genießen einige aufgrund ihrer Größe und Marktstärke weiterhin das Vertrauen. Denn hier sehen die Institutionellen vor allem Stabilität und Kontinuität gewährleistet. Dennoch: Einzelne Gesellschaften sind von den Investoren deutlich „abgestraft“ worden und in der Gunst der Anleger gegenüber der letzten Markterhebung deutlich gesunken. Darunter befinden sich auch viele ausländischen Gesellschaften. Allerdings gibt es vereinzelt Anbieter angelsächsischer Herkunft, die ihre Marktreputation stärken konnten. Insgesamt geht der Trend klar in Richtung Master-KAG. Die auf Fondsadministration und -buchhaltung spezialisierten Gesellschaften verzeichnen hohe Mittelzuflüsse und werden von den Investoren hinsichtlich der Kundenbetreuung im Ganzen äußerst positiv bewertet.
Auch im Anlageverhalten der Institutionellen hat sich Einiges getan: Die Aktienquote ist aufgrund der derzeit niedrigeren Risikoneigung gegenüber 2007 von 11,4 auf 5,9 Prozent der Gesamtanlagen deutlich gesunken. Festverzinsliche Titel dominieren mit 79,9 Prozent die Portfolios der institutionellen Investoren (2007: 67,6 %). Bei Fondsanlagen wird bis Ende 2012 ein Zuwachs von insgesamt 19,7 Prozent erwartet. Hauptprofiteure dieser Entwicklung werden vor allem Anbieter Alternativer Anlagen (Rohstoffe, Währungen, Hedge-Fonds und Private Equity; insgesamt +20,6 %), sowie Aktienfonds (+10,9 %) sein. Bei Rentenfonds wird dagegen nur ein unterdurchschnittliches Wachstum von 0,2 Prozent erwartet, da viele Investoren beabsichtigen, ihre Rentenanlagen in Zukunft in Eigenregie zu verwalten.
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Ranking im Fuchsreport 2009
Von Dr. Oliver Everling | 1.Dezember 2009
Der inhabergeführte und bankenunabhängige Vermögensverwalter Flossbach & von Storch hat bei dem diesjährigen Ranking von Fuchsreport/First Five nach 2008 wieder als bester Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum abgeschnitten. Die Kölner setzten sich damit gegen mehr als 117 Banken und unabhängige Vermögensmanager durch.
Die Juroren hoben bei Flossbach & von Storch besonders die Interessenidentität bei der Beratung von Unternehmer zu Unternehmer sowie Ehrlichkeit und Offenheit als Fundament für eine langfristige Vertrauensbeziehung hervor. „Vor dem Hintergrund der Top-Platzierungen der vergangenen Jahre ein Musterbeispiel an Kontinuität. Der nachhaltige Erfolg basiert auf klaren Leitlinien und deren konsequenter Umsetzung“, kommentiert Jürgen Lampe, Vorstand der firstfive AG. Flossbach & von Storch sicherte sich seinen Titel durch die herausragende Performance seiner Portfolios über alle drei getesteten Risikoklassen hinweg.
„Der Schlüssel unseres Erfolges liegt im unabhängigen Denken und Handeln sowie in unserem Kapitalmarkt-orientierten Beratungsansatz“, so Kurt von Storch, Vorstand bei Flossbach & von Storch. „Besonders in einer Zeit, die durch die Bankenkrise und die Unsicherheit vieler Vermögensinhaber geprägt ist, empfinden wir diese Auszeichnung als eine Bestätigung unserer Philosophie, welche den Kunden in den Mittelpunkt unserer Tätigkeit stellt. Das hohe Interesse an unseren Dienstleistungen und die steigende Zahl unserer Kunden zeigen, dass unsere Kontinuität in der Betreuung wie auch unsere nachhaltige Performance honoriert wird.“
Das Ranking des Fuchs Reports (http://www.fuchsbriefe.de/) wird jährlich vom Wirtschafts- und Finanzverlag Fuchsbriefe in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Rankinginstitut firstfive AG mit dem Ziel durchgeführt, ein qualitatives Ranking der Vermögensmanager im deutschsprachigen Raum zu erstellen. Basis der Auswertung sind ausschließlich reale Depots.
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Zwangsvollstreckung, Insolvenz und Prävention
Von Dr. Oliver Everling | 29.November 2009
Der Titel „Forderungsmanagement“ (ISBN 978-3940913012) aus dem Frankfurt School Verlag (http://www.frankfurt-school-verlag.de/) könnte ein betriebswirtschaftlich ausgerichtetes Buch erwarten lassen, bei dem es um eine dem Rechnungswesen des Unternehmens zugeordnete Funktion gehen würde, bei der es um die aus Lieferungen und Leistungen resultierenden Fragen des Debitoren- und Konditionenmanagements geht. Das Forderungsmanagement leitet, gewährt und verwaltet die aus der Einräumung von Zahlungszielen resultierenden Kredite. Das Forderungsmanagement zielt darauf ab, Forderungsausfälle so gering wie möglich zu halten und die notwendige Liquidität des Unternehmens jederzeit zu wahren. Hieraus resultiert ein betriebswirtschaftliches Optimierungsproblem, das u. a. mit Hilfe von Ratingsystemen modelliert werden kann.
Das von Dr. Thomas Thöne von der GenoRechtAnwälte Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Neu-Isenburg herausgegebene Buch zielt jedoch mehr auf die Fragen der Zwangsvollstreckung, der Gesellschafterhaftung, das Insolvenzverfahren und mögliche Wirtschaftsstraftaten, bankrechtliche Besonderheiten und fügt auch im Kapitel zu den Handlungsempfehlungen für Unternehmer eher weitere rechtliche Aspekte hinzu. Informationsgewinnung, Forderungsinkasso, EDV für mittelständische Unternehmen, Forderungsausfallversicherung, Factoring, Zentralregulierung, Asset Backed Securities (ABS) und schließlich Mobilienleasing kommen allesamt ausreichend zur Sprache.
Der Untertitel „Zwangsvollstreckung, Insolvenz und Prävention“ umreisst die Themenbereiche, die Thöne insbesondere unter juristischen Aspekten mit seinen Autoren erarbeitet. Als Lehrbeauftragter der Frankfurt School of Finance & Management (http://www.frankfurt-school.de/) bietet Thöne mit seinem Buch eine hervorragende Lernhilfe, die sich von einem Lehrbuch nur durch das Fehlen von Lernzielen, Übungsaufgaben, Merksätzen oder Zusammenfassungen unterscheidet. Das Buch ist lernfreundlich durchstrukturiert und sprachlich auf Kürze und Prägnanz getrimmt.
Mit 23 Autoren aus unterschiedlichen Häusern, insbesondere Anwaltssozietäten und Banken, gelingt es Thöne erstaunlich gut, trotz des divergierenden Hintergrunds seiner Autoren dem Sammelband einen einheitlichen Zuschnitt zu geben. So spürt der Leser schon beim ersten Beitrag über die Grundlagen der Zwangsvollstreckung, dass das Buch schnörkellos zur Sache kommt. Tabellen, Checklisten, Schaubilder, Ablaufdiagramme usw. helfen, sich schnell über Zusammenhänge und Vorgehensweisen zu informieren.
„Gesellschafterhaftung in der Krise“ lautet der Titel eines Beitrags (von Philipp Casse), der nicht nur die konjunkturelle Krise, sondern auch die der rechtlichen Ausgestaltung des Themas erkennen lässt: So wird in der Rechtsprechung noch immer von „Kreditunwürdigkeit“ gesprochen, also ein Dualismus von „kreditwürdig“ oder „kreditunwürdig“ aufgebaut. Kreditunwürdigkeit liegt demnach vor, wenn ein wirtschaftlich vernünftig denkender, außenstehender Dritter keinen Kredit mehr gewährt oder wenn die Gesellschaft am Markt keinen Kredit zu marktüblichen Konditionen mehr erhält.
Die Rechtsprechung klammert hier die Relativität des Bonitätsrisikos, wie es in einem Rating zum Ausdruck kommt, immer noch aus, denn es gibt auch für hochgradig insolvenzgefährdete Unternehmen in den Ratingkategorien CCC, CC oder C durchaus noch „marktübliche“ Konditionen, nur dass diese eben für Kreditnehmer sehr ungünstig sind. Würde sich die Rechtsprechung der Logik des Ratings bedienen, könnte die Frage nach dem Eigenkapitalersatz betriebswirtschaftlich genauer beantwortet werden.
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Unternehmensbewertung für die Praxis
Von Dr. Oliver Everling | 29.November 2009
Lutz Kruschwitz, Andreas Löffler und Wolfgang Essler legen mit Ihrem Buch “Unternehmensbewertung für die Praxis – Fragen und Antworten” (VIII, 174 S., 19 s/w Abb., 25 Tabellen, ISBN 978-3-7910-2755-5) einen kompakten und praktikertauglichen Zugang zu einer komplexen Materie vor. Prof. Dr. Dr. h.c. Lutz Kruschwitz vom Institut für Bank- und Finanzwirtschaft der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Dr. Andreas Löffler vom Lehrstuhl für Finanzierung und Investition der Universität Paderborn und Wolfgang Essler, CVA, Director bei Duff & Phelps (http://www.duffandphelps.com/) haben sich zusammengetan, um 88 systematisch aufgelistete Fragen zu beantworten.
Dreh- und Angelpunkt der vorgestellten Methoden ist die Discounted Cash-Flow- bzw. DCF-Methode. Folgerichtig werden in einem den Fragen und Antworten vorgeschalteten Grundlagenkapitel der Zähler (oder die Cashflows), der Nenner (oder die Kapitalkosten) sowie Steuern und Statistik behandelt. Das Statistik-Kapitel bringt den Leser auf den Stand der Propädeutik an den Hochschulen, so dass auch der Leser ohne entsprechende Vorbildung oder mit schwacher Erinnerung mühelos den weiteren Ausführungen folgen kann.
Es ist das Verdienst der Autoren, nicht einfach nur Antworten auf Fragen zu liefern, die dann “geglaubt” werden müssen, sondern auch die theoretischen Grundlagen in erstaunlicher Prägnanz zu präsentieren. Hier macht sich die teils jahrzehntelange Lehrerfahrung der Autoren bemerkbar, so dass manche Theorie aus dem letzten Jahrhundert, die einst in schwer verständlichen Texten daherkam, nun in wenigen Worten in ihren essentiellen Aussagen klar gemacht werden kann. Standard-CAPM, Tax-CAPM, FTE-, TCF- und WACC-Verfahren werden dem Leser ebenso schnell vertraut wie das MM-Theorem.
Wie detailgenau die Autoren argumentieren, machen zum Beispiel ihre Ausführungen zum risikolosen Zinssatz deutlich. “Als besonders zuverlässig gilt die öffentliche Hand. Aus diesem Grunde werden Staatsanleihen mit AAA-Rating als fast risikolose Kapitalanlagen angesehen.” Hier weisen die Autoren auf einen wichtigen Umstand hin, warum sich die Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen nicht nur bei unterschiedlichen Ratings unterscheiden. Der Zins von Unternehmensanleihen enthält nämlich auch bei höchster Bonität eine Risikoprämie, die diese von Staatsanleihen unterscheidet: “Insbesondere gilt das für Kapitalanlagen mit langen Laufzeiten, was damit erklärt werden kann, dass Unternehmen, deren Bonität heute erstklassig ist, in mehreren Jahren mit fühlbarer Wahrscheinlichkeit nicht mehr ebenso positiv geratet werden.”
Die Ausfallwahrscheinlichkeiten von Anleihen nach mehreren Jahren ergeben sich nämlich nicht aus der bloßen Multiplikation der jährlichen Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), sondern erst nach Berücksichtigung der spezifischen Migrationswahrscheinlichkeiten. Diese liegen bei Unternehmensanleihen höher als bei Staatsanleihen, die nur eine geringere Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung aufweisen.
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Simplify Your Investment Life
Von Dr. Oliver Everling | 29.November 2009
Millionen Menschen weltweit hat der Bestseller »simplify your life« von Werner Tiki und Marion Küstenmacher (http://www.simplifyyourlife.de/) bereits dazu inspiriert, ihr Leben zu vereinfachen. Mithilfe der fast schon legendären simplify -Tipps haben sie mehr Zeit gewonnen, mehr Gelassenheit im Alltag entdeckt und zu einem entspannteren Privatleben gefunden. Weniger bekannt ist aber „Die Simplify Box“. Jetzt gibt es die vier Hörbuchbestseller »Endlich mehr Zeit haben«, »Den Arbeitsalltag gelassen meistern «, »Mit Kindern einfacher und glücklicher leben« und »Küche, Keller, Kleiderschrank entspannt im Griff« erstmals in einer limitierten Sonderausgabe: die »simplify-Box« mit exklusiver Bonus-CD zum Sonderpreis, insgesamt 5 CDs, 318 Minuten (EAN 9783593388342).
Guter Rat erreicht oft nur die, die ihn ohnehin schon befolgen. Wer keine Zeit mehr zum Lesen findet, hat die Lektüre der Simplify-Bücher dringend nötig. Da aber die Zeit zum Lesen fehlt, bleiben die Tipps beim gestressten Manager unbeachtet, wie man mehr Zeit und Ruhe – zum Beispiel fürs Lesen – gewinnen kann. Letzter Ausweg daher das Hörbuch, das in den CD-Player des Autos geschoben werden kann, um beispielsweise einen unverhofften Stau in ein angenehmes Hörerlebnis zu verwandeln.
Die bisher ungehörte Bonus-CD liefert zusätzliche 25 Simplify-Tipps. Es geht um Glück, „Vereinfachung der Partnerschaft“, Freundschaften – aber auch um die „Geheimnisse des Reichtums“. Geld zu „sammeln“, liefert neue Energie, zeigen die Autoren an verschiedenen Beispielen, und fordern dazu auf, genau jetzt den Grundstein für ein Vermögen zu legen, wenn noch nicht geschehen. Finanzielle Unabhängigkeit sei keine Glückssache, sondern Ergebnis eines Plans. „Verstehen Sie, wie Geld funktioniert?“ Fragen die Autoren und weisen darauf hin, dass es keine allgemeine Schulbildung zu diesem Thema gibt.
Werner Tiki und Marion Küstenmacher sind sich bewusst, mit ihren Tipps das Thema Geld und Sparen nicht erschöpfend behandeln zu können. Die Küstenmachers empfehlen daher, gezielt weitere Informationsangebote zu suchen oder Seminarangebote zu nutzen, zumal diese steuerlich absetzbar sind. „Fast alle Millionäre leben unter ihren Verhältnissen“, so die Erkenntnis der Autoren und machen den Unterschied zum Geiz deutlich. „Wenn Sie jetzt nicht sagen können, ‚ich bin reich‘, werden Sie“, warnen die Küstenmachers, „es auch in zehn Jahren nicht sagen können.“ Man nehme den Reichtum, den man gerade hat.
Für Anhänger des Ratings fügen sich die Ratschläge aus der „Simplify Box“ nahtlos an die Logik von Ratingsystemen: Konzentration auf das Wesentliche, tiefes Verständnis der wirklich entscheidenden Merkmale und Entscheidungskriterien und Kommunikation in einer Form, die von jedermann verstanden werden kann. Wer im Internet statt nach „Simplify your life“ mal nach „Simplify your investment life“ recherchiert, gelangt daher auf die Seiten von Ratingagenturen, zum Beispiel bei den „Seven Ways to Simplify Your Investment Life“ nach Morningstar.
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Börse hören. Interviews zu Ratingfragen im Börsen Radio Network. Hier klicken für alle Aufzeichnungen mit Dr. Oliver Everling seit 2006 als Podcasts.












