S&P Global im Dienst des Klimas – The Climate Service, Inc.

Von Dr. Oliver Everling | 4.Januar 2022

The Climate Service, Inc. mit Sitz in Durham, North Carolina, wurde 2017 gegründet. Seitdem wurde The Climate Service mehrfach für seinen innovativen Ansatz zur Analyse von Klimarisiken ausgezeichnet, darunter der Gewinner des ESG Investing Best Specialist ESG Data Provider Award 2021, New Wave Leader 2020 von Forrester und World Changing Ideas von Fast Company.

Nun bereichert die Firma das Portfolio von S&P Global: Durch Übernahme der Gesellschaft erweitert S&P Global die Expertise der Ratingagentur an wesentlichen Erkenntnissen und Lösungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG). Durch die Akquisition kann S&P Global seinen Kunden noch transparentere, robustere und umfassendere Klimadaten, -modelle und -analysen anbieten. Evercore fungierte als Finanzberater und Cahill Gordon & Reindel LLP fungierte als Rechtsberater von S&P Global.

The Climate Service, Inc. hat eine Anwendung zur physikalischen Klimarisikoanalyse für Unternehmen, Investoren und Regierungen entwickelt. Das Unternehmen stellt mit der Climanomics®-Plattform ein Tool zur Quantifizierung des Klimarisikos bereit. „Die Ergebnisse, einschließlich der in finanzieller Hinsicht dargestellten modellierten Übergangsrisiko- und physischen Risikoanalysen, stimmen mit den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) überein“, heißt es bei S&P Global. Die Plattform modelliere physische Risiken, einschließlich extremer Temperaturen, Dürre, Waldbrände, Küstenüberschwemmungen, Wirbelstürme und Wasserstress, und unterstützt Kunden gleichzeitig mit Informationen zu Übergangsrisiken, einschließlich sich ändernder rechtlicher, regulatorischer und Marktbedingungen.

2021 war ein Meilensteinjahr für S&P Global in Sachen ESG, zu denken ist beispielsweise an die Einführung von S&P Global Sustainable im April 2021. „Sustainable“ ist die einzige Quelle für wesentliche Nachhaltigkeitsinformationen von S&P Global, die die Ressourcen und die vollständige Produktsuite von S&P Global mit Daten, Benchmarking, Analysen, Bewertungen und Indizes vereint, die Kunden eine 360-Grad-Sicht bieten, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

„Investoren und Unternehmen suchen mehr denn je nach evidenzbasierten Erkenntnissen, qualitativ hochwertigen Daten und fortschrittlichen Analysen, um die Entscheidungen zu unterstützen, die ihre Strategien zur Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Unternehmensleistung vorantreiben“, sagt Dr. Richard Mattison, Präsident von S&P Global Sustainable. „Wir freuen uns, das branchenführende Angebot von The Climate Service für die ESG-Lösungen von S&P Global einzuführen und so unsere führende Suite aus Klimaanalysen eine zusätzliche Schicht kritischer Erkenntnisse zu verleihen“, denn es S&P Global gebe Finanzinstituten, Unternehmen und Regierungen die Klarheit und das Vertrauen, Entscheidungen mit Überzeugung zu treffen.

„Wir sind leidenschaftlich daran interessiert, dem Markt die wesentlichen Informationen bereitzustellen, die er benötigt, um angesichts des Klimawandels intelligente Entscheidungen zu treffen“, sagt James McMahon, CEO von The Climate Service. „Gemeinsam mit S&P Global werden wir unsere Fähigkeiten zum Klimarisiko auf die nächste Stufe heben und in der Lage sein, Erkenntnisse in großem Maßstab zu liefern, die die Welt dringend braucht.“

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Deutschland 2022: Nicht überall wird das Vorkrisenniveau wieder erreicht

Von Dr. Oliver Everling | 27.Dezember 2021

Während die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung im Jahr 2022 das Vor-Corona-Niveau übertreffen wird, bleiben die Umsätze in wichtigen Branchen wie der Automobilindustrie, dem Gastgewerbe und den Reiseveranstaltern noch weit hinter dem Niveau des Jahres 2019 zurück. „Selbst wenn die vierte Pandemiewelle die letzte gewesen sein sollte, die signifikante Einschränkungen für Teile der Wirtschaft mit sich bringt, werden viele Branchen noch lange mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen haben. Unternehmen aus dem Informations- und Kommunikationssektor können dagegen schon heute klar als Gewinner der Pandemie klassifiziert werden“, fasst Axel Angermann, Chef-Volkswirt von FERI, das Ergebnis der Konjunkturprognose für das neue Jahr unter Branchengesichtspunkten zusammen. Zweigeteilt ist der Befund für den industriellen Sektor: Im ersten Halbjahr wird die Produktionsentwicklung weiterhin von anhaltenden Lieferengpässen gebremst. Ab dem zweiten Halbjahr rechnet FERI aber damit, dass die Angebotsstörungen deutlich an Relevanz verlieren. Dann könnten eine robuste Nachfrage und jetzt schon hohe Auftragsbestände einen dynamischen Anstieg der Produktion auslösen. Zum Ende des Jahres 2022 wird die Produktion das Vorkrisenniveau wieder erreichen, im Jahresdurchschnitt allerdings noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019 bleiben. Besonders betroffen ist die Automobilindustrie, die unter dem Mangel an Halbleitern leidet und als einzige unter den großen industriellen Bereichen im Jahr 2021 nochmals einen herben Rückgang der Produktion zu verzeichnen hatte.

Geteilte Aussichten im Baugewerbe

Das deutsche Baugewerbe könnte zu den Gewinnern des Regierungswechsels gehören: Das Ziel, bis zu 400.000 Wohneinheiten pro Jahr neu zu errichten, wird zwar ohnehin nicht von heute auf morgen zu erreichen sein und könnte außerdem von knappen Kapazitäten des Sektors in Frage gestellt werden. Dennoch dürften die zu erwartenden Maßnahmen, die jetzt immerhin in einem eigenen Ministerium koordiniert werden, spürbar positive Impulse auslösen. Gedämpft bleiben allerdings die Perspektiven für den Gewerbebau. Vor allem der Trend zu mehr Homeoffice in vielen Bereichen begrenzt die Nachfrage nach Büroimmobilien. Insgesamt ist für das Baugewerbe aber mit einem spürbaren Anstieg des realen Umsatzes im kommenden Jahr zu rechnen.

Digitale Wirtschaft als Gewinner der Krise

Zu den Gewinnern der Pandemie zählen der IT-Sektor und damit verbundene Branchen: Der Umsatz mit Dienstleistungen der Informationstechnologie dürfte ebenso wie der in der Datenverarbeitung und mit Webportalen im kommenden Jahr rund 15% höher liegen als vor der Pandemie. Positiv sind auch die Perspektiven für den Einzelhandel, der im Jahr 2022 mit einem preisbereinigten Umsatzplus von 3 Prozent rechnen kann. Angetrieben wird dies von erheblichen Überschuss-Ersparnissen, die in der Pandemie zwangsweise aufgebaut wurden, und einer insgesamt positiven Arbeitsmarktentwicklung. Allerdings kommt das Umsatzplus nur zu einem Teil dem stationären Einzelhandel zugute. Der wirkliche Gewinner der Pandemie bleibt der Online-Handel.

Reisebranche und Gastgewerbe hinken hinterher

Das gewaltige Umsatzplus von mehr als 50% für die Reisebüros und -veranstalter und von mehr als 40% für das Gastgewerbe dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Zuwächse von einem sehr geringen Niveau aus erzielt werden. In beiden Bereichen liegt der Umsatz im kommenden Jahr erheblich unter dem Vorkrisenniveau. Gerade die Reisebranche dürfte auch weiterhin von Unsicherheiten belastet bleiben, die potenziell von neuen Virusmutationen ausgehen. Dass sich der Tourismus insbesondere zu Zielen außerhalb Europas im kommenden Jahr wieder normalisiert, erscheint deshalb sehr unwahrscheinlich. Der Umfang von Geschäftsreisen dürfte dank der Erfahrungen mit digitalen Kommunikationsformaten ohnehin auf Dauer deutlich niedriger ausfallen als vor der Pandemie.

Axel D. Angermann analysiert als Chef-Volkswirt der FERI Gruppe die konjunkturellen und strukturellen Entwicklungen aller für die Asset Allocation wesentlichen Märkte. Diese Daten bilden die Grundlage für die strategische Ausrichtung der Vermögensanlagen der FERI. Angermann verantwortet seit 2008 die von FERI erstellten Analysen und Prognosen für die Gesamtwirtschaft sowie einzelne Branchen. 2002 trat er als Branchenanalyst in das Unternehmen ein. Seine berufliche Karriere begann beim Max-Planck-Institut für Ökonomie und beim Verband der chemischen Industrie. Angermann studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Bayreuth.

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Marktanteile der US-Agenturen bleiben ein europäisches Debakel

Von Dr. Oliver Everling | 22.Dezember 2021

Es bleibt dabei: Die überbordende Regulierung von Ratingagenturen hat in der Europäischen Union (EU) ihr Ziel verfehlt. Es bleibt bei der Dominanz US-amerikanischer Ratingagenturen, die für die Allokation der volkswirtschaftlichen Ressource „Kapital“ auch in Europa praktisch allein maßgebend bleiben. Die drei führenden US-Agenturen S&P Global Ratings Europe, Moody’s Investors Service und Fitch Ratings vereinen inzwischen 92,19 % der Umsätze auf sich – und das auch noch nach „Brexit“, obwohl die US-Agenturen im angelsächsischem Raum natürliche Vorteile haben und diese Umsatzanteile in neue Berechnungen nicht mehr eingehen.

Der Marktanteil dieser drei Agenturen, S&P Global Ratings EuropeMoody’s Investors Service und Fitch Ratings, ist nach dem  Jahr 2012 zum Beispiel mit 87,02 % und mit 91,07 % im letzten Jahr 2019 nun 2020 mit 92,19 % noch höher als damals, als die Politik in Europa meinte, die Chance der Finanzkrise nutzen zu können, die US-Agenturen in Schranken zu verweisen.

Zu berücksichtigen ist bei diesen Zahlen außerdem, dass eine Reihe von Ratingagenturen Maßnahmen ergriffen hat, um die Kontinuität ihrer Ratingtätigkeiten sicherzustellen, bevor der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU am 31. Dezember 2020 abgeschlossen wurde. Ratingagenturen, die – wie die US-amerikanischen Marktführer – eine bedeutende Präsenz im Vereinigten Königreich haben, verfolgten unterschiedliche Ansätze zur Umstrukturierung ihrer Geschäfte. Diese Änderungen wirkten sich im Jahr 2020 auf die anwendbaren Einnahmen der Ratingagenturen aus EU-Kreditratingaktivitäten aus und spiegeln sich in den Veränderungen der Marktanteile der Ratingagenturen im diesjährigen Marktanteilsbericht wider.

Vor diesem Hintergrund sind insbesondere die Marktanteilsveränderungen bei S&P Global Ratings Europe und Moody’s Investors Service, aber auch bei DBRS Ratings zu sehen. S&P Global Ratings Europe steigert durch die neue Zuordnung den Marktanteil 2020 auf 51.77% (von 40.40% in 2019), während Moody’s Investor Service mehr Umsatz in Vereinigten Königreich behält (Marktanteil in der EU 2020 nur 30.12% nach 33.12% in 2019). Auch die kanadische DBRS Ratings gibt ab (1.11% 2020 nach 2.99% 2019), ebenso die auf Versicherungen spezialisierte Agentur AM Best Europe-Rating Services (Marktanteil 2020 nur noch 0.41% nach 0.95% in 2019). Allen Agenturen, die Marktanteile abgegeben haben, ist gemeinsam, dass sie ihre Muttergesellschaften auf dem amerikanischen Kontinent und einen Tätigkeitsschwerpunkt im wichtigsten europäischen Finanzzentrum haben, dem vom Brexit betroffenen London.

Der Anstieg der Marktanteile der in der EU verbliebenen Ratingagenturen bewegt sich vor dem Hintergrund der genannten Effekte im kosmetischen Bereich. CERVED Rating Agency (Anstieg auf 1.18% 2020 nach 0.84% 2019), Scope Ratings (Anstieg auf 1.00% 2020 nach 0.62% 2019) und CreditReform Rating (Anstieg auf 0.84% nach 0.53%). Aus der Rechenmechanik der Marktanteilsberechnung folgt, dass auch die anderen Agenturen Marktanteilsgewinne aufweisen können, obwohl die Dominanz der US-Agenturen nicht gebrochen wurde.

Eines der Ziele der EU-Verordnung über Ratingagenturen (Credit Rating Agencies bzw. CRA-Verordnung) besteht darin, den Wettbewerb auf den Märkten für Ratings zu stärken, indem Emittenten oder verbundene Dritte ermutigt werden, kleinere Ratingagenturen zu beauftragen. In dieser Hinsicht verlangt Artikel 8d der CRA-Verordnung, dass Emittenten oder verbundene Dritte, die beabsichtigen, zwei oder mehr CRAs zum Rating einer Emission oder eines Unternehmen zu beauftragen, die Bestellung von mindestens einer CRA mit nicht mehr als 10 % des Gesamtmarktanteils in Erwägung ziehen.

Für den Fall, dass der Emittent oder ein verbundener Dritter keine Ratingagentur mit einem Gesamtmarktanteil von nicht mehr als 10 % ernennt, verlangt die Verordnung (Artikel 8d), dass diese Entscheidung dokumentiert wird. Die Verpflichtungen aus Artikel 8d werden auf nationaler Ebene von den zuständigen sektoralen Behörden überwacht und durchgesetzt. Um Emittenten oder verbundene Dritte bei dieser Bewertung zu unterstützen, verlangt Artikel 8d der CRA-Verordnung, dass die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eine Liste der registrierten Ratingagenturen und der von ihnen abgegebenen Ratingarten zusammen mit einer Berechnung von Einnahmen der Ratingagenturen aus Ratingtätigkeiten und Nebendienstleistungen auf Gruppenebene veröffentlicht.

Ratingtätigkeiten beziehen sich auf die Definition von Ratings gemäß Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a der CRA-Verordnung. Diese Aktivitäten beinhalten die Abgabe von Gutachten über die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens, einer Schuld oder einer finanziellen Verpflichtung, einer Schuldverschreibung, einer Vorzugsaktie oder eines anderen Finanzinstruments oder eines Emittenten einer solchen Schuld oder einer solchen finanziellen Verpflichtung, einer Schuldverschreibung, einer Vorzugsaktie oder eines anderen Finanzinstruments.

Gemäß Artikel 8d Absatz 3 der CRA-Verordnung wird der Gesamtmarktanteil jeder registrierten Ratingagentur anhand des Jahresumsatzes berechnet, der aus Ratingtätigkeiten und Nebendienstleistungen auf Gruppenebene in der EU für diese Ratingagentur oder Gruppe von Ratingagenturen erzielt wird. Für die Zwecke dieser Untersuchung wurde von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) der Gesamtmarktanteil auf der Grundlage der geprüften Jahresabschlüsse der Ratingagenturen in Bezug auf den Jahresumsatz aus den Ratingtätigkeiten und Nebendienstleistungen für das Kalenderjahr 2020 berechnet.

Die heute von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) veröffentlichte Tabelle enthält eine Liste aller CRAs, die gemäß der CRA-Verordnung in der EU registriert sind. Für jede Ratingagentur stellt die ESMA den anwendbaren Gesamtmarktanteil bereit. Schließlich liefert die ESMA einen Indikator dafür, ob eine Ratingagentur einen Gesamtmarktanteil von weniger als 10 % hat.

Auf den Jahr für Jahr peinlicher werdenden Bericht der ESMA über das Scheitern der EU-Regulierung über Ratingagenturen lässt die ESMA Jahr für Jahr länger warten. Nun wurde es schon der 22. Dezember 2021, also kurz vor den Feiertagen, bis der Bericht über 2020 fertig wurde.

Der Bericht der ESMA enthüllt außerdem, wie man sich von den zahlreichen Ratingveröffentlichungen kleinerer Agenturen blenden lassen kann: So könnten die vielen Meldungen mancher Agenturen über die von ihnen erteilten Ratings Glauben machen, sie würden in ähnlichem Umfang von Anlegern und Emittenten nachgefragt wie die führenden US-Agenturen. Das ernüchternde Bild der ESMA: Während die Ratings von S&P Global Ratings Europe oder Moody’s Investors Service fast immer nur nach Auftrag erfolgen, erteilen manche kleinere Agenturen überwiegend oder sogar ganz ungefragt ihre Ratings (siehe Kapitel 8 „Market Share of EU Registered CRAs by Rating Category“ des „Report on CRA Market Share Calculation“ der European Securities and Markets Authority).

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Diese 6 Fragen stellen sich Investoren, wenn sie in einer späteren Wachstumsphase in ein Start-up investieren

Von Cathrin Assenmacher | 20.Dezember 2021

Start-ups, die am Anfang stehen, bieten sehr große Wachstumschancen und daher auch gute Profite für Investoren selbst bei geringem Einsatz. Bei gewachsenen Start-ups muss der Investor dagegen mehr Geld mitbringen, bekommt dafür weniger Stimmrechte und weniger Wachstumspotenzial.

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Mit welchen Argumenten können Start-ups also punkten, um auch größere Summen für weniger Anteile zu bekommen? Julian Fuchs kennt die Antwort. Er ist Start-up-Experte, Gründer und Investor mit jahrelanger Erfahrung. In folgendem Gastbeitrag verrät Julian Fuchs, welche 6 Fragen sich Investoren in einer späten Wachstumsphase stellen.

Frage: Wer ist Teil des Teams?

Meist wollen die Investoren wissen, wer hinter den Gründern steckt und ob sie möglicherweise First Time Founders sind. Den Investor interessiert die Aufstellung des Teams, dem er sein Geld, seine Manpower und sein Interesse als solches anvertraut. Qualifikation und Motivation, Leistungsfähigkeit und Leistungswilligkeit sind entscheidende Parameter, die dabei die Meinung des Investors beeinflussen können. Auch eine Frage nach weiteren Investoren und ihrem Profil sei nicht unüblich, erklärt Julian Fuchs.

Frage: Warum genau zu diesem Zeitpunkt?

Eine passende Antwort zu dieser Frage könnte sich auf folgende Punkte beziehen: Es lohnt sich, aufgrund der günstigen Marktsituation oder des Technologieverhaltens zu investieren und gemeinsam zu expandieren.

Frage: Was genau steckt hinter der Geschäftsidee?

Das A und O des Start-ups ist die Geschäftsidee – sie ist buchstäblich Geld wert. Mit dem Start-up als der Lokomotive und dem Investment als Antriebsstoff muss auf Grundlage des Businessplans die Idee zu Geld werden. Daher sollten sich Start-ups auf tiefergehende Fragen rund um die Geschäftsidee vorbereiten: Wird die Geschäftsidee viel Kapital benötigen? Wie viel Zeit wird für die Planung einberechnet?

Frage: Marktanalyse

Abhängig von Produkt oder Dienstleistung muss der regionale, nationale beziehungsweise internationale Markt objektiv-kritisch abgeklopft werden. Schönreden hilft nicht weiter – von den Investoren ist Realismus gefragt. Daher sollten sich Start-ups auf Fragen nach der Skalierbarkeit des Produktes vorbereiten. Braucht das Produkt viel Warenbestand oder handelt es sich um ein digitales Produkt?

Frage: Wie sehen aktuelle Bewertungen aus und wie aussagefähig sind sie?

Unternehmensbewertungen können ein weiterer ausschlaggebender Punkt für Investoren sein – wenn sie denn positiv ausfallen und glaubhaft sind, also weder gekauft noch gefälscht sind. Die Investoren interessieren sich außerdem dafür, ob der Cap Table so aufgebaut ist, dass es auch für Folgerunden interessant ist. Der Cap Table ist die schriftliche Aufstellung aller Beteiligten am Start-up. Darin werden die Wertpapiere des Unternehmens, also Aktien, Optionsscheine etc., die von den Anlegern gezahlten Beträge und der prozentuale Anteil der einzelnen Anleger am Unternehmen aufgeführt.

Ein Beispiel: Der Gründer hat zehn Prozent des Start-ups und drei Investoren besitzen jeweils dreißig Prozent. Daher wird in Zukunft kein Folgeinvestor involviert werden. Das liegt daran, dass sich sehr viel im Start-up darum drehen wird, die anfänglich sehr günstig eingestiegenen Investoren entweder herauszukaufen oder noch reicher zu machen.

Frage: Welcher Mehrwert steckt in dem Start-up?

Auch die Frage nach dem Mehrwert des Start-ups ist eine gängige Frage der Investoren. Angesprochen werden hier die inneren Werte der Kapitalgesellschaft. Wie ist das Marktpotenzial des Start-ups in Relation zu seinem fiktiven Kaufpreis

Über Julian Fuchs: Als Gründer von Digital Rain unterstützt Julian Fuchs ambitionierte und talentierte Start-Up-Unternehmen mit Kapital sowie dem geeigneten Netzwerk und Expertenwissen. Dabei hat er sich auf zwei Nischen konzentriert: Zum einen Direct-to-Consumer-Start-Ups, diese verkaufen ihr Produkt oder ihre Dienstleistung über einen Onlineshop direkt an den Kunden und verzichten auf einen Zwischenhändler. Und auf Unternehmen im Bereich Onlinemarketing, insbesondere in Search und Adtech und auch in eigene Suchmaschinen.

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BITCOIN Nachverfolgung geplant – so wollen die EU-Staaten die Kryptowährung kontrollieren

Von Rick Sebastian | 20.Dezember 2021

Seit Jahren sorgt die Welt der Kryptowährungen immer wieder für Furore. Allen voran findet man den prominentesten Vertreter mit der größten Marktkapitalisierung, den Bitcoin, immer wieder in den Nachrichten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Ruf nach Regulierung dieses undurchsichtigen Marktes laut wurde. Nun ist er auf politischer Ebene angekommen – so wollen die EU-Staaten die Kryptowährungen kontrollieren, da sie den gemeinsamen Wunsch hegen, klare Transparenzregeln für den Bitcoin und andere Kryptowährungen zu schaffen. Überweisungen sollen in Zukunft komplett nachverfolgt werden können. Was das für Auswirkungen auf den Kryptomarkt haben wird und wie diese Transparenz einen Gegenschlag für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wird, erklärt Ihnen Thomas Germer gerne in einem Gastbeitrag. Thomas Germer ist Experte für Kryptowährungen. Er investiert in verschiedene Währungen und bringt demnächst selbst eine eigene Kryptowährung auf den Markt:

Status Quo – Bitcoin als freies Zahlungsmittel

Um den Hintergrund des Wunsches nach staatlichen Regulierungen zu verstehen, macht es Sinn, einmal den Status Quo des Bitcoins zu betrachten. Wie Sie vielleicht immer wieder in den Medien mitbekommen haben, ist der Kryptomarkt derzeit frei und nicht reguliert, so dass alle Transaktionen komplett anonym abgewickelt werden können. Im Falle des Bitcoins laufen diese über die Blockchain, auf der jede Transaktion unwiderruflich und fehlerfrei festgehalten wird – aber eben anonym, so dass niemand nachvollziehen kann, welche Personen sich gerade Geld geschickt haben. Person A transferiert Bitcoin zu Person B, ohne dass persönliche Identitätsdaten gespeichert werden. Der Zahlungsverkehr mit Bitcoin ist mittlerweile so beliebt, dass man schon in vielen Online-Shops auch in der Offline-Welt mit Bitcoin bezahlen kann. Allerdings lässt der anonyme Zahlungsverkehr Raum für illegale Geldgeschäfte, wie z. B. Transaktionen zum Zweck der Geldwäsche oder Finanzierung von terroristischen Aktivitäten. Es gibt zwar keine genauen Daten, jedoch wird allgemein vermutet, dass die Dunkelziffer der illegalen Geldgeschäfte bei Bitcoin Transaktionen extrem hoch ist. Das entgeht den staatlichen Organen nicht und erfordert ein gemeinschaftliches Auftreten, um Regulierungen auf den Weg bringen und durchsetzen zu können.

Wunsch-Szenario der Regulierung

Die Europäische Union hegt demnach den legitimen Wunsch, Kryptowährungen zurück regulieren. Anonyme oder pseudonyme Geldüberweisungen via Bitcoin soll es schon bald nicht mehr geben. Damit möchte man kriminelle Energien unterbinden und gleichzeitig für Transparenz und gelebten Verbraucherschutz sorgen. EU-Abgeordnete fordern, dass Sender und Empfänger von digitalem Geld, wie beim normalen Zahlungsverkehr mit Fiat-währungen auch, bekannt sein müssen. Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, fürchten viele Anleger staatliche Eingriffe, weil sich in den Köpfen von Bitcoin-Fans zum einen die Angst vor einem Verbot hält, zum anderen befürchtet wird, dass Regulierungen den Wert drastisch nach unten drücken könnten und dieser infolgedessen irgendwann final gegen Null geht. Zudem bedeutet eine Offenlegung der Wallets mit Identitäts- und Adressdaten, dass jeder in voller Höhe mit steuerlichen Abzügen rechnen muss. Nicht nur der Staat, sondern auch das Finanzamt haben dann ungehinderten Einblick auf alle Transaktionen und Gewinne der Anleger und Nutzer von Bitcoin.

Illegale Geldgeschäfte unterbinden

Wenn es durch eine staatliche Regulierung zur Aufhebung der Anonymisierung beim Zahlungsverkehr mit Bitcoin über die Blockchain kommt, ist dies ein progressiver Schritt zur Unterbindung illegaler Geldgeschäfte. Terrorismus-Organisationen würden damit in die Schranken gewiesen werden und auch Unternehmungen der Geldwäsche hätten es schwer. Davon profitiert die Allgemeinheit, so dass die Bemühungen eine Regulierung von Kryptowährungen grundsätzlich als positiv zu bewerten ist. Wer nicht in illegalen Geldgeschäften verstrickt ist, hat nichts zu befürchten. Für den Einzelnen bedeutet es lediglich, zur eigenen Investition zu stehen und Identitätsdaten der persönlichen Wallet offenzulegen.

Chancen und Perspektiven

Eine Bitcoin Nachverfolgung auf staatlich angelegter Ebene birgt zwar zunächst das Risiko des Kursabfalls, ist jedoch insgesamt als eine große Chance für den Kryptomarkt anzusehen. Dieser steht seit Jahren in Verruf, zwielichtige Geschäftsgebaren zu unterstützen. Eine Regulierung ist nicht mehr aufzuhalten bzw. wegzudenken, da immer mehr institutionelle Anleger und auch Regierungen auf den Bitcoin aufmerksam werden. Beschließt die EU nun eine klare Richtlinie, gewinnt der Markt langfristig gesehen an Akzeptanz und eröffnet vielen weiteren Anlegern interessante Perspektiven. Kryptowährungen müssen sich dann nicht mehr gegen Vorwürfe wehren, sie seien nur dazu da, Geld zu verstecken den Zahlungsverkehr zu verschleiern. Der Einzelne würde insofern davon profitieren, als dass die langersehnte bzw. befürchtete Regulierung dem Bitcoin Marktstabilität und ein gesundes Ansehen verschaffen würde. Ist der Schritt vollzogen, könnte nur noch eine weltweit drastische Wirtschaftskrise dazu führen, dass der Wert auf null zurück geht und niemand mehr in Bitcoin investiert. Zudem ist es besser, dass der Markt von staatlicher Seite durch reguliert ist, weil dann ein finales Verbot von digitalen Währungen vom Tisch ist. Die Bemühungen der EU sind aus Sicht der Anleger als legitim und fair zu bewerten und bedeuten einen weitaus glimpflicheren Ausgang, als es beispielsweise in China der Fall ist, wo die radikale Regierung nur die eigene Zentralbank im Sinn hat und alle Transaktionen in Verbindung mit Bitcoin und Co. im September 2021 für illegal erklärt hatte.

Fazit

Sie sehen: Der Krypto-Markt hat sich in den vergangenen Jahren hierzulande völlig losgelöst von staatlicher Kontrolle entwickeln und entfalten können. Die Marktkapitalisierung und Nutzung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist jedoch so weit fortgeschritten und im Alltag angekommen, dass Regulierungen seitens der EU früher oder später ohnehin stattfinden müssen. Die Aufhebung der Anonymisierung von Wallets stellt einen effektiven Gegenschlag gegenüber Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung dar und kann kurzfristig zwar zu Wertverlust der einzelnen Coins führen, bietet jedoch insgesamt die Chance, für mehr Akzeptanz, Transparenz und Stabilität des Bitcoins und anderen Kryptowährungen zu sorgen.

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Neoliberale Märkte sind Geschichte

Von Dr. Oliver Everling | 15.Dezember 2021

Das verstärkte Auftreten der Inflation ist maßgeblich auf eine Veränderung in der Politik zurückzuführen und wird die Märkte weiterhin begleiten. Diese Meinung vertritt Werner Krämer, Senior Economic Analyst bei Lazard Asset Management. Doch für Anleger gebe es Möglichkeiten, sich gegen den Anstieg des allgemeinen Preisniveaus zu schützen.

„Über lange Zeit hat eine neoliberale Ausrichtung der Politik weltweit geherrscht. Dabei dominierten die Märkte das Geschehen, nicht der Staat. Das hat sich geändert“, sagt Krämer. Bereits seit der Finanzkrise, aber besonders seit der Wahl Joe Bidens zum US-Präsidenten sei ein typischer neokeynesianischer Ansatz zu erkennen: Schulden machen, Geld ausgeben, Sozialpakete schnüren, Infrastruktur ausbauen. „Das kann man alles begrüßen“, sagt Krämer. „Aber es wird keine Rücksicht auf Verschuldung genommen. Die Zentralbank betreibt dabei praktisch die Staatsfinanzierung durch die Hintertür.“ Dieser Wechsel der Politik sei auch in Japan, China, Großbritannien und im Koalitionsvertrag der Ampelkoalition zu beobachten.

„Maßnahmen im Rahmen neokeynesianischer Politik fördern die Inflation“, analysiert Krämer. Besonders meine er damit Maßnahmen wie Verstaatlichungen, politisierte Zentralbanken, geschlossene Grenzen und De-Globalisierung. „Auf lange Frist werden wir so höhere Inflationsraten haben als in den letzten 10 Jahren, in denen der Durchschnitt bei 1,5 % lag“, so Krämer. Es wechsele also langfristig gesehen das gesamte Finanzklima: von einem stark disinflationären Umfeld in eines, das auf lange Sicht eher inflationär sei.

Daraus ergebe sich logischerweise die Frage, wie man seine Vermögensanlagen in Zeiten von Inflation am besten schützt. „Inflationsraten von eins bis vier Prozent sind für die Aktienmärkte optimal“, erklärt Krämer. Den Inflationsschutz von Aktien müsse man jedoch differenziert betrachten, insbesondere spiele die Dauer der Hochinflationsphase eine wichtige Rolle dabei. „Large Caps, Value-Werte sowie Qualitätsaktien performen in inflationären Zeiten besser“, so Krämer. „Auch Einzelaktien mit hoher Preismacht, die die Kosten an ihre Kunden weitergeben können, bieten Anlagechancen.“ Aktien die auf „Real Assets“ basieren, Rohstoffe, REITs und Infrastrukturwerte, hätten ebenfalls einen eingebauten Inflationsschutz.

Zusammenfassend nennt Krämer inflationsgeschützte Anleihen, Gold und Rohstoffe, Emerging Markets Debt, Global Convertibles, Global Quality Equity, ausgewählte Aktienthemenfonds sowie gelistete Infrastukturwerte und REITs als Assetklassen, die Inflationsschutz bieten können.

„Bestehende Inflationsrisiken ändern jedoch nichts an der Notwendigkeit eines wohl diversifizierten Portfolios, welches die verschiedenen Ziele und Risiken austariert“, fasst Krämer zusammen.

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Nach Aktien sucht, der Dividende findet

Von Dr. Oliver Everling | 15.Dezember 2021

33 der 40 DAX-Konzerne werden aktuellen Einschätzungen zufolge im Jahr 2022 mehr Dividenden ausschütten, als 2021: „Die Gewinne der genannten Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr sogar mehr als verdoppelt.“ Ungeachtet der Erfolgsmeldungen suchten zu keinem Zeitpunkt binnen der letzten 365 Tage weniger Bundesbürger auf Google nach dem Begriff „Aktien“, als gegenwärtig. Dies geht aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervor.

Das Gros der Unternehmen äußert sich erst mit der Jahresbilanz zur Dividende. Allerdings, so das Handelsblatt, seien bereits jetzt zuverlässige Prognosen möglich, dem Nachrichtenmagazin zufolge sind es eben jene 83 Prozent, welche die Gewinnausschüttung erhöhen.

Am höchsten soll dabei die Dividendenrendite bei BASF ausfallen, gefolgt von Covestro und Allianz. Doch auch beim Spitzenreiter BASF läge jener Wert von 5,7 Prozent nur knapp oberhalb der Inflationsrate im November 2021. Sollte es bei der Inflation keine Trendumkehr geben, dann würden sich besagte Dividenden Wertpapiere allenfalls zur Kaufkrafterhaltung eignen, sieht man von potenziellen Kurssteigerungen ab.

Unterdessen zeigt die Infografik, dass die Corona-Krise zuletzt zu einem Rückgang bei den Dividendenzahlungen geführt hat. 2020 schütteten die DAX-Unternehmen in Summe 34,2 Milliarden Euro an die Anteilseigner aus, 2019 waren es noch 38,5 Milliarden Euro.

Etwa 30 Prozent der Dividendenausschüttungen kamen 2020 indes von Unternehmen der DAX-Familie mit Sitz in Bayern, Nordrhein-Westfalen landet mit knapp 28 Prozent auf dem zweiten Platz, gefolgt von Baden-Württemberg (10,3 Prozent).

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Der Start in die Karriere

Von Alex Bergmann | 14.Dezember 2021

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Der Einstieg in das Berufsleben ist schwierig, vor allem, wenn nicht die perfekten Grundvoraussetzungen bestehen. Manche Menschen starten beispielsweise mit einer guten Ausbildung, hohem Kapital durch ihre Eltern und einer guten Position durch Kontakte in die Berufswelt, weshalb sie deutlich bessere Chancen auf Erfolg haben. Für sie ist es deutlich leichter, wenn sie schwierige Entscheidungen treffen müssen, die eventuell riskant sind. Selbst wenn der Versuch nicht aufgeht, können sie auf ihr Kapital, ihre Ausbildung und Familie zurückgreifen, die immer eine helfende Hand sind.

Im Gegensatz dazu gibt es Menschen, die nicht diese Grundvoraussetzungen besitzen, da sie eventuell die Schule vorzeitig beenden mussten, um Geld für ihre Familie zu verdienen. Hinzu kommt, dass ihre familiäre Situation von Problemen geprägt ist und dass eine dauerhafte negative Wolke über ihnen schwebt. Ihr Leben ist von Problemen gekennzeichnet und wenn sie einen riskanten Schritt wagen, dann kann dies gleichzeitig der endgültige Ruin für sie bedeuten. Für manche Menschen ist es beispielsweise fatal, wenn sie Schulden in Höhe von 1.000 Euro haben. Andere Menschen wiederum, die im gleichen Alter sind, noch nichts erreicht haben, fragen ihre Eltern einfach nach dem Geld und bekommen stattdessen 2.000 Euro.

Die Grundvoraussetzungen sind für alle Menschen nicht gleich und niemand sollte in seinem Leben verurteilt werden, wenn irgendetwas bei ihnen nicht klappt oder sie sich für einen Schritt nicht wagen.

Wer bereits etwas weiter ist, die Ausbildung abgeschlossen hat und zum Beispiel ein Unternehmen gründen möchte, der sollte sich über die Risiken und Möglichkeiten informieren. Bei der Gründung eines Unternehmens kann beispielsweise die Finanzierung unterschiedlich aussehen. Manche beantragen einfach einen Kredit, den sie durch ihre Arbeit abbezahlen wollen. Andere nutzen ihr Startkapital und bauen sich nach und nach ihr Unternehmen weiter auf. Andere wiederum nutzen ein Mezzanine Darlehen, was aus Eigen- und Fremdkapital besteht und sozusagen hauptsächlich durch Investoren finanziert wird. Das heißt meist, dass die Investoren Anteile an Gewinnen und der Firma bekommen. Die Verträge mit den einzelnen Investoren sind selbst handelbar, sodass nicht immer Prozente der Firma und Gewinne abgegeben werden müssen.

Wichtig bei der Gründung und dem Start eines Unternehmens ist, dass alles gut kalkuliert und durchdacht ist. Meist sind die Ausgaben sehr hoch und es kommen immer unerwartete Dinge auf einen zu. Zudem bedeutet ein Unternehmen auch, dass viel Verantwortung getragen und viel Zeit investiert werden müssen.

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Sibanye-Stillwater glänzt mit CDP-Ratings

Von Dr. Oliver Everling | 14.Dezember 2021

Sibanye-Stillwater hat von CDP, einer gemeinnützigen globalen Plattform zur Offenlegung von Umweltinformationen, eine durchschnittliche Bewertung1 von „A-“ für seine „Water Security“ erhalten. Die Einstufung „A-“ wird als „Leadership Band“ – „Implementierung aktueller Best Practices“ klassifiziert. Für die zugrunde liegenden Wasserunterkategorien des Wassersicherheitsratings erhielt die Sibanye-Stillwater Group die Bewertung „A“ für ihre wasserbezogenen Chancen, Wasserrisikobewertung, Wasserpolitik, Geschäftsstrategie und Geschäftsauswirkungen.

Es war das erste Mal, dass die Gruppe in der Kategorie Wassersicherheit teilnahm und Benchmarks höher als der globale und afrikanische regionale Durchschnitt von „B“ und der Durchschnitt des Metallmineralbergbausektors von „B-“ lag.

Für die jährliche Offenlegung von Kohlenstoff durch die Gruppe gegenüber CDP erhielt Sibanye-Stillwater eine durchschnittliche Bewertung von „B“ und gehört damit zu 28 % aller Unternehmen, die in ihrer Aktivitätsgruppe ein „B“-Rating erreicht haben, ohne dass dieses Jahr in der Metallic-Liste ein „A“-Rating vergeben wurde.

CEO Neal Froneman kommentierte: „Wir freuen uns sehr über die kontinuierliche Anerkennung unserer Klimaschutzmaßnahmen und Offenlegungen durch das CDP, die wir weiter intensivieren werden, während wir auf unser CO2-Ziel hinarbeiten, bis 2040 netto null zu sein.“

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Parthenon Capital Partners wettet auf KBRA

Von Dr. Oliver Everling | 13.Dezember 2021

KBRA, eine globale Full-Service-Ratingagentur, die sich Innovation und Integrität verschrieben hat, gab heute bekannt, dass sie einen Deal mit einer führenden wachstumsorientierten Private-Equity-Gesellschaft abgeschlossen hat, Parthenon Capital Partners. Diese Gesellschaft wird eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen erwerben.

KBRA ist eine globale Ratingagentur, die im Zuge der globalen Finanzkrise gegründet wurde. „Als KBRA gegründet wurde“, sagt Jim Nadler, CEO, Präsident und Mitbegründer von KBRA, „war es unsere Mission, dem Markt zeitnahe, wertvolle und transparente Bewertungen und Recherchen bereitzustellen. In den letzten 11 Jahren hat KBRA den Standard für das Engagement mit Investoren gesetzt, was zu unserer Führungsposition in vielen Märkten geführt hat. Dieses Engagement und die Reichweite der Investoren haben auch zu der Akzeptanz und dem Vertrauen von KBRA bei Emittenten, politischen Entscheidungsträgern und wichtigen Meinungsbildnern geführt. Da wir im In- und Ausland weiter expandieren, freuen wir uns, mit Parthenon zusammenzuarbeiten, um unser zukünftiges Wachstum zu beschleunigen.“

Weltweit kämpfen mehr Ratingagenturen um die Gewinnschwelle als solche, die wie die führenden Agenturen Moody’s und S&P Global Spitzenrenditen bieten können. Um die Ratingbranche zu konsolidieren, wird darüber spekuliert, wie Ratingagenturen fusioniert oder übernommen werden könnten, um den beiden führenden Agenturen einen weiteren Wettbewerber mit globaler Präsenz gegenüberzustellen.

KBRA beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter in seinen fünf Niederlassungen in den USA und Europa. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung im Jahr 2010 über 51.000 Ratings mit einer Bewertung von fast 3 Billionen US-Dollar abgegeben. KBRA bietet Ratings und Research für alle Sektoren aus seinen Unternehmens-, Finanz- und Regierungseinheiten (CFG) und Structured Finance. Das Unternehmen liefert dem Markt auch qualitativ hochwertige Daten, Informationen und Tools durch innovative Technologie über seine KBRA Analytics-Plattform, einschließlich Kreditinformationen und -daten und -analysen für Unternehmen und den Finanzsektor.

„KBRA hat sich schnell zu einer führenden Stimme unter den großen globalen Ratingagenturen entwickelt. Der Markt verlässt sich eindeutig auf KBRA für ganzheitliche, transparente und durchdachte Kreditratings und -analysen“, sagte Zach Sadek, Partner bei Parthenon Capital.

„KBRAs starke Kultur, die Integrität, Ratingqualität und Kundenservice schätzt, positioniert das Unternehmen für kontinuierliches Wachstum und Erfolg“, sagte Brian Golson, Co-CEO von Parthenon Capital. „Wir freuen uns darauf, mit dem leidenschaftlichen Team von KBRA zusammenzuarbeiten, um ihr nächstes Kapitel zu unterstützen.“

Der Finanzberater von Parthenon Capital war Newbold Partners LLC und Rechtsberater war Kirkland & Ellis LLP. Rechtsberatung erhielt KBRA von Gunderson Dettmer LLP und Shearman & Sterling LLP.

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