Rating AA+ für M&G Asian Fund
Von Dr. Oliver Everling | 12.Juni 2008
TELOS hat den Fonds M&G Asian Fund geratet. Der Fonds erfüllt sehr hohe Qualitätsstandards und erhält die Bewertung „AA+“ auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards). Das Fondsrating von TELOS beurteilt auf qualitative Weise die Stringenz des Investmentprozesses, die Person des Fondsmanagers und sein Team sowie das Qualitätsmanagement innerhalb des Prozesses vor dem Hintergrund der Einhaltung ethischer Grundsätze wie Fondsklarheit und -wahrheit. Die Performanceergebnisse des Fonds dienen zur Beurteilung der Konsistenz des Investmentprozesses. Der M&G Asian Fund investiert in den Ländern Asiens ohne Japan. Basierend auf fundamentalen Unternehmensanalysen implementiert er einen konsistenten Stockpicking-Ansatz.
Im Jahre 2007 wurden das Fondsmanagement und der Investmentprozess neu strukturiert. In der neuen Struktur spiegelt sich die grundlegende Philosophie von M&G wider. Die Übergangsphase wurde von Aled Smith, dem Fondsmanager der M&G Global Leaders Fund und der M&G American Fund, geleitet. Seit März dieses Jahres haben Michael Godfrey und Matthew Vaight als Co-Fondsmanager die Aufgaben von Aled Smith übernommen. Aled Smith ist weiterhin für den Fonds als stellvertretender Fondsmanager tätig. Als etablierte Mitglieder des Global Equity Teams verfügen die neuen Fondsmanager sowohl über Erfahrungen im Stockpicking als auch über umfassende Kenntnisse von asiatischen Unternehmen. Alle Mitarbeiter verfügen über sehr gute Qualifikationen und Aled Smith bringt eine weitreichende Expertise und langjährige Erfahrung aus dem Aktienresearch ein, urteilt Dr. Frank Wehlmann, Geschäftsführer der Ratingagentur TELOS GmbH.
Der M&G Asian Fund konzentriert sich auf Kapitalrenditen, die das Unternehmen für die Aktionäre erwirtschaften soll. Zentrale Bedeutung hat hierbei die Identifizierung von Titeln die eines von vier Kriterien erfüllen, die vom Fonds-Management als Indikator-Signale für positive Renditechancen, sog. Alphaquellen, identifiziert wurden. Die Alphaquellen sind im einzelnen: äußerer Wandel (Unternehmen profitieren von langfristigen strukturellen Trends), innerer Wandel (Restrukturierung, verbesserte Kapitalallokation), F&E-gesteuerter Wandel (Wachstum wird durch Investition in Innovation angetrieben) sowie unterbewertete Franchisemodelle. Die einzelnen Alphaquellen werden unterschiedlich bei der Portfoliokonstruktion gewichtet, wobei äußerer Wandel und unterbewertete Franchisemodelle in der Regel etwa ein Drittel ausmachen. Mit der niedrigen Korrelation zwischen den einzelnen Komponenten wird angestrebt, die Volatilität zu reduzieren und die Performance zu glätten.
Der Fonds hat seit Auflegung den zum Vergleich herangezogenen Index deutlich übertreffen können, wobei die Volatilität insgesamt relativ gering war. Die Sharpe Ratio liegt im positiven Bereich.
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Merrill Lynchs Beteiligungen an BlackRock und Bloomberg
Von Dr. Oliver Everling | 12.Juni 2008
Um die wegen der Finanzkrise angeschlagene Kapitaldecke zu stärken, stehen bei Merrill Lynch die Beteiligungen an BlackRock und Bloomberg zur Disposition. Karl-Heinz Goedeckemeyer berichtet über die aktuelle Situation. Auch eine erneute Kapitalerhöhung sei denkbar, erklärte Vorstandschef John Thain am Mittwoch in einer Telefonkonferenz.
An Bloomberg ist Merrill Lynch mit 20 Prozent beteiligt. Der Anteil hat nach Angaben Thains einen Wert von 5 bis 6 Mrd. Dollar. Da es sich um ein Privatunternehmen handle, sei die Angabe jedoch ein Schätzwert. In den Büchern von Merrill sei der Wert mit null Dollar angegeben. Die 49,8 Prozent-Beteiligung an der Investmentgesellschaft BlackRock sei in der Bilanz von Merrill mit etwa 8 Mrd. Dollar angesetzt. Der gegenwärtige Marktwert liege laut Thain jedoch bei etwa 12 Mrd. Dollar.
Derzeit sei die Investmentbank dabei den künftigen Kapitalbedarf einzuschätzen. Gegebenenfalls stünden alle Optionen auf dem Prüfstand, um Mittel aufzubringen, so Thain. Im April hatte der CEO noch betont, dass mehr Kapital aufgenommen als verloren wurde.
Erschwerend kommt hinzu, dass bei Merrill noch CDO/subprime Exposure von 8,1 Mrd. sowie weitere Exposure im Wert von 3,3 Mrd. USD durch Tochtergesellschaften und so genannten off-balance sheet Arrangements in der Bilanz schlummern. Darüber hinaus berichtete die Bank, dass sich der Bestand bei Leveraged Loans auf 14 Mrd. USD und bei Commercial Real Estate auf 21 Mrd. USD belaufe (Stichpunkt 1Q 08).
Bislang hat Merrill von Investoren mehr als 12 Mrd. Dollar beschafft, so Goedeckemeyer, indem sie Aktienpakete an Großinvestoren wie die staatliche Temasek Holdings aus Singapur und die Kuwait Investment Authority verkaufte.
Die Auswirkungen der Kreditkrise haben der Kapitaldecke von Merrill zugesetzt, urteilt Goedeckemeyer. In den vergangenen drei Geschäftsquartalen hat die Investmentbank per Saldo Gesamtverluste von 14 Mrd. Dollar (9,1 Mrd. Euro) verbucht, die hauptsächlich aus Investments am US-Hypothekenmarkt aus der Amtszeit von Thains Vorgänger Stanley O’Neal herrührten.
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TELOS votiert AAA- für cominvest TAARA
Von Dr. Oliver Everling | 11.Juni 2008
TELOS hat den Fonds cominvest TAARA geratet. Der Fonds erfüllt nach Ansicht der Ratingagentur höchste Qualitätsstandards und erhält die Bewertung „AAA-“ auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards). Das Fondsrating von TELOS beurteilt auf qualitative Weise die Stringenz des Investmentprozesses, die Person des Fondsmanagers und sein Team sowie das Qualitätsmanagement innerhalb des Prozesses vor dem Hintergrund der Einhaltung ethischer Grundsätze wie Fondsklarheit und -wahrheit. Die Performanceergebnisse des Fonds dienen zur Beurteilung der Konsistenz des Investmentprozesses.
Der cominvest TAARA ist ein gemischter Fonds, der neben der Anlage in Renten bis zu maximal 20 % in Aktien investiert sein kann. Das Fondsmanagement und der Investmentprozess wurden im Frühjahr 2008 modifiziert. Der neue Fondsmanager Dr. Frederik Wemhöner ist ein ausgewiesener Rentenfondsexperte, heißt es im Kommentar von TELOS. Die Absicht sei es, die Rentenseite im cominvest TAARA weiter zu stärken (immer mindestens 80 % des Fondsvolumens). Hierzu wurde ein Durationsmodell implementiert, das ein aktives Management auf der Rentenseite unterstützt. Im Mittelpunkt der Investmentpolitik stehen der Substanzerhalt und die regelmäßige Ausschüttung zur Erfüllung des Stiftungszwecks.
Das Anlageziel des Fonds orientiert sich an den Rahmenvorschriften für Stiftungen. Die taktische Asset Allokation wird durch ein quantitatives Trendfolgemodell bestimmt. Dieses Modell basiert auf kurz- und langfristigen Indikatoren, die börsentäglich und prognosefrei ein Signal für oder gegen eine Aktienallokation von 20 % geben. Bei der Aktienauswahl greift der Fondsmanager auf die etablierten Prozesse der cominvest für die Bewertung europäischer Einzeltitel zurück. Zielfonds für die Aktienallokation ist jetzt der cominvest Fondak Europa. Die Auswahl der Rententitel basiert ebenfalls auf den Prozessen der cominvest, wobei hier die Qualität der einzelnen Titel bei geringerem Gesamtrisiko im Vordergrund steht. Die Anlage erfolgt deshalb überwiegend in Staatsanleihen mit sehr guter Bonität, aber auch in Floating Rate Notes überwiegend europäischer Emittenten.
Die Performance liegt seit Auflegung des Fonds deutlich über der Benchmark, wobei der Fonds in jüngster Vergangenheit die Benchmark nicht outperformen konnte. Die Sharpe Ratio liegt in der rollierenden Betrachtung über einen 2 Jahreszeitraum im negativen Bereich. Sofern der Fonds seinen Vergleichsindex outperformed, fällt neben der Managementfee auch eine Performancefee in Höhe von 20 % der Differenz der Wertentwicklung von Fonds und Benchmark an. Beim cominvest TAARA kommt dabei das High-Water-Mark Prinzip nicht zum Tragen. Zurzeit ist die Erhebung der Performance Fee ausgesetzt.
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Rating der Konfliktkultur
Von Dr. Oliver Everling | 11.Juni 2008
Der Executive Consultant und Coach HARTMUT KRIESE (www.hartmutkriese.com) und die RATING EVIDENCE GmbH (www.rating-evidence.com) haben eine Kooperation vereinbart. „Aus guten Gründen,“ sagt Kriese, „denn durch die Ergänzung beider Expertisen ergeben sich veritable Nutzen mit besonderer Wertschöpfung gerade dort, wo klassisches Rating die Grundlage bildet für Entscheidungen – z.B. über eine Beteiligung, eine Kreditvergabe oder über Investitionen.“
Bei Entscheidungen zugunsten positiv bewerteter Vorhaben dreht sich nämlich vom selben Augenblick an – so weiß Kriese aus Erfahrung – alles einzig darum, das Projekt auch zum Erfolg zu führen – direkt, durch maßgeschneiderte Hilfestellungen oder durch die Gewährleistung von Voraussetzungen, die für die erfolgreiche Entwicklung förderlich sind.
Dr. Oliver Everling, Geschäftsführer der RATING EVIDENCE GmbH, und Hartmut Kriese sind sich darin einig, dass es für den Erfolg nicht nur auf eine sehr gründliche Beschäftigung mit den Bewertungskriterien ankommt, sondern gerade auch auf eine konsequente Entwicklung idealer Bedingungen für die inhaltliche Steuerung einer effektiven und effizienten Umsetzung. Und der Weg zum Erfolg dauert nicht selten einige Jahre. Der Aufwand, der für ungelöste schwelende Konflikte in Form von Zeit, Kraft und richtigem Geld zu zahlen ist, kann die Freude am Erfolg oft ganz beträchtlich trüben oder ihn zuweilen sogar ganz und gar kosten.
„Das ist dann nicht bloß schade, sondern es muss wirklich nicht sein“, sagt Kriese, und setzt genau hier mit seinem Thema „Konfliktkultur“ an. Aufgrund ständig wachsender Anforderung zur Anpassung an unterschiedlichste Veränderungen sowie durch stetig steigende Erwartungen hinsichtlich Qualität und Quantität solcher Ergebnissen wird es laut Kriese künftig ganz entscheidend darauf ankommen, den Umgang mit Konflikten im Kontext der Leistungserstellung zu kultivieren.
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Finanzierungsvergleich für Krankenhäuser
Von Dr. Oliver Everling | 11.Juni 2008
Mit dem „Krankenhaus-Finanzierungsvergleich“ wird insbesondere den kleineren und mittleren Krankenhäusern ein Instrument zur Verfügung gestellt, das ihnen ihr Finanz- und Liquiditätsmanagement verbessert und ihnen ihren Standort unter den Krankenhäusern aufzeigt. Neben einer Darstellung ihrer individuellen Finanzrisiken erhalten sie durch die Gegenüberstellung Informationen, wo sie verglichen mit anderen Krankenhäusern stehen, schreiben Karl-Heinz Bächstädt und Michael Venbert in ihrem Beitrag für die Zeitschrift „Kredit & Rating Praxis“ (www.krp.ch) zum Thema „Krankenhaus-Finanzierungsvergleich – Benchmarking in der Krankenhausfinanzierung“.
Im Rahmen des Krankenhaus-Finanzierungsvergleichs werden Kennzahlen ermittelt, die die individuelle Finanzierungsstruktur des Krankenhauses hinsichtlich Kosten und Risiken beschreiben. Neben den individuellen Auswertungen erhält das teilnehmende Krankenhaus für die einzelnen Finanzkennzahlen die Durchschnittswerte, die sich aus den Einzelwerten aller teilnehmenden Krankenhäuser errechnen, und die Abweichungen zwischen den Durchschnittswerten und ihren eigenen Daten sowie zum Marktzins. Außerdem werden im Rahmen von Szenarien die Auswirkungen von alternativen Zinssatzänderungen auf Zinsrisiken und Zinskosten des Krankenhauses aufgezeigt, berichten Bächstädt und Venbert.
Der Krankenhaus-Finanzierungsvergleich liefert somit, argumentieren Bächstädt und Venbert, wertvolle Informationen für das Finanz- und Liquiditätsmanagement und schafft insbesondere eine solide Planungsgrundlage für die Finanzierung und den Kapitaldienst. Mit ihm können sowohl kurzfristige als auch mittelfristige Ziele verfolgt werden.
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Blick hinter Subprime
Von Dr. Oliver Everling | 10.Juni 2008
Hinter Subprime schauen – das bestimmt den europäischen Ausblick für Banken, den Alison J. Le Bras auf der Globalen Bankenkonferenz in Frankfurt am Main gab. Le Bras ist Managing Director in Fitch Ratings‘ Gruppe für Finanzinstitutionen und verantwortlich für allgemeine Forschungsprojekte zur europäischen Bankwirtschaft. Le Bras gehört zu den erfahrensten Analystinnen Europas für Bankenratings, da sie für die Ratingagentur bereits seit 1981, nach ihrem Traineeprogramm bei Barclays Bank PLC, tätig ist. Bei Fitch Ratings gibt es keinen anderen Analysten, der bereits so lange Banken aus der Perspektive der Ratingagentur untersucht.
„Sind wir am Ende des Anfangs oder am Anfang des Endes?“ Le Bras hinterfragt plakativ die Liquiditätssituation bei den Banken. Sie sieht drei Phasen der im letzten Sommer ausgelösten Panik: Erstens eine banksystemische Krise, zweitens eine Vertrauens- bzw. Gegenparteikrise und drittens die Phase der Liquiditätshortung. Le Bras vermag für die europäischen Banken noch keine generelle Entwarnung zu geben, sondern vermutet, dass möglicherweise die schärfsten Auswirkungen der Krise, die aus den USA die europäischen Banken traf, noch nicht vollständig verarbeitet wurden.
Le Bras unterstreicht, dass keine der wichtigen europäischen Bankengruppen von Liquiditätslinien der Europäischen Zentralbank abhängig sei. Auch sei die Gefahr minimal, dass aus den USA heraus die europäischen Märkte für Wohnimmobilienfinanzierungen angesteckt werden könnten. Die Marktdynamik in Europa sei nicht zu vergleichen, zumal diese vor dem Hintergrund eines hohen Niveaus der Regulierung zu beurteilen sei. Die verschiedenen nationalen Märkte zeigten unterschiedliche Reaktionen. In Kontinentaleuropa seien Hypothekenfinanzierungen außerdem für die Banken Anker für ihre Cross-Selling-Aktivitäten. Nachrangige Hypothekenfinanzierungen würden in Europa nur eine geringe Rolle spielen, nur in Großbritannien gebe es [Ä]hnlichkeiten mit US-amerikanischen Verhältnissen.
Le Bras weist aber auf die Signale hin, die der Crunch-O-Meter zeigte, nämlich das Differential aus Euribor und Libor zu ECB Minimum Bid Rate und BOE Bank Base Rate. Der Spread zeige, dass die Märkte sich noch in Anspannungen befinden würden. Eine Reihe von Banken machten davon Gebrauch, aus unterschiedlichen Gründen ihre Eigenkapitalbasis deutlich zu verstärken. Société Générale, UBS; RBS, HBOS, B&B und Credit Agricole sind Beispiele dafür, allesamt im im Kategorienbereich von A oder AA geratet.
Mit einer Landkarte schafft Le Bras einen Überblick über die gefährdeten Bankensysteme in Europa: Dazu gehören in Rot Island, Irland, Großbritannien und Deutschland. Ein gelbes Signal gibt sie für Frankfreich, Spanien und Italien, während für die restlichen Bankensysteme Westeuropas die Ampeln auf „Grün“ stünden. Im internationalen Vergleich seien die deutschen Banken klar am stärksten von Verlusten aus Investitionen in exotischen Wertpapieren betroffen, IKB, WestLB, SachsenLB, Düsseldorfer Hypothekenbank seien einige bekannte Beispiele.
Im Wholesale-Bankensektor hätten sich deutsche Banken in ihrem Bemühen um mehr Rendite in hochriskanten Geschäften engagiert, um ihre Erträge zu steigern. Die Widerstandskraft des deutschen Bankensystems beruht nach Ansicht von Le Bras insbesondere auf der starken Stellung Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Retailgeschäft. Es bleibe aber abzuwarten, inwieweit die jüngsten Marktturbulenzen auch für eine Konsolidierung des Bankensystems genutzt würden, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.
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Klimacheck für Fonds und Indizes
Von Dr. Oliver Everling | 10.Juni 2008
Die Diskussion um die Folgen des Klimawandels vor Augen, stellen sich immer mehr Fondsmanager und Investoren die Frage, wie es um die Klimarisiken ihres Portfolios steht. Mit dem „Climate Risk Portfolio Check“ hat oekom research (www.oekom-research.com) ein Instrument entwickelt, um Art und Ausmaß der Klimarisiken in Anlageprodukten transparent zu machen. Der Risiko-Check richtet sich an Anleger, die die Risiken ihres Portfolios im Hinblick auf den Klimawandel analysieren und aktiv managen wollen.
Das Herz des neuen Portfolio Checks ist ein von oekom research entwickelter Klimarisiko-Index, der den potenziellen Einfluss von sechs klimabedingten Risiken auf verschiedene Branchen abbildet. Dazu zählen physische Risiken wie etwa Sturmschäden oder Trockenheiten sowie regulatorische Risiken wie eine mögliche Grenzwertverschärfung für Treibhausgas-Emissionen. Ferner fließen Marktrisiken wie die veränderte Nachfrage durch die Verbraucher in die Analyse ein. Hinzu kommen Marktpreisrisiken, die etwa durch die Verteuerung von Energie bestimmt werden, Rechtsrisiken, die durch Klagen zu klimarelevanten Sachverhalten entstehen und schließlich Reputationsrisiken aufgrund mangelnder oder kontroverser Aktivitäten der Unternehmen in Fragen des Klimaschutzes.
Vor allem energieintensive Branchen wie Energieversorger, die Öl- und Gasbranche sowie die Automobilindustrie werden von den Folgen des Klimawandels betroffen sein. oekom research stellt die Risikoexposition anhand eines Indexes mit Skalenwerten von 1 (geringe Risikoexposition) bis 5 (sehr hohe Risikoexposition) dar. Die Versorgerbranche erreicht einen Risiko-Index von 4,42, die Automobilbranche kommt auf einen Index-Wert von 4,25. Aber auch der Immobilienbranche (3,33) und dem Tourismus (3,17) wird ein vergleichsweise hohes Risikopotenzial zugeordnet. Gering betroffen sind dagegen die Medien- (1,50) und die Softwarebranche (1,75).
Anhand dieser Branchenbewertung lassen sich Index-Werte für ganze Portfolios berechnen. Oekom research hat dies beispielhaft für einige europäischer Aktienindizes durchgeführt. Das Ergebnis: Selbst breit diversifizierte Portfolios sind unterschiedlich stark von den Risiken des Klimawandels betroffen (s. Abbildung im Anhang). So erreicht der Swiss Market Index (SMI) einen vergleichsweise niedrigen Risiko-Index von 2,32, was auf den hohen Anteil von Finanztiteln zurückzuführen ist. Der österreichische ATX kommt auf einen Risiko-Index von 2,71, der französische CAC40 auf 2,82 und der spanische IBEX auf 2,88. Mit einem Risiko-Index von 2,79 reiht sich der DAX 30 im oberen Mittelfeld ein. Der TecDax erreicht einen Wert von 2,4.
Für das aktive Management von Portfolios rät Rolf D. Häßler, Director Business Development bei oekom research: „In Branchen mit hohem Klimarisiko ist es von besonderer Bedeutung, diejenigen Unternehmen auszuwählen, die sich aktiv mit den Risiken des Klimawandels auseinandersetzen und entsprechende Managementstrukturen und Maßnahmen implementiert haben.“
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AA+ für Life Settlements Portfolio
Von Dr. Oliver Everling | 9.Juni 2008
TELOS hat den Fonds Life Settlements Portfolio geratet. Der Fonds erfüllt sehr hohe Qualitätsstandards und erhält die Bewertung „AA+“ auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards). Das Fondsrating von TELOS beurteilt auf qualitative Weise die Stringenz des Investmentprozesses, die Person des Fondsmanagers und sein Team sowie das Qualitätsmanagement innerhalb des Prozesses vor dem Hintergrund der Einhaltung ethischer Grundsätze wie Fondsklarheit und -wahrheit. Die Performanceergebnisse des Fonds dienen zur Beurteilung der Konsistenz des Investmentprozesses.
Das von Liechtenstein aus gemanagte Life Settlements Portfolio richtet sich an langfristig orientierte Anleger und investiert in den Zweitmarkt für US-Lebensversicherungspolicen. Das Portfolio besteht aus vier Anteilsklassen, von denen sich jeweils eine in Euro und USD an Retail- sowie institutionelle Kunden richtet, heißt es bei TELOS. Die Euro-Anteilsklassen unterliegen dabei Wechselkursschwankungen, die jedoch immer abgesichert werden. In den gut strukturierten Investmentprozess sind aufgrund der Komplexität auch verschiedene externe Einheiten involviert.
Das Ziel der Fondsmanager von International Life Settlements Prosperity (ILSP) besteht nach Recherchen der Ratingagentur darin, dem Anleger im Gegensatz zu stark risikobehafteten Einzelinvestments durch ein breit diversifiziertes Portfolio eine Investitionsmöglichkeit auf diesem als attraktiv eingeschätzten Markt zu bieten. Investiert wird ausschließlich in reine Ablebensversicherungen, bei denen die Auszahlung erst nach dem Tod des Versicherungsnehmers erfolgt. Sofern ein Versicherungsnehmer seine Police vorab verkaufen möchte, um die Auszahlung zu Lebzeiten vereinnahmen zu können, erfolgt dies in aller Regel über den Sekundärmarkt. ILSP beabsichtigt, durch gezielte Investitionen in verschiedene Einzelverträge Anlegern mit einem Horizont von mindestens 8 bis 10 Jahren einen zweistelligen Return auf diesem Markt zu bieten.
Beim Eintritt des Todesfalls des ursprünglichen Versicherungsnehmers wird die Todesfallsumme im Life Settlements Portfolio vereinnahmt. Im Gegenzug wird bis zu diesem Zeitpunkt die Prämienzahlung durch ILSP vorgenommen. Ein relevanter Risikofaktor besteht somit in der Langlebigkeit des Versicherungsnehmers. Wesentlich für den Erfolg des Portfolios sind vor diesem Hintergrund eine möglichst gute Optimierung des Zahlungsstroms, der realistische Annahmen zugrunde liegen – insbesondere hinsichtlich der erwarteten Restlebensdauer. Diese wird auf Basis mindestens zweier unabhängiger medizinischer Gutachten geschätzt. Sofern die Einschätzungen weit auseinander liegen, wird grundsätzlich die konservativere herangezogen, ansonsten der Mittelwert.
Investmententscheidungen werden vor dem Hintergrund einer buyand- hold-Strategie getroffen, berichtet TELOS. Die Bewertung der Versicherungspolicen wird seit kurzem von ILSP selbst vorgenommen. Zuvor war ein externer Investment Advisor für diese Aufgabe zuständig.
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Unbeirrter Konsum der Amerikaner
Von Dr. Oliver Everling | 9.Juni 2008
„Wenn die amerikanischen Haushalte jetzt nicht sparen, werden sie wahrscheinlich nie mehr sparen“, sagt Brian Coulton, Manging Director Sovereign von Fitch Ratings Ltd. aus London. Coulton sprach auf der Global Banking Conference von Fitch Ratings in Frankfurt am Main zum „Global Economic Outlook“. Die durchschnittlichen Preise für Wohnimmobilien in den USA sind inzwischen unter das Niveau von 2005 gefallen.
Nimmt man die Beschäftigung des privaten Sektors als Maßstab, so lässt sich klar erkennen, dass die USA sich in eine Rezession bewegen wie zuletzt 2001. Der Beschäftigungsrückgang habe aber noch nicht das Ausmaß früherer Konjunkturabschwächungen erreicht. Die Frage sei daher, wie sich die Haushalte verhalten würden und damit Produktion und Beschäftigung beeinflussen. Während sich von den 1950er bis in die 1980er Jahre die Sparquote der US-Amerikaner stets zwischen 8 % und 12 % bewegte, sank sie seit Mitte der 1980er Jahre und erreicht heute 0 %.
„Die Amerikaner geben ihr gesamtes Einkommen für Konsum aus“, fasst Coulton zusammen. Fraglich erscheine nun, ob sich daran etwas ändere durch die Krise. Wenn die Sparquote jetzt ansteige, könne dies die Nachfrage negativ beeinflussen und damit die Rezession weiter verschärfen. Tatsächlich sieht Coulton dafür in den Statistiken noch keine Anzeichen. Selbst jetzt in der Kreditkrise würden die Amerikaner nicht zum Sparen übergehen, sondern weiter konsumieren. Im Chart der Sparquote bewegt sich die Kurve seitwärts bei Null Prozent. Nach einem Jahr Subprime-Krise und Immobilienpreisverfall schränken Amerikaner ihren Verbrauch immer noch nicht ein. Daher geht Coulton davon aus, dass die Amerikaner nicht kurzfristig zur Ersparnisbildung vergangener Jahrzehnte zurückkehren, sondern weiterhin konsumieren werden.
Sharon Haas, Managing Director in Fitch Ratings‘ Gruppe für Finanzinstitutionen, und Gruppenführerin verantwortlich für die Abdeckung nordamerikanischer Banken sowie Mitglied des Komitees der Ratingagentur für Hybridkapital, pflichtet ihrem Kollegen bei. „Ja, wenn Amerikaner jetzt nicht die Lektionen lernen, werden sie diese voraussichtlich nie lernen.“ In den meisten Fällen sei keine Entschuldung, sondern nur eine Umschuldung durch private Haushalten vorgenommen worden, indem teure Kredite aus Kreditkarten durch billigere Hypothekenkredite ersetzt worden seien. Eine Verminderung der Hypothekenverschuldung sei so nicht erreicht worden.
„Was für ein Kreditcrunch?“, fragt Coulton. Darlehen zu Konsumenten im Eurowährungsgebiet steigen weiter an, zeigt Coulton. Zugleich gehe aber das Konsumentenvertrauen in Deutschland zurück. Die Wirtschaftserholung in Deutschland sei vom Angebot getrieben, nicht durch den Konsum. Deutschland profitiert vor allem von dem Wachstum in den Schwellenländern.
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Ratings and the Efficient Market Hypothesis
Von Dr. Oliver Everling | 7.Juni 2008
The „efficient market hypothesis“ is a still-controversial economic theory with implications for rated debt issuers, writes Rod Rumreich, Senior Advisor, Global Investment Advisors, Inc., Carlsbad, California, USA (www.gia-inc.com), in the GIA Bulletin. „The hypothesis says that the market price of a security fully and accurately reflects all available information. Changes in the price of a security are the result of new information in the market. Let’s see if we can relate this theory of market pricing to credit ratings.“
Ratings indicate relative risk of default. That risk is less than 3% over the first five years of the life of a corporate bond initially rated BBB minus. The risk increases at lower ratings. The prices of bonds reflect a variety of factors, states Rumreich, including supply and demand, maturity, coupon, tax status, and liquidity, in addition to non-payment risk. Over time, prices of regularly traded issues will reflect all available information. Ratings, on the other hand, primarily reflect the agency’s perception of relative risk of non-payment and not other factors with which the market is concerned.
When the price of a regularly traded bond is „out of sync“ with its rating, it can be assumed that either the market knows more than the agencies, or the agencies know something the market doesn’t. Some market segments are currently being hit by sub-prime and related mortgage problems, including accelerating default experience in securities backed by mortgages. In these cases, the disconnect between ratings and prices seems to reflect a difference between the agencies‘ expectations for performance of the securities in question and the market’s assessment of the reality of that performance. Agencies generally take note of the difference, but don’t feel the need to „follow“ the market absent new facts.
One reason the rating agencies can have a different rating than the pricing in the marketplace stems from the manner in which ratings are derived, says Rumreich. Rating agencies (1) rely on historical date, and (2) cannot predict with certainty what the future will hold. Nevertheless, the rating agencies are focused on future risk. The analyst is responsible for assessing risk based on historical information and can therefore tell a rating committee what has happened and why. He or she will then extrapolate and derive a set of expectations on a fact-supported basis. This involves estimates and opinions, and is therefore speculative and less easily defended should the projections not be realized. The rating team may then be exposed to criticism from both internal and external sources.
Therefore, argues Rumreich, agencies tend toward conservatism. In addition, the agencies are attempting to inform fixed income investors as to the likelihood of timely payment on their investments. Since fixed income investors are entitled only to what has been promised, upside potential is irrelevant. It’s only the downside risk that matters. The equity market can freely speculate about the „what ifs.“ If things go well, equity holders may reap a profit, but debt holders get no bonus. This fuels the agencies‘ beliefs that they should be especially vigilant in „protecting“ debt investors.
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